Wall Street vor Rallye
Morgan Stanley: Die Marktkorrektur ist zu Ende
Mike Wilson, CIO und Chefstratege für US-Aktien bei Morgan Stanley, glaubt, dass der Tiefpunkt für US-Aktien bald erreicht sein wird.
- Wilson erwartet baldigen Tiefpunkt für US-Aktien
- Weiteres De-Risking bei Halbleitern könnte folgen
- Empfiehlt Barbell aus Zyklikern und Hyperscalern
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In einer neuen Folge des Podcasts Thoughts on the Market von Morgan Stanley sagt Wilson, dass ein weiteres Zurückfahren von Engagements in mehreren populären Anlagepositionen durch Investoren das Ende der laufenden Marktkorrektur signalisieren würden.
"Der S&P 500 hat sich in der vergangenen Woche von der Unterstützungszone zwischen 6.300 und 6.500 Punkten erholt, auf die ich hingewiesen hatte. Könnten wir diese Niveaus erneut testen? Sicher – insbesondere, wenn die Zinsen weiter steigen oder sich geopolitische Risiken weiter verschärfen. Allerdings sehe ich keinen signifikanten Durchbruch nach unten", meint er.
Wilson denkt, dass der Boden noch nicht erreicht ist, da noch weitere Abschläge aufgrund der hoch bewerteten Chip-Aktien folgen könnten.
"Wenn überhaupt, fehlt uns noch ein weiteres De-Risking in stark überfüllten Trades, insbesondere bei Halbleiter- und Speicheraktien. Eine solche Neupositionierung ist häufig erforderlich, um einen nachhaltigen Boden auszubilden."
Der S&P 500 notiert bei derzeit bei rund 6.800Punkten.
"Der richtige Ansatz ist eine Barbell-Strategie aus zyklischen Werten und qualitativ hochwertigem Wachstum. Auf der zyklischen Seite bevorzuge ich Finanzwerte, zyklische Konsumgüter und Industriewerte. Das sind die Bereiche, in denen die Gewinndynamik stark bleibt und die Bewertungen deutlich zurückgekommen sind."
Und er setzt auf Tech-Aktien.
"Auf der Wachstumsseite konzentriere ich mich derzeit auf die Hyperscaler, die aus meiner Sicht ein sehr attraktives Chance-Risiko-Verhältnis bieten. Diese Unternehmen werden aktuell mit einem ähnlichen Bewertungsmultiplikator gehandelt wie defensive Sektoren etwa Basiskonsumgüter, weisen jedoch mehr als das Dreifache an Gewinnwachstum auf.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

