Hier fließt das Geld
Cathie Wood wettet auf Drohnen – Angriff auf einen 300-Milliarden-Dollar-Markt
Cathie Wood steigt bei Manna Air Delivery ein: 50 Millionen US-Dollar für die US-Expansion. Das Modell ist profitabel, wächst schnell – und könnte die Logistikbranche nachhaltig verändern.
- Cathie Wood ARK investiert 50 Mio in US Expansion
- Profitables Drohnenmodell senkt Lieferkosten auf Cent
- Regulierung öffnet Weg für Skalierung in Vorstädten
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Das Dubliner Drohnenlieferunternehmen Manna Air Delivery treibt seine Expansion in den USA mit frischem Kapital voran. In einer neuen Finanzierungsrunde sammelte das Start-up 50 Millionen US-Dollar ein, angeführt von Cathie Woods ARK Invest, Schooner Capital und dem Ireland Strategic Investment Fund. Damit steigt die Gesamtfinanzierung auf 110 Millionen US-Dollar. Das Geld soll vor allem in den Ausbau des Geschäfts in den Vereinigten Staaten fließen, wo Manna in den kommenden zwölf Monaten bis zu 40 neue Standorte plant.
Das 2019 gegründete Unternehmen betreibt bereits Drohnenliefernetze in Irland, Finnland und Texas und hat nach eigenen Angaben mehr als 250.000 kommerzielle Flüge durchgeführt. CEO und Gründer Bobby Healy sieht darin einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil: Die operative Erfahrung "übertreffe deutlich" die 70.000 Drohnenlieferungen von Amazon. Ziel sei es nun, die bestehende Infrastruktur schnell zu skalieren. "Wir streben bis Ende des Jahres zwei Millionen Lieferungen an und expandieren rasch an neuen Standorten in den USA, wobei wir auf das in Europa bewährte Konzept zurückgreifen", sagte Healy in einem Interview mit Fortune.
Manna setzt auf ein Modell, das Lieferkosten drastisch senken soll. Während straßenbasierte Zustellungen in den USA allein an Fahrerkosten rund zehn US-Dollar pro Bestellung verursachen, erfolgen Drohnenlieferungen für wenige Cent an Stromkosten. Die Fluggeräte erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 60 Meilen pro Stunde, liefern innerhalb weniger Minuten und können laut Unternehmen bis zu acht Lieferungen pro Stunde durchführen.
Partnerschaften mit Plattformen wie Uber, Deliveroo, Just Eat und DoorDash sollen die Verbreitung weiter beschleunigen. Gleichzeitig sieht Healy die Branche an einem Wendepunkt: "Wir haben die Technologie und die Wirtschaftlichkeit der autonomen Lieferung bewiesen. Bei täglichen Lieferungen in Vorstadtgebieten sind wir weltweit führend. Jetzt geht es um die Skalierung."
Rückenwind erhält das Unternehmen durch regulatorische Entwicklungen. In Europa habe ein klarer Rechtsrahmen den Aufbau des Systems ermöglicht. "Regulierung ist kein Hindernis, sondern ein Wegbereiter", sagte Healy. In den USA könnte ein neuer Regelkatalog der Luftfahrtbehörde FAA künftig Flüge außerhalb der Sichtweite erlauben und damit die kommerzielle Nutzung erheblich erleichtern.
Der Markt gilt als enorm: Allein die Last-Mile-Zustellung könnte bis 2031 auf über 300 Milliarden US-Dollar wachsen. Manna sieht dabei insbesondere in den Vororten Potenzial, wo Millionen Haushalte bislang nicht profitabel beliefert werden können. "Drohnen nehmen niemandem den Job weg", sagte Healy. Und weiter: "Man bietet jedem kleinen Unternehmen in den Vororten eine bessere Logistikplattform als Amazon."
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

