Aurora & Co. vor Höllenritt 

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    Tilray schon durch, aber Berichtssaison könnte Cannabis-Aktien beben lassen

    Die Quartalsberichtssaison läuft an. Noch plätschert sie vergleichsweise gemächlich dahin. Zunächst stehen die US-Banken im Fokus. Doch in wenigen Tagen wird es auch im Cannabis-Sektor spannend. 

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    Aurora, Canopy & Co. vor Höllenritt

    Im Schatten des Handelsgeschehens bei Gold, Silber, Brent Öl  und den Aktienindizes rollt etwas Gewaltiges auf den Cannabis-Sektor zu. Die Quartalsberichtssaison kündigt sich an und wirft bereits ihre Schatten voraus. Für die Cannabis-Unternehmen ist es die Chance, Kaufinteresse zu wecken und verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Wie schwierig es ist, dieses Vertrauen zurückzugewinnen, zeigte sich erst kürzlich, als Tilray die Finanzergebnisse für das abgelaufene Quartal präsentierte.    

    Trotz einiger positiver Aspekte, wie nicht zuletzt der Umsatzentwicklung, gab es dann doch das eine oder andere an den Q3-Daten von Tilray zu bemängeln. So betrug die Bruttomarge im aktuellen Berichtszeitraum 27 Prozent gegenüber 28 Prozent im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Reaktion auf die Tilray-Zahlen fiel entsprechend zurückhaltend aus. Während Tilray-Aktionäre bereits wissen, wie sich das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsquartal geschlagen hat, stochern die Aktionäre anderer Cannabis-Unternehmen noch im Nebel.

    Ab Ende April beginnt die heiße Phase der Berichtssaison im Cannabis-Sektor. Vor allem in der ersten Mai-Hälfte werden zahlreichen Quartalszahlen veröffentlicht.   

    Rescheduling-Prozess läuft und läuft und läuft

    Eine starke Quartalsberichtssaison von Green Thumb Industries, Trulieve Cannabis, Curaleaf Holdings etc. wäre eminent wichtig, um die „Wartezeit“ bezüglich des laufenden Rescheduling-Prozess zu überbrücken. Trumps im Dezember 2025 unterzeichnete Executive Order hat die Mühlen der Drug Enforcement Administration oder kurz DEA zwar wieder in Gang gesetzt, doch die Mühlen der DEA mahlen bekanntlich langsam. 

    Fazit – Die Berichtssaison könnte Cannabis-Aktien beben lassen

    Die anstehenden Quartalsberichte sind von großer Bedeutung. Es braucht neue Impulse, um den Sektor aus seiner Lethargie zu reißen. Bis zur Entscheidung der DEA wird noch eine gewisse Zeit vergehen. Die Marktakteure werden bei den Quartalsberichten nicht unbedingt den Fokus nur auf das Umsatzwachstum richten. Wichtige Kennzahlen wie das bereinigte EBITDA und vor allem Angaben zum cashflow sind ebenfalls von großer Bedeutung, womöglich sogar bedeutender. Enttäuschungen könnten heftige Kursverluste initiieren.

    Im Vorfeld der Quartalsberichte befindet sich ein Großteil der Cannabis-Unternehmen in einer von Zurückhaltung geprägten Phase. Der obere Chart von Curaleaf Holdings steht stellvertretend für den Sektor. Curaleaf Holdings handelt seit geraumer Zeit in einer stark ausgeprägten Handelsspanne. Die Begrenzungen werden von den Kursbereichen um 4 CAD und 2,6 CAD gebildet. Welches Bewegungspotenzial in der Aktie steckt, zeigte sich nicht zuletzt im Dezember 2025, als die Aktie kurz vor Trumps Unterzeichnung der Executive Order in Richtung 7 CAD ausbrach. Ob das die Blaupause für den nächsten Ausbruch ist, bleibt allerdings abzuwarten.  

    Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte 


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    Verfasst vonRedakteurMarcel Torney
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