Prozess um VW-Dieselaffäre gegen fünf Angeklagte eröffnet
- Dritter Prozess in Braunschweig wegen Dieselskandal
- Vorwurf Beihilfe zum Betrug mit möglichen Haftstrafen
- Abschaltsoftware verursachte Milliardenschaden
BRAUNSCHWEIG (dpa-AFX) - Mehr als zehn Jahre nach dem Auffliegen des Dieselskandals bei Volkswagen hat am Landgericht Braunschweig der dritte große Betrugsprozess gegen fünf Angeklagte begonnen. In einer knapp zweistündigen Anklage trugen die Staatsanwälte ihre Vorwürfe gegen die zum Teil ehemaligen VW -Mitarbeiter und einen Zulieferer vor. Ihnen wird unter anderem Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug vorgeworfen, es drohen mehrjährige Haftstrafen.
Wie in den beiden vorherigen Prozessen geht es um die sogenannte Abschaltsoftware, mit der Millionen Fahrzeuge von Volkswagen-Marken auf Prüfständen bessere Abgaswerte anzeigten als im realen Betrieb. Für die Käufer soll ein Milliardenschaden entstanden sein.
Die Angeklagten sollen zwischen November 2006 und September 2015 in teils unterschiedlichen Zeiträumen die Software mitentwickelt oder ihre Entwicklung anderweitig unterstützt haben. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie dem Unternehmen möglichst hohe Gewinne verschaffen wollten, um davon über Gehalts- und Bonuszahlungen zu profitieren. Es gilt die Unschuldsvermutung. (Az.: 14 KLs 411 Js 13746/21 (33/21))/bch/len/DP/men
Zusätzliche Unternehmensinformationen zur Volkswagen (VW) Vz Aktie
Die Volkswagen (VW) Vz Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,04 % und einem Kurs von 89,42 auf Tradegate (14. April 2026, 12:44 Uhr) gehandelt.
Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der Volkswagen (VW) Vz Aktie um +3,08 % verändert. Der Verlust auf 30 Tage beträgt -0,81 %.
Die Marktkapitalisierung von Volkswagen (VW) Vz bezifferte sich zuletzt auf 17,98 Mrd..
