Gold muss liefern
Silber: Wenn diese Marke fällt, explodiert der Preis!
Stehen Gold und damit Silber vor einer neuen Rallye? Stehen die Edelmetalle vor einem spektakulären Comeback?
- Gold blieb trotz Iran-Krieg schwächer als erwartet
- Zentralbanken verkauften Gold während der Krise
- Silber reagiert volatiler wegen kleinerem Marktvolumen
- Report: Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!
Als der Iran-Krieg begann, hatten einige Anleger mit einem Comeback von Gold und Silber gerechnet. Geopolitische Unsicherheiten und die globale Nachfrage sind doch DER Treiber massiver Aufwärtsbewegungen! ABER: Der Sichere-Hafen-Reflex blieb völlig aus, Gold verlor, ebenso wie Silber.
Der Haupttreiber der Silber-Rallye war noch bis zu Beginn des Jahres der explodierende Goldpreis. Die massiven Zukäufe der Zentralbanken waren die Ursache für den Preisanstieg des gelben Edelmetalls. Das hat auch Silber geholfen. Ohne die Gold-Rallye wären die starken Silberbewegungen nicht möglich gewesen.
Wenn der Goldpreis steigt, so klettert Silber stärker. Im Falle von Verlusten gilt dieser Mechanismus auch. Die starke Korrelation beider Edelmetalle, die zum Teil historisch begründet und in der Gold-Silber-Ratio ablesbar ist, führt zu solchen synchronen Bewegungen; nur das Silber viel stärker in beide Richtungen ausschlägt, weil der Silbermarkt viel kleiner und weniger liquide ist.
Und die Zentralbanken haben während der Iran-Krise Gold verkauft!
Laut Financial Times hat die Türkei seit Beginn des Iran-Krieges Gold im Wert von 20 Milliarden US-Dollar verkauft oder verliehen, um den Wert ihrer Währung zu stützen. Auch Polen und Russland wurden als Verkäufer genannt. Denn Gold ist eine Reserve-Währung für Krisenzeiten!
Laut dem World Gold Council kauften Zentralbankenvon 2022 bis 2024 jährlich über 1.000 Tonnen Gold auf. Im Jahr 2025 sanken die Käufe der Zentralbanken auf 863 Tonnen.
Auch konnte man während der Iran-Krise daher folgendes beobachten: Wenn tageweise der Preis für Rohöl stieg, dann fiel Gold; auch umgekehrt spielte sich dieser Mechanismus ein. Silber gab aufgrund der Bedingungen des Goldpreises erheblich nach.
Populär ist die Meinung, dass der Silberpreis massiv unterdrückt wird. Da kommt der Begriff des sogenannten Papier-Silbers ins Spiel! Aber Vorsicht: neben echtem Betrug und unterstellter Manipulation des Silberpreises muss unterschieden werden.
WIE groß ist der Chip-Hunger?
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Denn an der COMEX wird SIlber mit Futures gehandelt, die die physische Menge übertreffen können. So kann der Preis gedrückt werden (und ist es auch schon durch große Banken), aber nicht DAUERHAFT. Schauen wir uns den Mechanismus an: Viele Futures werden verkauft, das übt Druck auf den Silberpreis aus, obwohl sich an der Menge physisch nichts geändert hat. ABER: Damit der Markt sich nicht von der Realität entkoppelt, müssen die gehandelten Silberbestände auch tatsächlich lieferbar sein.
Momentan konsolidiert sich der Silberpreis. Nach dem Blow-Off-Top kann man noch nicht von einer Bodenbildung sprechen. Positive Nachrichten zum Iran-Krieg beeinflussen den Preis extrem in beide Richtungen. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt in der Zone zwischen 60 bis 70 US-Dollar. Momentan kämpft Silber an der 100 Tage-Linie.
Geht es weiter abwärts könnte ein Rückfall auf die 200-Tage-Linie die Folge sein. Wenn ein neues Momentum entsteht, könnten vorherige Hochs bei 90 US-Dollar wieder eingestellt werden.
Vorsicht hier bei kurzen Ausbrüchen über der 100-Tage-Linie. Wenn sie bei schwachem Momentum und mit wenig Volumen erfolgen, kann es hier zu einem Rebound kommen.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion
