Krypto-Desaster
Trumps Krypto-Unternehmen ist eine "Falle" – WLFI-Token crasht
Nach Vorwürfen von Justin Sun gerät das Trump-nahe Krypto-Projekt World Liberty Financial wegen möglicher Insider-Eingriffe ins Wanken.
- Justin Sun beschuldigt WLFI wegen Blacklisting
- WLFI verliert zeitweise rund 19 Prozent Kurswert
- Dolomite Kredite und 75 Prozent gesperrte WLFI
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Ein mit der Familie von Donald Trump verbundenes Krypto-Projekt gerät zunehmend in Turbulenzen. Das Unternehmen World Liberty Financial sieht sich schweren Vorwürfen von Investoren ausgesetzt – darunter auch prominente Unterstützer wie Justin Sun.
Verdacht auf versteckte Eingriffe
Sun, Gründer der Blockchain Tron, erhebt öffentlich massive Anschuldigungen. In einem Beitrag auf der Plattform X bezeichnete er das Projekt als "Falle, die sich als Tür tarnt". Konkret wirft er World Liberty vor, eine versteckte Funktion in den Smart Contracts implementiert zu haben.
Diese sogenannte "Blacklisting-Funktion" ermögliche es Insidern, Vermögenswerte von Token-Inhabern einseitig einzufrieren oder sogar zu konfiszieren – ohne Vorwarnung oder rechtliche Handhabe für die Betroffenen.
WLFI-Kurs bricht ein
Die Marktreaktion ließ nicht lange auf sich warten. Der Token WLFI verzeichnet rund 19 Prozent Kursverlust auf Wochensicht. Bei einem aktuellen Preis von 0,08 US-Dollar notiert die Kryptowährung damit über 82 Prozent unter dem Allzeithoch.
Der Wertverfall zeigt sich auch besonders deutlich bei der Marktkapitalisierung: Innerhalb kurzer Zeit büßte das Projekt rund 427 Millionen US-Dollar ein.
Auch der mit Trump in Verbindung stehende TRUMP-Coin verliert an Boden. Dieser notiert rund 2,6 Prozent im Wochenminus und liegt sogar etwa 96 Prozent unter seinem Höchststand.
DeFi-Risiken: Kritik an Kreditstrategie mit Dolomite
Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch die DeFi-Strategie des Projekts. World Liberty hat Kredite über das Protokoll Dolomite aufgenommen – abgesichert durch WLFI-Token im Wert von rund 400 Millionen US-Dollar.
Analysen der Blockchain-Firma Arkham Intelligence zeigen, dass diese Sicherheiten rund 98 Prozent des auf Dolomite hinterlegten WLFI-Angebots ausmachen.
Kritiker warnen, dass das Protokoll im Falle einer Liquidation auf "faulen Schulden" sitzen bleiben könnte. Insbesondere die geringe Liquidität des WLFI-Tokens könnte dazu führen, dass geliehene Stablecoins nicht vollständig zurückgezahlt werden können.
Token-Freigabe geplant
Parallel arbeitet World Liberty an einem Governance-Vorschlag, der eine teilweise Freigabe der bislang gesperrten Tokens vorsieht. Aktuell sind etwa 75 Prozent des WLFI-Angebots nicht handelbar.
Sollte diese Sperre aufgehoben werden, könnte dies zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen und den Kurs weiter belasten.
*ab 500 Euro Ordervolumen über gettex, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
TRUMP / USD wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,19 % und einem Kurs von 2,802USD auf CryptoCompare Index (13. April 2026, 09:31 Uhr) gehandelt.

