KI und Raumfahrt
SpaceX und Anthropic: Die Billionen-Dollar-IPOs, die alles verändern könnten!
Anthropic steht vor einem unglaublichen Angebot. 800 Milliarden US-Dollar könnte das Unternehmen bald wert sein. Doch ist die KI-Revolution damit schon gesichert? Und was hat SpaceX vor?
- Anthropic-Angebote könnten 800 Milliarden bringen
- SpaceX Bewertung von 1,5 bis 1,7 Billionen möglich
- TeraFab strebt Terawatt an und birgt Risiko
- Report: Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!
Anthropic hat Angebote von Investoren für eine neue Finanzierungsrunde erhalten, die das Unternehmen mit rund 800 Milliarden US-Dollar oder mehr bewerten könnten. Diese Angebote würden die Pre-Money-Bewertung von 350 Milliarden US-Dollar, die Anthropic bei seiner Finanzierungsrunde im Februar zugrunde legte, mehr als verdoppeln.
Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen hat das Unternehmen jedoch bislang widerstanden und die Gespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium. Es sei möglich, dass kein Deal zustande kommt oder sich die Details ändern, hieß es. Business Insider berichtete bereits über die Verhandlungen.
Anthropic hat eine Reihe von KI-Tools entwickelt, die Unternehmen dabei helfen, Aufgaben von der Programmierung bis hin zur Cybersicherheit zu optimieren. Das Unternehmen verzeichnet einen steigenden Umsatz und konkurriert zunehmend mit OpenAI.
Anfang dieses Monats gab Anthropic bekannt, dass es einen Jahresumsatz von 30 Milliarden US-Dollar erreicht habe, was einen starken Anstieg gegenüber 19 Milliarden US-Dollar nur wenige Monate zuvor darstellt. Berichten zufolge sei auch ein Börsengang im Oktober im Gespräch.
Das Unternehmen geriet zudem ins Rampenlicht, nachdem es zu Konflikten mit dem US-Verteidigungsministerium gekommen war, das Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Nutzung seiner KI-Tools äußerte.
SpaceX Börsengang
Im Raumfahrtsektor wird SpaceX, das Unternehmen von Elon Musk, auf eine erhebliche Bewertung von 1,5 bis 1,7 Billionen US-Dollar geschätzt. "Für Investoren ist das keine abstrakte Meldung, sondern ein konkreter Handlungsauftrag", sagte Audun Wickstrand Iversen, Portfoliomanager bei DNB Asset Management.
Sollte SpaceX an die Börse gehen, könnte es eines der wertvollsten Unternehmen der Welt werden und die Raumfahrtbranche grundlegend verändern. Die Marktkapitalisierung der derzeit börsennotierten Satelliten- und Raumfahrtunternehmen liegt bei etwa 200 bis 300 Milliarden US-Dollar, was SpaceX mit seiner Bewertung von 1,5 bis 1,7 Billionen US-Dollar auf das Fünffache dieser Branche heben würde.
"Sobald SpaceX in große Indizes wie den Nasdaq aufgenommen wird, kaufen Indexfonds automatisch – ohne Rücksicht auf Bewertungsmodelle oder Wachstumsstory", erklärte Wickstrand Iversen. Diese strukturelle Nachfrage könnte die Bewertung der gesamten Branche anheben und bestehende börsennotierte Unternehmen wie Satellitenfirmen begünstigen.
Parallel dazu treibt Musk das Projekt TeraFab in Austin, Texas, voran, eine Chipfabrik für 25 bis 30 Milliarden US-Dollar, die alle sechs Stufen der Halbleiterproduktion unter einem Dach vereinen soll. "Das Ziel: ein Terawatt an Rechenleistung, rund 50 Mal das, was heute global verfügbar ist", sagte Wickstrand Iversen.
Musk strebe an, eine vertikale Integration zu schaffen, die Unternehmen wie TSMC, Nvidia und Intel herausfordern könnte. Das Projekt konzentriert sich auf zwei Chiptypen: den Dojo-Chip für das Training großer KI-Modelle und die AI-4/AI-5-Chips für Tesla-Fahrzeuge und humanoide Roboter.
Wickstrand Iversen warnte jedoch:
Was hier beschrieben wird, hat noch kein Unternehmen in dieser Form realisiert. Die Wahrscheinlichkeit, auf Probleme und Verzögerungen zu stoßen, ist eher hoch als gering. TeraFab ist eine hochriskante Wachstumswette.
Für Anleger, die nicht direkt in SpaceX oder Tesla investieren, empfiehlt er, auch Palantir im Blick zu behalten. Das Unternehmen hat Software entwickelt, um Unternehmensdaten zu reorganisieren und Standardlösungen überflüssig zu machen. Durch Strategie könnte Palantir strukturell von der gleichen Entwicklung profitieren, die TeraFab auf der Hardware-Seite vorantreibt.
Das TeraFab-Projekt könnte auch die Disruption im Chip-Markt vorantreiben. Wickstrand Iversen erklärte:
Intel, TSMC und Nvidia tragen heute ein Wettbewerbsrisiko, das im Beta-Modell der meisten Portfoliomanager noch nicht eingepreist ist.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion

