Bristol Myers, Merck oder Jazz
Die besten Pharma-Aktien für die Quartalssaison
US-Pharmaaktien haben den Markt zuletzt klar geschlagen – doch genau das macht sie anfällig. Bank of America nennt 4 Favoriten für die Quartalssaison und erklärt, warum Zölle kaum eine Rolle spielen.
- US-Pharmaaktien schlagen Markt und erhöhen Messlatte
- BofA empfiehlt Bristol-Myers Merck Jazz und Ionis
- Ionis und Jazz mit Blockbusterhoffnungen Merck stabil
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Der US-Pharma- und Biotechsektor startet mit gemischten Vorzeichen in die Berichtssaison für das erste Quartal 2026. Die Aktien haben sich in den vergangenen Monaten mehrheitlich besser als der Gesamtmarkt entwickelt. Eventuell sogar zu gut, warnen die Analysten der Bank of America. Denn damit steigt auch die Messlatte.
Trotzdem sehen die Analysten klare Favoriten. Ihre Top-Empfehlungen im Large-Cap-Bereich sind Bristol-Myers Squibb und Merck. Im Small-und-Midcap-Segment setzen sie auf Jazz Pharmaceuticals und Ionis Pharmaceuticals.
Bristol-Myers Squibb kämpft aktuell mit zunehmender Generikakonkurrenz bei seinen Schlüsselpräparaten. Das Kursziel haben die BofA-Analysten leicht auf 67 US-Dollar gesenkt. Dennoch bleibt das Vertrauen in die Pipeline: Anleger dürften auf der Analystenkonferenz insbesondere die Entwicklung des Mittels Cobenfy bei Alzheimer-Psychosen sowie die strategische M&A-Ausrichtung des Konzerns im Blick haben.
Merck überzeugt mit seiner Schlüsseltherapie Keytruda, die trotz moderiertem Wachstum stabile Umsatzbeiträge liefert. Dazu kommen vielversprechende Neuzulassungen und ein aktiver Deal-Appetit – zuletzt ein 6-Milliarden-US-Dollar-Abkommen mit Terns Pharmaceuticals. Das Kursziel bleibt bei 132 US-Dollar.
Im Biotech-Segment rückt Ionis besonders in den Fokus. Das Unternehmen soll im laufenden Jahr erstmals konkrete Umsatzziele für sein Flaggschiffprodukt Tryngolza nennen – ein Wirkstoff gegen eine seltene Fettstoffwechselerkrankung, der Spitzenumsätze von bis zu drei Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Die Bank of America hebt das Kursziel deutlich auf 111 US-Dollar an. Analyst Jason Gerberry sieht in dem Papier einen "hochkarätigen, vollständig konzerneigenen Wert" mit erheblichem Aufwärtspotenzial.
Auch Jazz Pharmaceuticals bleibt ein klarer Kauf. Der Fokus liegt auf dem bevorstehenden Start von Ziihera, einem Krebsmittel gegen Magenkrebs, das bereits in diesem Sommer zugelassen werden könnte und als Milliardenprodukt gilt. Das Kursziel liegt bei 275 US-Dollar.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion

