48 Stunden Frist
Regierung greift durch: Meta unter Druck wegen Fake News
Die Philippinen erhöhen den Druck auf Meta. Falschmeldungen zu Energiepreisen sollen gestoppt werden. Regierung warnt vor Folgen für Wirtschaft und Sicherheit.
- Philippinen drängen Meta zur Eindämmung von Fakes
- Regierung warnt vor Folgen für Wirtschaft und Staat
- Regierung baut Meldeplattform gegen Desinformation auf
- Report: Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!
Die philippinische Regierung verschärft ihren Kurs gegen Desinformation und nimmt den Tech-Konzern Meta Platforms direkt ins Visier. In einem Schreiben vom 10. April fordern Behörden den Konzernchef Mark Zuckerberg auf, die Verbreitung "panikauslösender" Falschmeldungen auf den Plattformen des Unternehmens einzudämmen, wie das Wall Street Journal berichtet.
Konkret geht es um irreführende Inhalte zu stark übertriebenen Anstiegen von Ölpreisen und angeblichen Störungen der Energieversorgung. Solche Meldungen könnten laut Regierung wirtschaftliche Unruhe auslösen.
Warnung vor Folgen für Wirtschaft und Sicherheit
Das Ministerium für Informations- und Kommunikationstechnologie sowie das Präsidialamt betonen, dass die anhaltende Verbreitung falscher Inhalte gegen philippinisches Recht verstoßen könnte. In einem ohnehin angespannten Umfeld steigender Energie- und Lebenshaltungskosten sei die Bevölkerung besonders anfällig für solche Nachrichten.
"Das Ausmaß und die Geschwindigkeit, mit der solche Inhalte auf den Plattformen von Meta verbreitet werden, verstärken diese Risiken erheblich", erklären die Behörden. Desinformation stelle eine direkte Bedrohung für öffentliche Ordnung, wirtschaftliches Vertrauen und nationale Sicherheit dar.
Die Regierung setzt Meta eine klare Frist: Innerhalb von 7 Kalendertagen wird ein detaillierter Maßnahmenplan erwartet. Gefordert werden unter anderem verbesserte Systeme zur frühzeitigen Erkennung und Unterdrückung risikoreicher Inhalte. Eine Stellungnahme von Meta liegt bislang nicht vor.
Energiekrise verschärft Lage
Der Druck auf den Konzern wächst vor dem Hintergrund steigender Energiepreise, die durch den Konflikt im Nahen Osten angeheizt werden. Neue geopolitische Spannungen, etwa die Drohung der USA, die Straße von Hormus zu blockieren, sorgen für zusätzliche Unsicherheit auf den Energiemärkten.
Bereits Ende März hatte Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. den nationalen Energienotstand ausgerufen. Die Regierung reagierte mit Maßnahmen wie einer temporären Vier-Tage-Arbeitswoche in Teilen des öffentlichen Dienstes, um Energie zu sparen.
Staat baut eigene Kontrollinstrumente auf
Parallel plant die Regierung den Aufbau einer Plattform, über die Bürger Desinformation melden können. Zudem warnte Präsident Marcos vor Hamsterkäufen von Diesel. Nur Verbraucher mit "legitimen betrieblichen Bedürfnissen" dürften Kraftstoff lagern, um grundlegende Dienstleistungen aufrechtzuerhalten.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Die Meta Platforms (A) Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,56 % und einem Kurs von 534USD auf Tradegate (13. April 2026, 14:51 Uhr) gehandelt.

