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    Deutsche Anleihen geben nach - Starker Rückgang der Renditen in Ungarn

    Für Sie zusammengefasst
    • Deutsche Anleihenkurse fallen, 10J-Rendite 3,09 Prozent
    • Ölpreis erhöht Inflationserwartungen und Zinsdruck
    • Ungarische Papiere gefragt, 10J-Rendite 6,12 Prozent
    Deutsche Anleihen geben nach - Starker Rückgang der Renditen in Ungarn

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Montag gefallen. Mit der Aussicht auf eine höhere Inflation infolge steigender Ölpreise gerieten die Bundesanleihen unter Verkaufsdruck. Der richtungweisende Euro-Bund-Future verlor 0,28 Prozent auf 124,76 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg im Gegenzug auf 3,09 Prozent.

    Ein steigender Ölpreis verstärke die Spekulation auf eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank, was den Renditen Auftrieb verleihe, hieß es von Marktbeobachtern. Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade der Straße von Hormus angekündigt und damit einen Preissprung bei Rohöl ausgelöst.

    Nach Angaben des US-Militärs soll die Blockade am Nachmittag beginnen. Die Durchfahrt von Schiffen, deren Ziel oder Startpunkt kein iranischer Hafen ist, werde demnach nicht beeinträchtigt. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern hielten sich die Kursreaktionen auf die Entwicklung im Nahen Osten aber eher in Grenzen.

    Eine starke Marktreaktion zeigten sich hingegen bei ungarischen Staatsanleihen. Nach der klaren Niederlage der Partei von Viktor Orban bei den ungarischen Parlamentswahlen waren ungarische Staatspapiere bei Anlegern gefragt. Im Gegenzug ging es mit den Renditen kräftig nach unten. In der zehnjährigen Laufzeit fiel die Rendite am Nachmittag um 0,39 Prozentpunkte auf 6,12 Prozent.

    Zudem biete sich mit dem Wahlerfolg des europafreundlichen Oppositionsführers Peter Magyar in der EU "die Chance auf ein geschlosseneres Auftreten", heißt es in einer Analyse der Dekabank. Das könnte mittelfristig zu sinkenden Risikoprämien für Anleihen aus der Eurozone führen./jkr/he






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