Friedensgespräche gescheitert
Trump ordnet Blockade iranischer Häfen an – Ölpreis schießt wieder hoch
US-Präsident Donald Trump kündigte nach gescheiterten Iran-Gesprächen eine Blockade an, die die Ölpreise wieder nach oben treibt.
- US blockiert iranische Häfen, Ölpreise steigen stark
- WTI bei 105 USD, Brent über 102, Aktien fallen
- Wahrscheinlichkeit einer Normalisierung stark gesunken
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Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Konflikt zwischen den USA und Iran hat einen schweren Rückschlag erlitten. Nach gescheiterten Gesprächen in Islamabad kündigte US-Präsident Donald Trump eine Blockade iranischer Häfen und Küstengebiete an.
Blockade ab Montag
Das US-Zentralkommando erklärte, die Blockade werde ab Montag 16:00 Uhr deutsche Zeit umgesetzt. Ziel ist es, sämtliche Schiffsbewegungen in und aus iranischen Häfen zu kontrollieren. Betroffen sind alle Häfen am Persischen Golf sowie am Golf von Oman.
Zwar sollen Schiffe, die nicht-iranische Häfen ansteuern, weiterhin passieren dürfen. Doch Trump kündigte außerdem an, auch Schiffe in internationalen Gewässern abzufangen, sofern diese Gebühren an Iran gezahlt hätten.
Ölpreise explodieren
Die unmittelbare Marktreaktion ließ nicht lange auf sich warten. Die Ölpreise stiegen um mehr als 7 Prozent. US-Rohöl (WTI) stieg dabei auf 104,80 US-Dollar und Brent-Öl stieg auf über 102 US-Dollar. Parallel dazu legte der US-Dollar zu, während globale Aktienmärkte unter Druck gerieten.
Drohungen und Gegenreaktionen
Die iranischen Revolutionsgarden machten deutlich, dass sie militärisch reagieren würden. Kriegsschiffe, die sich der Meerenge nähern, könnten als Bruch der Waffenruhe gewertet werden.
Irans Präsident Masoud Pezeshkian betonte jedoch nach einem Gespräch mit Vladimir Putin, dass Teheran weiterhin an einer "fairen und ausgewogenen Lösung" interessiert sei.
Trump hingegen zeigte sich widersprüchlich: Einerseits sprach er von "freundlichen Gesprächen", andererseits erklärte er später, es sei ihm gleichgültig, ob Iran an den Verhandlungstisch zurückkehre.
Prognosen kippen
An den Prognosemärkten zeigt sich eine klare Trendwende. Die Wahrscheinlichkeit einer Normalisierung des Schiffsverkehrs vor Ende Mai ist auf Polymarket von 65 Prozent auf 38 Prozent gefallen.
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Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

