Auch Shell erwartet Top-Zahlen
BP erwartet Mega-Gewinn im Ölhandel – Was jetzt passiert!
Der Ölhandel boomt – BP und Shell erwarten hohe Gewinne. Was steckt dahinter?
- BP und Shell erwarten große Handelsgewinne
- Brent bei fast 120 USD, Raffineriemargen steigen
- Nettoverschuldung steigt, BP lenkt Ausgaben um
- Report: Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!
BP erklärte am Dienstag, dass das Unternehmen für sein riesiges Ölhandelsgeschäft "außergewöhnliche" Ergebnisse für das erste Quartal erwartet, wie Reuters berichtet. Dies deutet auf einen unerwarteten Gewinn durch den Anstieg der Ölpreise hin. Zudem gab das Unternehmen bekannt, dass seine Nettoverschuldung von etwas über 22 Milliarden US-Dollar im vorangegangenen Quartal auf 25 bis 27 Milliarden US-Dollar steigen wird.
Auch Shell erwartet im ersten Quartal starke Ergebnisse im Ölhandel. Dies ist ein Bereich, in dem die europäischen Konzerne aktiver sind als ihre US-Konkurrenten. Der volatile Ölmarkt infolge geopolitischer Spannungen hat dazu beigetragen, dass Handelsgewinne außergewöhnlich hoch ausfallen dürften.
Die globale Referenzsorte Brent Crude erreichte ein Mehrjahreshoch von fast 120 US-Dollar pro Barrel. Laut Berechnungen von Reuters lag der Durchschnittspreis für Brent-Rohöl im ersten Quartal (Januar bis März) bei rund 78 US-Dollar pro Barrel, verglichen mit 63 US-Dollar im vierten Quartal und 75 US-Dollar pro Barrel im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Raffineriemargen stiegen im ersten Quartal auf 16,9 US-Dollar pro Barrel, nach 15,2 US-Dollar in den vorangegangenen drei Monaten. Dies werde dazu beitragen, das Ergebnis im Bereich der raffinierten Produkte um 100 bis 200 Millionen US-Dollar zu steigern.
BP wird seine Quartalsergebnisse am 28. April veröffentlichen. Die neue CEO Meg O`Neill kündigte an, die einjährige Umstrukturierung fortzusetzen, um Milliarden von Ausgaben von kohlenstoffarmen Projekten in Öl und Gas umzuleiten und so die Rentabilität zu steigern.
Die Aktie von BP ist am Dienstag (9:20 Uhr, MESZ) auf Tradegate 0,58 Prozent im Minus. Ein Anteilschein kostet 6,56 Euro.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion

