Iran-Krieg & Ölpreisexplosion
Inflations-Schock: Die unterschätzte Gefahr für Aktien – Das müssen Sie wissen!
Steigende Inflationserwartungen setzen Aktien unter Druck! Warum die jüngste Erholung gefährdet ist und Anleger jetzt vorsichtig sein sollten. Die Hintergründe.
Die Inflationserwartungen befinden sich auf einem Rekordniveau – das ist ein echtes Warnsignal für Aktieninvestoren! Nach einer scheinbaren Beruhigung der Märkte durch den aktuellen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran zieht die Inflation wieder kräftig an.
Eine hohe Inflation ist für Aktien problematisch, da sie die Produktionskosten der Unternehmen erhöht und ihre Gewinnmargen schmälert. Zinserhöhungen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation verteuern Kredite und bremsen Investitionen und Konsum. Dies führt zu einem verlangsamten Wirtschaftswachstum und erhöht die Unsicherheit an den Märkten. In der Folge sinkt das Vertrauen der Anleger, was wiederum den Druck auf die Aktienkurse erhöht.
Zwar hat der S&P 500 kürzlich einen Anstieg verbucht und seine Verluste seit Beginn des Iran-Konflikts ausgeglichen, doch der schwankende Ölpreis und die US-Sanktionen gegen den Iran zeigen die gefährliche Seite der Marktdynamik. Diese unberechenbare Lage könnte das Ende der jüngsten Erholung bedeuten, wenn der hohe Inflationsdruck weiterhin so hoch bleibt.
Letzte Woche meldete eine Umfrage der University of Michigan einen Anstieg der Inflationserwartungen in den USA von 3,8 Prozent auf 4,8 Prozent – der größte Sprung seit den schmerzhaften US-Zöllen unter Trump im Jahr 2025.
Das ist ein beunruhigendes Signal. "Die Markterholung ist riskant, und die fundamentale Situation hat sich seit Jahresbeginn deutlich verschlechtert", warnt Michael O’Rourke, Chefstratege bei JonesTrading, im Gespräch mit Bloomberg.
Ölpreise, die sich weiterhin auf hohem Niveau bewegen, belasten die Verbraucher und steigern die Inflationserwartungen nicht nur in den USA, sondern weltweit.
Die Inflationsrate in Deutschland wird im März 2026 voraussichtlich +2,7 Prozent betragen. Dies zeigen vorläufige Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis).
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion
