Nächster Kauf?
Strategy steuert auf 800.000 Bitcoin bis Monatsende zu
Strategy steht trotz hoher Verluste vor dem nächsten Mega-Bitcoin-Kauf und könnte dabei die Marke von 800.000 Bitcoin ins Visier nehmen.
- Strategy peilt 800.000 Bitcoin an trotz Verlusten
- Einstieg 75.644 USD je Bitcoin, Verluste 14,5 Mrd
- Märzkäufe 46.233 BTC, Miner erzeugten etwa 16.200
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Der US-Konzern Strategy könnte erneut kurz vor einem massiven Bitcoin-Zukauf stehen – und damit seine bereits dominierende Position im Markt weiter ausbauen. Ein kryptischer Hinweis von Mitgründer Michael Saylor sorgt derzeit für Spekulationen unter Investoren.
"Think bigger": Signal für den nächsten Kauf?
Am Sonntag veröffentlichte Saylor den Kommentar "think bigger" zusammen mit dem unternehmenseigenen Bitcoin-Tracker – ein Muster, das seit 2020 regelmäßig größeren Käufen vorausging. Seit Beginn seiner aggressiven Akkumulationsstrategie im August 2020 hat Strategy insgesamt 105 Käufe durchgeführt.
Der jüngste Zukauf vom 6. April umfasste 4.871 BTC im Wert von rund 329,8 Millionen US-Dollar. Damit belaufen sich die gesamten Bestände aktuell auf 766.970 Bitcoin.
Sollte das Unternehmen sein derzeitiges Tempo beibehalten, könnte die Marke von 800.000 BTC noch vor Ende April überschritten werden.
Milliardenverluste – und dennoch ungebremste Kaufdynamik
Trotz der aggressiven Expansion sitzt Strategy derzeit auf erheblichen Buchverlusten. Der durchschnittliche Einstiegspreis liegt bei 75.644 US-Dollar je Bitcoin – rund 5.000 US-Dollar über dem aktuellen Kursniveau. Laut jüngster SEC-Meldung summieren sich die nicht realisierten Verluste auf etwa 14,5 Milliarden US-Dollar.
Doch diese Zahlen scheinen die Kaufstrategie nicht zu bremsen. Im Gegenteil: Strategy akkumuliert Bitcoin in einem Tempo, das die globale Angebotsseite deutlich übertrifft.
Ein Unternehmen kauft mehr als das gesamte Mining-Netzwerk produziert
Allein im März erwarb Strategy 46.233 BTC. Im selben Zeitraum lag die gesamte Bitcoin-Produktion durch Miner bei lediglich rund 16.200 BTC. Damit absorbierte ein einzelnes Unternehmen nahezu das Dreifache der neu geschaffenen Coins.
Finanzierungsmodell: Nur 2 Prozent Rendite erforderlich
Ein zentraler Baustein der Strategie ist das Vorzugsaktienprodukt STRC. Laut Saylor liegt die notwendige jährliche Rendite auf Bitcoin bei lediglich 2,05 Prozent, um die Dividenden dieses Instruments dauerhaft zu decken.
Das Modell setzt voraus, dass Bitcoin langfristig kontinuierlich steigt oder zumindest nicht über längere Zeit stagniert. In Seitwärtsphasen könnten die kumulierenden Dividendenzahlungen schnell zur Belastung werden.
Rund um den jüngsten Ex-Dividenden-Stichtag flossen erneut mehrere hundert Millionen US-Dollar in STRC – Kapital, das unmittelbar in weitere Bitcoin-Käufe fließt.
Bitcoin unter 71.000 US-Dollar
Der Bitcoin-Kurs notierte am Montag bei etwa 70.790 US-Dollar und damit 1,3 Prozent im Minus. Auf Wochensicht ergibt sich jedoch weiterhin ein Plus von 2,5 Prozent. Auslöser des Abverkaufs am Wochenende ist die gescheiterte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran.
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Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

