Hoffen auf ein Abkommen
Iran-Hoffnung sorgt für Rückenwind an Asiens Börsen
Asiens Börsen legen zu, weil Anleger auf ein Abkommen zwischen Washington und Teheran hoffen. Doch ausgerechnet Chinas Exportdaten bremsen die Euphorie. Droht der nächste Dämpfer?
- Asiens Börsen steigen wegen Hoffnung auf US Iran Deal
- Chinas Exporte stiegen im März nur um 2,5 Prozent
- Sinkende Ölpreise mindern Angst vor weiterer Eskalation
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Die Börsen in Asien starten freundlich in den heutigen Handelstag – der Grund : Die Hoffnung auf ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran treibt die Märkte an, obwohl Washington im Streit um die Straße von Hormus den Druck auf Teheran weiter erhöht.
Besonders stark zeigte sich der südkoreanische Kospi, der zeitweise um mehr als drei Prozent zulegte. Auch der Nikkei in Japan sprang kräftig an, ebenso legten der Hang Seng in Hongkong und Australiens Leitindex zu. Nur Indiens Nifty fiel aus dem Rahmen und rutschte ins Minus.
Erleichterung kam auf, da Anleger trotz der angespannten Lage im Nahen Osten weiterhin an eine diplomatische Lösung glauben. Das führte zu sinkenden Ölpreisen. Die Preise für Brent und WTI gaben nach. An den Börsen gelten sinkende Ölpreise als Signal, dass die Furcht vor einer weiteren Eskalation vorerst etwas nachlässt.
Doch die gute Stimmung hat einen Haken – und der kommt aus China. Die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft stiegen im März nur noch um 2,5 Prozent und damit deutlich schwächer als von Analysten erwartet. Gleichzeitig schnellten die Importe kräftig nach oben. Das deutet auf steigende Kosten durch die Spannungen im Nahen Osten hin und belastet einen ohnehin nervösen Markt zusätzlich.
Damit wird klar: Die Asien-Erholung steht auf wackligen Beinen. Einerseits hoffen Investoren auf eine Entspannung zwischen Washington und Teheran. Andererseits zeigen Chinas schwache Exportzahlen, wie schnell sich geopolitische Krisen auf die Realwirtschaft auswirken können.
Auch an der Wall Street war die Hoffnung auf eine spätere Einigung bereits zu spüren. Der S&P 500 schloss auf dem höchsten Stand seit Kriegsbeginn, Nasdaq und Dow Jones legten ebenfalls zu.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

