Space-Boom
Die wichtigsten Weltraum-Aktien und -ETFs vor dem SpaceX-IPO
Zwischen SpaceX-IPO-Fieber und teils vierstelligen Kursgewinnen: Diese 6 Weltraum-Investments könnten 2026 durchstarten.
- Planet Labs gewinnt in 12 Monaten fast 1000 %
- Einzelaktien erzielten starke Gewinne trotz Turbulenzen
- Drei UCITS-ETFs bieten europäischen Zugang zum All
- Report: Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!
Lange galt das All als Spielwiese für Milliardäre und staatliche Behörden. Doch mittlerweile gibt es genügend größere und kleinere Player an der Börse, deren Erfolge private Aktienportfolios nach oben katapultieren können. Drei der interessantesten Einzelaktien und drei ETFs wollen wir hier vorstellen.
Während der DAX und der S&P 500 im bisherigen Jahresverlauf 2026 eher seitwärts oder leicht abwärts tendiert haben, konnten spezialisierte Aktien und Space-Indizes ihren Wert teilweise mehr als verdoppeln. Getrieben von massiven Umsatzsteigerungen bei Satelliten-Netzwerken und der Hoffnung auf den "Börsengang des Jahrzehnts" – SpaceX – ist das Thema Weltraum im Mainstream der Anleger angekommen.
Die 3 interessantesten Weltraum-Aktien 2026
Diese Einzelwerte haben im letzten Jahr den Markt pulverisiert, getragen von fundamentalen Durchbrüchen und Rekord-Auftragsbeständen:
Planet Labs: Der unangefochtene Highflyer. Mit einer Kursperformance von fast 1.000 Prozent in den vergangenen 12 Monaten hat Planet Labs bewiesen, dass Erdbeobachtungsdaten ein Milliardengeschäft sind. Dank vier profitabler Quartale in Folge (bereinigtes EBITDA) und einem Backlog-Wachstum von 216 Prozent ist die Aktie das Gesicht des kommerziellen Erfolgs im Orbit.
Rocket Lab: Der Raketenbauer. Mit einem Zuwachs von 240 Prozent binnen eines Jahres und einem Rekord-Auftragsbestand von 1,85 Milliarden US-Dollar festigt das Unternehmen seinen Platz als Alternative zu SpaceX, wobei viel Potenzial bereits eingepreist ist. Trotz eines negativen Cashflows von 322 Millionen US-Dollar im Jahr 2025 werden Chancen bei der Skalierung der Neutron-Rakete gesehen. Seit Jahresbeginn haben die Titel allerdings 12 Prozent verloren.
AST SpaceMobile: Ebenfalls risikoreich, aber mit enormer Dynamik. Nach einem Kurssprung von knapp 300 Prozent in den vergangenen 12 Monaten hat SpaceMobile den Sprung von der Forschung zur Umsatzgenerierung geschafft: 54 Millionen US-Dollar im Q4 2025 markieren ein Wachstum von über 2.700 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die 3 interessantesten UCITS-ETFs für europäische Anleger
Für Anleger in der EU sind US-Fonds wie der Procure Space ETF (UFO) oft schwer zugänglich. Diese drei UCITS-konformen Alternativen decken den Sektor ab:
| ETF-Name | Fokus | Kosten (TER) | Performance (1 Jahr) |
|---|---|---|---|
| VanEck Space Innovators UCITS ETF | Reiner Fokus auf Weltraum-Technik & Satelliten | 0,45 % p.a. | + 179 % |
| First Trust Indxx Global Aero & Def. | Konzentriert sich auf die kritische Infrastruktur und Bodenstationen. | 0,50 % p.a. | + 50,5 % |
| iShares Global Aerospace & Defence | Breite Abdeckung inkl. Boeing, Airbus & Lockheed Martin | 0,35 % p.a. | + 25,9 % |
Der "SpaceX-Effekt": Das Zünglein an der Waage
Die gesamte Branche starrt derzeit auf einen Termin: Den möglichen Börsengang von SpaceX. Prognosemärkte wie Polymarket beziffern die Wahrscheinlichkeit eines IPOs noch in diesem Jahr auf über 90 Prozent. Vielleicht ist es schon im Sommer soweit.
Der Halo-Effekt: Allein die Gerüchte über eine Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar treiben die Kurse von Konkurrenten wie Rocket Lab nach oben.
Die Index-Aufnahme: Sobald SpaceX gelistet ist, wird es die Gewichtung in ETFs wie dem VanEck Space Innovators massiv verändern und professionelles Kapital in den Sektor spülen.
Fazit: Nichts für schwache Nerven
Trotz der astronomischen Renditen bleibt der Sektor hochspekulativ. Viele Top-Performer wie Rocket Lab verbrennen noch massiv Kapital. Zudem ist die Volatilität extrem: Social-Media-Hypes (wie auf r/wallstreetbets) lassen Kurse oft innerhalb weniger Tage zweistellig schwanken.
Weltraum-Investments sind 2026 kein "Basis-Investment" zur Portfoliostabilisierung, sondern eine Hochgeschwindigkeitswette auf die Infrastruktur der Zukunft. Wer einsteigt, sollte die G-Kräfte der Volatilität aushalten können.
Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion


