Pleitegeier-Alarm
Firmenpleiten in Deutschland donnern auf Rekordhöhe!
Rekordpleiten! Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland explodiert. Besonders betroffen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Droht die nächste Wirtschaftskrise?
- Januar 2026: 1.919 Unternehmensinsolvenzen Rekord
- KMU besonders betroffen mit erschöpften Reserven
- Irankrieg und Energiepreise könnten Insolvenzen führen
- Report: Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist hierzulande deutlich angestiegen. So wurden im Januar 2026 1.919 Unternehmensinsolvenzen verzeichnet. Dies stellt den höchsten Stand seit elf Jahren dar, heißt es von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK).
Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Insolvenzen im Januar um fast fünf Prozent gestiegen. Besonders hart traf es kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die mit ihren finanziellen Reserven am Ende sind. Dies geht aus den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor.
Laut einer Meldung des IWH, des Wirtschaftsforschungsinstituts aus Halle, wurde im ersten Quartal 2026 der höchste Stand der letzten 20 Jahre bei den Firmenpleiten erreicht. Die Forderungen der Gläubiger beliefen sich dabei auf knapp 3,1 Milliarden Euro. Das sei weniger als im Januar 2025, als die Forderungen bei 5,3 Milliarden Euro gelegen hätten.
Grund für die höhere Zahl der Firmenpleiten bei gleichzeitig geringem Forderungsvolumen sei, dass zuletzt viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) pleitegegangen sind. "Dieser Rückgang der Forderungen trotz steigender Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass im Januar 2026 weniger wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt haben als im Januar 2025", erklärte Destatis.
Schon vor dem Iran-Krieg waren hohe Energiekosten in Deutschland ein Geschäftsrisiko. Durch die Ölpreissteigerung im Zuge des Irankrieges ist dieses Risiko erneut gestiegen. Gegenüber dem dem Handelsblatt erklärte DIHK-Chefanalyst Volker Treier: "Alarmierend ist, dass sich die Belastungsspirale zuletzt beschleunigt hat."
Die aktuellen Insolvenzzahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) bieten nur einen teilweisen Überblick über die Unternehmenspleiten in Deutschland. Zu beachten ist, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Da der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags in vielen Fällen mehrere Monate zurückliegt, sind aktuelle Krisen wie der Iran-Konflikt möglicherweise noch nicht vollständig erfasst. Die durch den Krieg und die geopolitische Lage verursachten wirtschaftlichen Unsicherheiten könnten also erst in den kommenden Monaten stärker in den Statistiken zum Ausdruck kommen. Dies könnte zu einer weiteren Zunahme der Unternehmensinsolvenzen führen.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

