Angeschlagener Chart
DroneShield-Aktie: Nach dem Absturz ist vor dem Absturz!
Gerade erst hatte DroneShield das Vertrauen der Investoren zurückgewonnen, da tritt urplötzlich der CEO zurück. Das könnte die Aktie in Schwierigkeiten bringen.
- CEO-Rücktritt reißt erneut Anlegervertrauen ein
- Zwei Verkaufssignale deuten neuen Abwärtstrend an
- Rutsch unter 3 AUD könnte Test der Tiefs auslösen
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DroneShield spielt leichtfertig mit dem Anlegervertrauen
Vertrauen ist ein wertvolles Gut, erst recht, wenn es um Geld geht. Nicht umsonst sind Unternehmen mit verantwortungsbewusstem Management auch an der Börse oft die erfolgreicheren. Finanzielle Visibilität, Kontinuität von Führungskräften, eine transparente Kapitalallokationsstrategie und Erwartungsmanagament sind nur einige von vielen vertrauensbildenden Maßnahmen.
Genau diesen Anspruch stellt Anlegerliebling und Drohnenabwehrspezialist DroneShield mit seinem erratischen Managementgebaren immer wieder in Frage, was der Chart der Aktie mit einer entsprechend hohen Schwankungsbreite widerspiegelt. Hatten die Australier nach der Führungskrise im Herbst nach einer Reihe von Transparenzmaßnahmen Vertrauen mühevoll wieder zurückgewonnen, stürzte der überraschende Abgang des CEOs das Unternehmen in eine neue Krise.
Kursverluste zur Unzeit, Verkaufssignale mehren sich
Die seither angefallenen Kursverluste kommen für die Aktie aus charttechnischer Perspektive zur Unzeit. Nicht nur wird der Aufwärtstrend seit dem Tief Ende November in Frage gestellt, es wurden auch gleich zwei Verkaufssignale ausgelöst, welche den Kurs weiter belasten könnten.
DroneShield-Aktie mit Berg- und Talfahrt
Nach der Führungskrise im Herbst konnte Ende November ein Erholungstrend etabliert werden, nachdem die technischen Indikatoren überverkaufte Niveaus erreicht hatten. Dadurch wurden im Dezember die gleitenden Durchschnitte zurückerobert. Anschließend gelang ein Golden Cross und damit ein Kaufsignal, welches für einen Kurs knapp unterhalb von 5 Australischen Dollar (AUD; 3,02 Euro) und ein Zwischenhoch sorgte.
Die anschließende Korrektur konnte an den gleitenden Durchschnitten sowie der Horizontalen bei 3 AUD (1,81 Euro), welche damit als Unterstützung bestätigt wurde, aufgehalten werden. Zuletzt profitierte DroneShield vom Iran-Krieg, der einmal mehr die Notwendigkeit effektiver Drohnenabwehr verdeutlichte, und drang erneut in den Widerstandsbereich um 4 AUD (2,41 Euro).
Erneuter Einbruch um 40 Prozent möglich
Genau hier sind die Käuferinnen und Käufer mit ihren Bemühungen jedoch gescheitert. Damit liegt nicht nur ein fehlgeschlagener Ausbruchsversuch, sondern auch ein neues niedrigeres Hoch vor, was das erste Anzeichen eines neuen Abwärtstrends ist. Die Verluste nach dem CEO-Rücktritt sorgten außerdem für das Unterschreiten sowohl der Aufwärtstrendlinie als auch den gleitenden Durchschnitten, womit ein Verkaufssignal vorliegt.
Dazu kommt ein weiteres im Trendstärkeindikator MACD, der unter die Nulllinie gefallen ist und damit einen neuen (kurzfristigen) Abwärtstrend der Aktie anzeigt. Auch der Rückgang im RSI bestätigte zuletzt die Trendrichtung der Aktie, womit die Unterstützung bei 3 AUD nun ins Visier der Bären rücken dürfte. Fällt DroneShield auch hier durch, dürfte es kurz- und mittelfristig eng werden. Dann müsste mit einem Test der Novembertiefs um 2 AUD (1,21 Euro) gerechnet werden. Trotz der jüngst bereits erfolgten Verluste ist das Abwärtspotenzial also beträchtlich.
Für einen Befreiungsschlag zur Oberseite bräuchte es eine rasche Rückeroberung der zuletzt aufgegebenen Durchschnittslinien und einen Break des Widerstandsbereiches um 4 AUD. Hierfür liegt angesichts der schwachen technischen Indikatoren jedoch kein Rückenwind vor. Für eine Bewegung zur Oberseite spräche aktuell nur der RSI, der mit 29 Punkten in den fortgeschrittenen, aber eben noch nicht klar überverkauften Bereich gerutscht ist.
Fazit: Finger weg von der Aktie!
Kaum hat DroneShield die Vertrauenskrise aus dem Herbst überwunden und mit der US-Großbank JP Morgan einen prominenten Großinvestor gefunden, der (selbst wenn er "nur" im Auftrag seiner Kundinnen und Kunden handeln sollte) für Zuversicht sorgte, wird die Aktie vom nächsten "Betriebsunfall" geplagt.
Aus diesem könnte neben einem erneuten Reputationsschaden auch eine Kurskrise hervorgehen, denn die charttechnische Perspektive hat sich mit ersten Verkaufssignalen deutlich eingetrübt. Fällt DroneShield nun unter 3 AUD, wonach es mit Blick auf die technischen Indikatoren aussieht, dürfte die Aktie noch deutlich tiefer fallen – auch weil es dann mit einem Death Cross der gleitenden Durchschnitte zu einem weiteren Verkaufssignal kommen würde. Von DroneShield sollte man daher gegenwärtig die Finger lassen oder für eine größere Sicherheitsmarge sehr viel tiefer einsteigen.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion
Die DroneShield Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,24 % und einem Kurs von 2,054EUR auf Tradegate (14. April 2026, 12:21 Uhr) gehandelt.


