Kino gegen Streaming

    3737 Aufrufe 3737 0 Kommentare 0 Kommentare

    110-Milliarden-Deal unter Beschuss: Hollywood-Fusion spaltet die Branche

    Der Deal zwischen Paramount und Warner Bros stößt auf Widerstand aus der Kinobranche – während Netflix nach gescheiterter Offerte neue Strategien sucht.

    Für Sie zusammengefasst
    Kino gegen Streaming - 110-Milliarden-Deal unter Beschuss: Hollywood-Fusion spaltet die Branche

    Die geplante Übernahme von Warner Bros Discovery durch Paramount Skydance mit einem Volumen von rund 110 Milliarden US-Dollar sorgt laut Reuters für heftige Kritik aus der Film- und Kinobranche. Auf der CinemaCon in Las Vegas warnte Michael O'Leary, Präsident und CEO von Cinema United, vor negativen Folgen für die gesamte Branche. Er sagte: "Wir sind der Ansicht, dass diese Transaktion sich nachteilig auf die Kinobranche, die Verbraucher und das gesamte Unterhaltungsökosystem auswirken wird."

    Kinobetreiber befürchten insbesondere weniger Kinostarts und eine stärkere Kontrolle über sogenannte Veröffentlichungsfenster, also die Zeiträume, in denen Filme exklusiv im Kino laufen.

    Anzeige 
    Handeln Sie Ihre Einschätzung zu Netflix Inc!
    Short
    95,00€
    Basispreis
    0,53
    Ask
    × 14,50
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Long
    83,51€
    Basispreis
    0,54
    Ask
    × 14,23
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Präsentiert von
    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet. Eine vorgeschriebene allgemeine Mitteilung gemäß BaFin-Beschluss.
    Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

    Sorge vor sinkender Filmvielfalt im Kino

    Die geplante Fusion würde zwei der größten Hollywood-Studios vereinen. Warner Bros steht hinter Franchises wie "Harry Potter" und "Superman", während Paramount Pictures unter anderem "Mission: Impossible", "Star Trek" und "Top Gun" produziert.

    Branchenvertreter verweisen auf frühere Übernahmen, etwa die Integration von Fox in den Walt-Disney-Konzern, nach der die Zahl der Kinoveröffentlichungen deutlich zurückging. O'Leary warnte erneut, dass Konsolidierung historisch gesehen zu weniger Filmen für die große Leinwand führe.

    Hollywood erhöht politischen Druck

    Mehr als 1.000 Schauspieler, Regisseure und Branchenprofis, darunter Jane Fonda, Joaquin Phoenix und Mark Ruffalo, unterzeichneten einen offenen Brief gegen den Deal. Sie warnen vor weniger Jobs, geringerer kreativer Vielfalt und steigenden Kosten in der Produktionskette.

    Gleichzeitig verteidigt Paramount die Fusion. Ein Sprecher betonte, das neue Unternehmen werde weiterhin rund 30 Filme pro Jahr für das Kino veröffentlichen und die Studios getrennt betreiben. Dadurch solle die Produktionsleistung sogar steigen und die internationale Reichweite wachsen.

    Netflix verliert Übernahmechance und richtet Fokus neu aus

    Netflix hatte sich ursprünglich ebenfalls um Warner Bros Discovery bemüht, zog sich jedoch aus dem Bieterverfahren zurück. Damit hätte Netflix Zugriff auf große Franchises wie "Game of Thrones" oder "Friends" erhalten können, ohne diese selbst aufbauen zu müssen. Seit dem Scheitern des Deals ist die Aktie um rund 26 Prozent gestiegen.

    Netflix

    -1,38 %
    +1,35 %
    -4,83 %
    +15,91 %
    -26,21 %
    +142,77 %
    +76,98 %
    +852,59 %
    +5.160,60 %
    ISIN:US64110L1061WKN:552484
    Netflix direkt bei SMARTBROKER+ handelnKaufVerkauf

    Nach dem Rückzug muss sich Netflix nun auf eine stärkere Konkurrenz durch die entstehende kombinierte Struktur von Paramount und Warner Bros einstellen. Analysten erwarten, dass das Unternehmen seine Strategie stärker auf Werbung, Live-Inhalte und Sportübertragungen ausrichtet.

    Tatsächlich wächst das Werbegeschäft bereits deutlich. Netflix rechnet mit steigenden Erlösen aus dem werbefinanzierten Modell, das jedoch noch vergleichsweise klein ist. Parallel investiert der Konzern in Live-Formate wie internationale Sportevents und große Musikstreams, um Reichweite und Monetarisierung auszubauen.

    Regulierung und Marktdruck nehmen zu

    Die Fusion wird bereits von Wettbewerbsbehörden in den Vereinigten Staaten und Europa geprüft. Auch die kalifornische Justiz hat eine Untersuchung eingeleitet. Branchenvertreter wie Cinema United kündigten an, den politischen Druck weiter zu erhöhen.

    Damit steht der Deal nicht nur für eine weitere Konsolidierung in Hollywood, sondern auch für einen Machtkampf zwischen klassischen Studios, Streamingplattformen und den Kinos selbst.

    Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

    Keine Lust auf hohe Order- und Depotgebühren? Dann schnell zu SMARTBROKER+ wechseln: Alle nachfolgend vorgestellten Aktien handeln Sie über gettex ab 0 Euro*. 
    *ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen

    Reports
    Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!



    wallstreetONLINE Redaktion
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen

    Melden Sie sich HIER für den Newsletter der wallstreetONLINE Redaktion an - alle Top-Themen der Börsenwoche im Überblick! Verpassen Sie kein wichtiges Anleger-Thema!

    Für Beiträge auf diesem journalistischen Channel ist die Chefredaktion der wallstreetONLINE Redaktion verantwortlich.

    Die Fachjournalisten der wallstreetONLINE Redaktion berichten hier mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Partnerredaktionen exklusiv, fundiert, ausgewogen sowie unabhängig für den Anleger.

    Die Zentralredaktion recherchiert intensiv, um Anlegern der Kategorie Selbstentscheider relevante Informationen für ihre Anlageentscheidungen liefern zu können.

    NEU: Podcast "Börse, Baby!"

    Mehr anzeigen

    NEU: Podcast "Börse, Baby!"


    Verfasst vonRedakteurSaskia Reh
    Kino gegen Streaming 110-Milliarden-Deal unter Beschuss: Hollywood-Fusion spaltet die Branche Der Deal zwischen Paramount und Warner Bros stößt auf Widerstand aus der Kinobranche – während Netflix nach gescheiterter Offerte neue Strategien sucht.

    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero