Ausschüttung mit 10 % CAGR
Keine Krise kann diesem Dividendenwachstums-Monster etwas anhaben!
Prologis, der größte Immobilieninvestitionsfonds (REIT) der Welt, hat allen Krisen zum Trotz ein weiteres, starkes Quartalsergebnis vorgelegt. Rückenwind für die Dividende?
- Starkes Quartal, Umsatz und FFO über Erwartungen
- Dividendenwachstum CAGR rund 10 Prozent attraktiv
- Fokus auf Rechenzentren und Belegung 95,75 Prozent
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Prologis: Der stille, aber überaus erfolgreiche US-Immobilienriese
Der auf Gewerbe- und Industrieimmobilien spezialisierte US-REIT Prologis ist mit einem Börsenwert von 133,4 Milliarden US-Dollar der größte private Immobilieninvestitionsfonds der Welt.
Angesichts des geographisch breit diversifizierten Portfolios sind Immobilien wie Logistikzentren auch hierzulande anzutreffen. Zu den Kunden von Prologis gehört beispielsweise Amazon, das sich nach dem Triple-Net-Lease-Modell in den Hallen des Immobilienkonzerns einmietet.
CAGR über 10 Prozent: Unternehmen liefert konstant hohes Dividendenwachstum
Das Geschäftsmodell ist überaus erfolgreich. Mit einer Gesamtrendite von rund 315 Prozent in 10 Jahren kann die Aktie den US-Gesamtmarktindex S&P 500 um 15 Prozentpunkte schlagen. Hierfür ist neben anhaltendem Kurswachstum vor allem auch ein sehr starkes Dividendenwachstum verantwortlich. Die durchschnittliche jährlich Wachstumsrate (CAGR) lag im vergangenen Jahrzehnt bei 10,0 Prozent, in den zurückliegenden 5 Jahren lag die CAGR sogar bei 11,6 Prozent.
Das macht sich vor allem für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger bezahlt. Wer jetzt einsteigt, erhält eine attraktive Dividendenrendite von 3,1 Prozent. Wer hingegen schon vor 10 Jahren zugeschlagen hat, darf sich über eine Einstiegsrendite von 9,5 Prozent freuen.
Umsatz, Gewinn und FFO zum Teil deutlich über den Erwartungen
Am Donnerstagmittag hat das Unternehmen als erster großer US-Immobilienkonzern seinen Geschäftsbericht vorgelegt und damit die Quartalssaison auch für REITs eröffnet.
Gegenüber dem Vorjahresquartal legten die Erlöse um 7,5 Prozent auf 2,3 Milliarden US-Dollar. Damit konnten die Erwartungen um 180 Millionen US-Dollar übertroffen werden. Der Gewinn pro Aktie kletterte von 0,63 US-Dollar im Vorjahr auf zuletzt 1,05 US-Dollar.
Die für Immobilienwerte wichtigeren Funds from Operations (FFO) landeten mit 1,52 US-Dollar je Anteil um 3 Cent über den Erwartungen. Insgesamt erzielte Prologis einen FFO in Höhe von 1,44 Milliarden US-Dollar. Werden Bereinigungen berücksichtigt, fiel das AFFO mit 1,47 Milliarden US-Dollar sogar noch etwas höher aus. Hier konnte sich der Konzern um satte 35,8 Prozent steigern.
Management hebt FFO-Prognose an und setzt verstärkt auf Rechenzentren
Für das Geschäftsjahr 2026 hat das Management seine Prognose nach dem starken Jahresauftakt angehoben. Pro Aktie wird nun mit einem FFO von 6,07 bis 6,23 US-Dollar gerechnet gegenüber der alten Schätzung von 6,00 bis 6,20 US-Dollar. Unter Berücksichtigung von Bereinigungen soll das AFFO bei bis zu 6,28 US-Dollar je Anteil liegen.
Hierzu setzt das Unternehmen verstärkt auch auf Investitionen in Rechenzentren. CEO Daniel Letter gab in der Pressemitteilung an, dass sich die Build-to-Suit-Pipeline hier auf gegenwärtig 1,3 Milliarden US-Dollar belaufen würde: "Wir skalieren unsere digitale und Energieinfrastruktur, um unsere nächste Wachstumsphase zu unterstützten."
Dank einer anhaltend hohen Nachfrage nach Logistikzentren, dem Kerngeschäft von Prologis, konnte auch die Prognose für die Belegungsquote angehoben werden. Die soll sich auf bis zu 95,75 Prozent belaufen – ein hervorragender Wert.
Zahlen kommen gut an, Aktie nähert sich 52-Wochen-Hoch
In der US-Vorbörse kam das Zahlenwerk gut an, die legte um rund 1,5 Prozent auf über 142 US-Dollar zu. Damit ist sie auf rund 2 US-Dollar an das bisherige 52-Wochen-Hoch herangerückt. Sollte dieses zeitnah erklommen werden, dürfte Prologis mittelfristig zurück auf dem Weg zu 160 bis 170 US-Dollar sein, wo die Allzeithochs aus dem Jahr 2022 liegen.
Mit der jüngsten Rückeroberung der 50-Tage-Linie nach der durch den Iran-Krieg hervorgerufenen Korrektur – vor allem die stark gestiegenen Anleiherenditen stellten zeitweise eine Belastung für die Anteile dar – ist der Aktie jedenfalls ein erstes Kaufsignal gelungen.
Fazit: Bewertung geht in Ordnung, Dividende dürfte weiter wachsen
Mit Blick auf die Bewertung bedeutet die angehobene FFO-Prognose bei einem Kurs von 142 US-Dollar ein Kurs-FFO-Verhältnis von 22,8 bis 23,4. Das ist für einen REIT zugegeben alles andere als günstig – branchenüblich sind Werte zwischen 12 und 15. Allerdings hat der Markt die hohe Qualität und Konstanz des Unternehmens schon immer mit einem deutlichen Aufschlag belohnt: Zeitweise lag das Kurs-FFO-Verhältnis sogar über 30.
Was die Dividende betrifft, dürfte diese vom erneut starken Abschneiden des Unternehmens profitieren. Gegenwärtig liegen die Ausschüttungen bei insgesamt 4,28 US-Dollar je Aktie, das entspricht einem Deckungsgrad von 68,7 Prozent, was unter dem Wert von 70,6 Prozent aus den vergangenen 12 Monaten liegt.
Damit dürfen sich Anlegerinnen und Anleger auf fortgesetztes Dividendenwachstum einstellen, sofern das Geschäftsjahr so erfolgreich verläuft, wie es angefangen hat und in Aussicht gestellt wurde.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion
Die Prologis Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,39 % und einem Kurs von 120,1EUR auf Tradegate (16. April 2026, 14:11 Uhr) gehandelt.

