Apple-CEO investiert Millionen
Tim Cook kauft Nike-Aktien: Ein riskantes Manöver?
Tim Cook und Elliott Hill kaufen Nike-Aktien im Wert von Millionen. Doch trotz dieser Käufe bleibt die Aktie unter Druck. Was steckt hinter dem schwachen Kurs?
- Cook und Hill kauften Nike-Aktien im Millionenwert
- Aktie bleibt unter Druck trotz Insiderkäufen
- HSBC senkte Kursziel und sieht Turnaroundrisiko
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Apple-CEO Cook und Nike-CEO Hill haben in den vergangenen Tagen jeweils Nike-Aktien im Wert von einer Million US-Dollar gekauft. Die Aktien von Nike stiegen daraufhin im nachbörslichen Handel um 2,2 Prozent auf 45,17 US-Dollar.
Cook, der seit 2005 als leitender unabhängiger Direktor im Vorstand von Nike sitzt, kaufte am Freitag 25.000 Nike-Klasse-B-Aktien zu einem Preis von 42,43 US-Dollar. Ende Dezember hatte er bereits Aktien im Wert von drei Millionen US-Dollar erworben, doch die Aktie hat sich seitdem nicht gut entwickelt. Seit Jahresbeginn ist der Kurs um 30 Prozent gefallen. Nach dem jüngsten Kauf hält Cook nun 130.480 Nike-Aktien im Wert von etwa 5,7 Millionen US-Dollar, basierend auf dem Schlusskurs vom Dienstag.
Auch Hill tätigte einen Kauf und erwarb am Montag rund 23.660 Aktien zu einem Preis von etwa 42,27 US-Dollar. Sein Aktienbestand beläuft sich nun auf 11,7 Millionen US-Dollar.
Perspektiven für Nike weniger rosig
Laut HSBC hat die Turnaround-Strategie des Unternehmens bislang kaum Fortschritte gemacht. Die Investmentbank stufte Nike von "Kaufen" auf "Halten" herab und senkte ihr Kursziel für die Aktie von 90 US-Dollar auf 48 US-Dollar. Analyst Akshay Gupta kommentierte die Situation mit den Worten:
Nikes Turnaround-These hat sich von ‚nicht ob, sondern wann‘ zu einer 'Zeig-es-mir'-Geschichte ohne kurzfristige Impulse gewandelt.
Im Jahr 2024 kündigte Nike eine strategische Neuausrichtung an, die durch Produktinnovationen und neue Führung die Marke stärken soll. Doch das Vertrauen der Anleger in diese Vision ist gesunken. Die Nike-Aktie ist seit Jahresbeginn um etwa 30 Prozent gefallen, was teilweise auf die Zölle von US-Präsident Donald Trump und mögliche höhere Versandkosten im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg zurückzuführen ist. Nike veröffentlichte kürzlich einen schwachen Umsatzausblick, der zu einem zweistelligen Kursrückgang führte.
Nike sieht sich zudem einer wachsenden Konkurrenz durch Marken wie Hoka und einem wiedererstarkten Rivalen wie Adidas im Schuhsegment gegenüber.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion
