Microsoft

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    KGV vermindert sich!

    Mit einem Börsenwert von knapp 2,75 Billionen US-Dollar ist Microsoft derzeit wertvoller als alle 40 Dax-Konzerne zusammengenommen, deren Börsenkapitalisierung rund zwei Billionen Euro beträgt. Trotz starker Ertragszahlen ist der Aktienkurs von Microsoft seit der Vorstellung der aktuellen Bilanz Ende Januar um 20 Prozent gefallen. Viele Anleger sind durch den Anstieg der Investitionen im letzten Quartal von 66 Prozent auf rekordhohe 37,5 Milliarden US-Dollar beunruhigt. Microsoft-Sprecher Jonathan Neilson verstärkte diese Sorgen mit der Aussage, dass etwa zwei Drittel dieser Ausgaben auf Vermögenswerte mit kurzer Nutzungsdauer wie Prozessoren entfallen. Die Bilanz sowie die Ertragsprognosen bestätigen diese Skepsis bisher jedoch nicht. Für das am 30. Juni endende Geschäftsjahr erwarten Analysten im Durchschnitt einen rekordhohen Nettogewinn von rund 109 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 17 Prozent im Vergleich zum bereits starken Vorjahr.

    Zum Chart

    Die Aktie der Microsoft-Corporation zählt in den vergangenen zehn Jahren zu den Top-Performern. Seit Anfang 2022 wurde die zuvor nahezu kontinuierliche Kurssteigerung durchbrochen, wobei Zinserhöhungen erstmals seit längerer Zeit zu fallenden Kursen führten. Am 4. November 2022 wurde mit 213,43 US-Dollar ein Tief markiert. Anfang April 2025 verhinderte die US-Zollpolitik einen weiteren Kursanstieg. In diesem Zeitraum wurde zudem erstmals seit dem Tief im November 2022 die 200-Tage-Linie nach unten durchbrochen. Die anschließende Kurserholung verlief sehr steil, sodass bereits am 31. Juli mit 555,45 US-Dollar ein neues Allzeithoch erreicht wurde. Das Hoch am 28. Oktober bildete ein Doppeltop, woraufhin eine Rotation aus Softwarewerten zu einem deutlichen Kursverlust führte. Vom Allzeithoch gab das Papier bis dato rund ein Drittel ab und schloss am vergangenen Freitag bei 370,87 US-Dollar. Dies war 4,12 Prozent höher als im partiellen Tief vom 27. März. Aktuell hat sich der Kurs in der Unterstützungszone zwischen 366,78 US-Dollar und 384,82 US-Dollar festgesetzt. Kurzfristig betrachtet ist damit eine Bodenbildung im Gange, auf deren Basis durchaus steigende Kurse denkbar wären. Weiter fallende Kurse würden eine Verwerfung wie Anfang April 2025 signalisieren. Klammert man die oben im Text angeführte Abschreibungsthematik aus, ist die Aktie von Microsoft im Geschäftsjahr 2025/26 gemessen am KGV der letzten zehn Jahren mit 22,01 am günstigsten bewertet.

    Microsoft Corporation (Tageschart in US-Dollar)

    Tendenz:

    Wichtige Chartmarken

    Widerstände: 384,82 // 433,60 US-Dollar
    Unterstützungen: 366,78 // 344,79 US-Dollar

    Fazit

    Der Aktienkurs von Microsoft wird durch die erwartete Wertminderung von Softwareprodukten infolge effizienterer, KI-gestützter Softwareentwicklung belastet. Der Kursrückgang könnte aber überzogen sein, nachdem der Softwareriese davon auch profitieren könnte.

    Mit einem Open End Turbo Long (WKN JV7WCV) könnten risikofreudige Anleger, die einen steigenden Kurs der Aktie der Microsoft Corporation in den nächsten Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,78 profitieren. Das Ziel sei bei 414,58 US-Dollar angenommen (12,07 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 26 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

    Dieser könnte beim Basiswert bei 342,52 US-Dollar platziert werden. Im Open End Turbo Long ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 5,92 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,5 zu 1.

    Strategie für steigende Kurse
    WKN: JV7WCV Typ: Open End Turbo Long
    akt. Kurs: 8,34 – 8,35 Euro Emittent: JP Morgan
    Basispreis: 273,13 US-Dollar Basiswert: Microsoft Corporation
    KO-Schwelle: 273,13 US-Dollar akt. Kurs Basiswert: 370,87 US-Dollar
    Laufzeit: Open End Kursziel: 12,07 Euro
    Hebel: 3,78 Kurschance: + 45 Prozent
    Quelle J.P. Morgan

    Interessenkonflikt

    Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

    Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zu Morgan Stanley eingegangen ist.

    Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zu JP Morgan eingegangen ist.

    Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.

    Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

    Haftungsausschluss

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    Ingmar Königshofen
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    Ingmar Königshofen ist Geschäftsführer bei der FSG Financial Services Group, welche unter anderem das Portal Boerse-Daily.de betreibt. Dort werden mehrmals täglich top-aktuelle Analysen zu DAX, US-Indizes sowie zu besonders attraktiven Einzelwerten veröffentlicht.

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    Verfasst von Ingmar Königshofen
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