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    Perfekt getimte Öl-Trades vor Iran-News schüren Insiderverdacht im Weißen Haus

    Erst steigen plötzlich die Volumen am Ölmarkt, Minuten später folgen politische News. Danach bewegen sich die Kurse klar. Das Weiße Haus reagiert intern – und warnt vor Insiderhandel.

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    Das Weiße Haus hat seine Mitarbeiter eindringlich vor möglichem Insiderhandel gewarnt, nachdem auffällige und zeitlich präzise platzierte Wetten im Zusammenhang mit geopolitischen Entscheidungen für Aufsehen gesorgt hatten. Wie das Wall Street Journal berichtet, wurden in einer internen E-Mail vom 24. März alle Beschäftigten daran erinnert, dass die Nutzung nicht öffentlicher Informationen für Handelsgeschäfte – sowohl an den Finanzmärkten als auch auf zunehmend populären Prognoseplattformen – strikt untersagt ist.

    Auslöser der Warnung waren mehrere ungewöhnliche Transaktionen, die unmittelbar vor wichtigen politischen Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump stattfanden. Besonders im Fokus steht ein Vorfall vom 23. März: Nur wenige Minuten bevor Trump von "produktiven Gesprächen" mit Teheran sprach und eine fünftägige Pause bei angedrohten Angriffen ankündigte, wurden große Mengen an Öl-Futures gehandelt. In einem Zeitfenster von lediglich zwei Minuten wechselten Kontrakte über mindestens sechs Millionen Barrel den Besitzer – ein Vielfaches des üblichen Handelsvolumens. Kurz darauf fielen die Ölpreise, während Aktienmärkte zulegten.

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    Parallel dazu verzeichneten Prognosemärkte wie Polymarket eine Serie auffällig erfolgreicher Wetten auf geopolitische Entwicklungen, darunter auch Ereignisse im Zusammenhang mit dem Iran. Teilweise wurden diese von neu angelegten, anonymen Konten platziert und erzielten Gewinne in sechsstelliger Höhe. Einige Auszahlungen sind inzwischen eingefroren, da Unklarheit darüber besteht, wie bestimmte Ereignisse – etwa ein Waffenstillstand – zu bewerten sind.

    Auch frühere Ereignisse nähren den Verdacht: Bereits zu Beginn des Jahres hatten Wetten im Vorfeld der Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro Fragen aufgeworfen. In beiden Fällen untersuchen Analysten, ob Insiderinformationen eine Rolle gespielt haben könnten.

    Offizielle Stellen betonen jedoch, dass es bislang keine Beweise für Fehlverhalten innerhalb der Regierung gibt. "Alle Bundesangestellten unterliegen den ethischen Richtlinien der Regierung, die die Nutzung nicht öffentlicher Informationen zum finanziellen Vorteil verbieten. Jede Andeutung, dass Regierungsbeamte ohne Beweise an solchen Aktivitäten beteiligt sind, ist jedoch eine unbegründete und unverantwortliche Berichterstattung", erklärte Sprecher Davis Ingle gegenüber BBC.

    Gleichzeitig wächst der politische Druck, die Regulierung sogenannter Prognosemärkte zu verschärfen. Diese Plattformen, auf denen inzwischen Transaktionen in Milliardenhöhe abgewickelt werden, stehen zunehmend in der Kritik, unzureichende Schutzmechanismen gegen Insiderhandel zu bieten. Mehrere Politiker fordern daher strengere Regeln bis hin zu einem vollständigen Verbot von Wetten auf militärische Konflikte.

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

     



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    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
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