Rallye mit Verschnaufpause
Heiß gelaufen? Diese Halbleiter-Aktie hat sich in einem Jahr verdreifacht
Die Analysten der Deutsche Bank nehmen bei der Aktie von Halbleiterzulieferer Aixtron den Fuß vom Gas und stufen von Buy auf Hold herunter. Die Aktie gibt am Dienstag deutlich nach.
- Deutsche Bank stuft Aixtron von Buy auf Hold herab
- Aixtron Aktie fiel nach Rallye von 38,27 Euro deutlich
- UBS Aufstockung auf 3,27 Prozent bekräftigt Vertrauen
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Die Aktie des Beschichtungsspezialisten Aixtron verliert am Dienstag den zweiten Tag in Folge. Die Papiere gaben nach einem Verlust von mehr als 3 Prozent am Montag weitere 3 Prozent nach. Dies markiert den ersten deutlicheren Rücksetzer nach einer beeindruckenden Kursrallye, die sie bis zum Freitag noch auf 38,27 Euro, den höchsten Stand seit Januar 2024, getrieben hatte. Seit dem Jahrestief bei knapp unter 10 Euro im April letzten Jahres hat sich die Aktie mehr als verdreifacht.
Deutsche-Bank-Analyst Michael Kuhn trat am Montag auf die Bremse und stufte die Aktie auf Halten herab. "Aixtron hat seit unserer Heraufstufung um mehr als 30 % zugelegt, was unsere These zu diesem Titel weitgehend bestätigt: Investoren sind zunehmend bereit, über die derzeitige schwache kurzfristige Ausgangslage hinwegzusehen und sich für den nächsten Investitionszyklus zu positionieren", schreibt der Analyst.
"Gleichzeitig ist diese Option bereits weitgehend im Aktienkurs eingepreist. Nach aktuellem Konsens notiert Aixtron bei einem KGV von fast 60 für das Geschäftsjahr 2026. Unserer Ansicht nach müsste man, um eine Kaufempfehlung auf diesem Niveau noch zu rechtfertigen, faktisch ein deutlich höheres KGV unterstellen – näher an 30 auf Basis unseres (über dem Konsens liegenden) Gewinns je Aktie für das Geschäftsjahr 2028 –, was eine hohe Hürde für einen Titel darstellt, der nach wie vor von ausgeprägter Zyklizität und begrenzter Sichtbarkeit geprägt ist."
Doch nicht alle Marktakteure teilen diese vorsichtige Haltung. Trotz der negativen Analystenstimmen ist die Schweizer Großbank UBS weiterhin optimistisch. Laut einer aktuellen Stimmrechtsmitteilung hat die UBS ihre Beteiligung an Aixtron aufgestockt und hält nun 3,27 Prozent der Anteile, was das langfristige Vertrauen der Institutionen in das Unternehmen unterstreicht.
Das Timing der Analystenherabstufung könnte kaum ungünstiger sein. Der Markt ist bereits in Erwartung des nächsten Quartalsberichts und zeigt sich angesichts der rasanten Kursgewinne vorsichtiger. Jefferies setzt das Ziel nun nahe des aktuellen Kursniveaus bei 36,50 Euro, hält jedoch an einer Kaufempfehlung fest.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die AIXTRON Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -1,70 % und einem Kurs von 36,47EUR auf Tradegate (14. April 2026, 13:07 Uhr) gehandelt.
