EU verlangt mehr Transparenz
Datenkrise bei Alphabet: EU zwingt Google zur Offenlegung sensibler Daten
Die EU zwingt Google zur Datenfreigabe, um den Wettbewerb zu stärken – die Datenschutzbedenken wachsen.
- EU zwingt Google zur Offenlegung von Suchdaten
- Google kündigt rechtliche Abwehr wegen Datenschutz an
- EU will mit DMA Wettbewerb im Such- und KI-Markt stärken
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Die Europäische Union erklärte, sie habe Alphabets Tochter Google Leitlinien zur Verfügung gestellt, wie der Technologiekonzern seine Suchdaten für Dritte öffnen könne, um ihn mit den digitalen Kartellvorschriften der EU in Einklang zu bringen, berichtet Dow Jones. Die EU-Wettbewerbsbehörde leitete im Januar ein Verfahren gegen die Suchmaschine ein, um das Unternehmen anzuweisen, die Bestimmungen des EU-Gesetzes über digitale Märkte einzuhalten.
Die EU teilte am Donnerstag mit, dass sie dem Unternehmen vorläufige Ergebnisse übermittelt habe, die anderen Suchmaschinen Zugang zu Daten wie Ranking und Suchanfragen ermöglichen sollen. Die Kommission teilte mit: "Ziel der Maßnahmen ist es, Drittanbietern von Online-Suchmaschinen, den sogenannten ‚Datennutzern‘, zu ermöglichen, ihre Suchdienste zu optimieren und die Position von Google Search anzugreifen."
Google erklärte daraufhin, der Vorschlag der Kommission würde das Unternehmen zwingen, Daten aus sensiblen Suchanfragen an Dritte weiterzugeben. Clare Kelly, die leitende Wettbewerbsanwältin des Unternehmens, sagte dazu: "Wir werden uns auch weiterhin energisch gegen diesen Kompetenzüberschuss wehren, der weit über das ursprüngliche Mandat der DMA hinausgeht und die Privatsphäre und Sicherheit der Menschen gefährdet."
Die EU arbeitet also aktiv daran, Google anhand des Digital Markets Act zu verpflichten, mehr Daten, insbesondere Such‑ und Ranking‑Informationen, mit Drittanbietern zu teilen. Dies soll passieren, um den Wettbewerb im Suchmaschinen‑ und KI‑Markt zu stärken. Google lehnt dies bislang ab und argumentiert mit Datenschutz‑ und Sicherheitsrisiken – ein Konflikt, der die EU‑Tech‑Regulierung weiter verschärft.
Die Aktie von Alphabet ist am Donnerstag (13:40 Uhr, MESZ) auf Tradegate 0,07 Prozent im Minus. Ein Anteilschein kostet 285,30 Euro.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
Die Alphabet Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,23 % und einem Kurs von 285,3EUR auf Tradegate (16. April 2026, 13:45 Uhr) gehandelt.
