Krypto resilient
Bitcoin und Ethereum trotzen heißeren US-Inflationsdaten
Trotz hartnäckiger US-Inflation, welche die Hoffnung auf Zinssenkungen dämpft, zeigt sich der Kryptomarkt zum Wochenende überraschend widerstandsfähig.
- Kryptomarkt zeigt sich trotz harter US-Inflation robust
- Kerninflation bleibt hoch Einkommen fallen deutlich
- CPI-Daten im Fokus wegen Energiepreisen und Geopolitik
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Bitcoin notiert am Freitagmittag rund 1 Prozent höher bei 71.744 US-Dollar. Ethereum steigt leicht auf 2.186 US-Dollar, während XRP um 0,5 Prozent auf 1,34 US-Dollar zulegt. Unter den größten Kryptowährungen führt Hyperliquid die Gewinnerliste an und gewinnt knapp 4 Prozent. Auf Wochensicht summiert sich das Plus des Tokens sogar auf 13 Prozent gefolgt von Bitcoin, der im selben Zeitraum um 7,3 Prozent zulegen konnte.
Core-PCE-Daten: Inflation bleibt hartnäckig
Der von der US-Notenbank bevorzugte Inflationsindikator Core PCE Price Index stieg im Februar um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat und damit stärker als die erwarteten 0,3 Prozent. Im Jahresvergleich lag die Kerninflation bei 3,0 Prozent und damit ebenfalls leicht über den Prognosen von 2,9 Prozent.
Damit bleibt die Inflation weiterhin deutlich oberhalb des 2-Prozent-Ziels der US-Notenbank – ein Niveau, das die Federal Reserve seit mehreren Jahren nicht mehr nachhaltig erreicht hat. Einschließlich der volatilen Energie- und Lebensmittelpreise stieg der Gesamt-PCE ebenfalls um 0,4 Prozent zum Vormonat und um 2,8 Prozent im Jahresvergleich.
Während die Inflation hartnäckig bleibt, schwächt sich die Einkommensentwicklung der Verbraucher ab. Die persönlichen Einkommen fielen im Februar um 0,1 Prozent und verfehlten damit die Erwartungen deutlich. Gleichzeitig stiegen die Konsumausgaben um 0,5 Prozent.
Stagflationssorgen nehmen zu
Marktstrategen sehen in den aktuellen Daten eine zunehmende Gefahr einer stagflationären Entwicklung. Die Kombination aus nachlassendem Einkommenswachstum, robustem Konsum und hartnäckiger Inflation schürt Sorgen, dass die US-Wirtschaft in ein Umfeld aus schwächerem Wachstum bei gleichzeitig erhöhtem Preisdruck geraten könnte.
Zusätzliche Unsicherheit bringt die geopolitische Lage im Nahen Osten. Marktbeobachter warnen, dass steigende Energiepreise infolge des Iran-Konflikts die Inflationsentwicklung in den kommenden Monaten erneut verschärfen könnten. Dies dürfte den Spielraum der Federal Reserve für Zinssenkungen weiter einschränken.
Blick auf CPI
Bemerkenswert ist, dass der Kryptomarkt auf die gemischten Makrodaten bislang nur begrenzt reagiert. Die gesamte Marktkapitalisierung des Sektors stieg sogar um etwa 0,7 Prozent auf rund 2,43 Billionen US-Dollar.
Der Fokus der Märkte richtet sich nun auf die anstehenden CPI-Verbraucherpreisdaten für März die um 14:30 veröffentlicht werden. Diese könnten erstmals zeigen, ob steigende Energiepreise und geopolitische Spannungen bereits stärker auf die US-Inflation durchschlagen.
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Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

