Von Hype zu Hass?

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    KI verliert Rückhalt: Warum selbst Big Tech unter Druck gerät

    In den USA wächst die Skepsis gegenüber künstlicher Intelligenz. Gewalt und Politik belasten, Investitionspläne geraten unter Druck, wie CNBC berichtet.

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    Von Hype zu Hass? - KI verliert Rückhalt: Warum selbst Big Tech unter Druck gerät

    Die Stimmung rund um künstliche Intelligenz kippt in den Vereinigten Staaten spürbar. Laut CNBC verschiebt sich die Debatte von Tech-Kreisen in die breite Öffentlichkeit. Für große Technologiekonzerne könnte das weitreichende Folgen haben.

    Ein besonders drastisches Signal war ein Angriff auf den OpenAI-CEO Sam Altman in San Francisco. Ein 20-jähriger Mann aus Texas soll einen brennenden Molotowcocktail in Richtung seines Grundstücks geworfen haben. Die Staatsanwaltschaft von San Francisco erklärte, die Tat sei von Hass auf KI-Technologie motiviert gewesen. Dem Verdächtigen werden unter anderem versuchter Mord und Drohungen gegen den Hauptsitz von OpenAI vorgeworfen.

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    Altman reagierte auf den Vorfall und sprach davon, dass derzeit "große Besorgnis hinsichtlich der KI" herrsche. Er forderte eine Abkühlung der Rhetorik und betonte zugleich die Chancen der Technologie: "Ich kann die ablehnende Haltung gegenüber der Technologie nachvollziehen, und natürlich ist Technologie nicht immer für jeden von Vorteil." Gleichzeitig sei er überzeugt, dass technischer Fortschritt "die Zukunft unglaublich schön machen kann".

    Wachsende Skepsis in der Bevölkerung

    Die politische und gesellschaftliche Debatte spitzt sich zu. Umfragen zeigen laut CNBC eine deutliche Skepsis gegenüber KI. Eine Umfrage von NBC News im März ergab, dass 57 Prozent der registrierten Wähler die Risiken von KI höher einschätzen als die Vorteile. Eine Quinnipiac-Umfrage kam zu dem Ergebnis, dass 55 Prozent glauben, KI werde mehr Schaden als Nutzen im Alltag bringen. Auch eine Pew-Studie zeigt, dass die Mehrheit der Amerikaner eher besorgt als begeistert ist.

    Damit wird KI zunehmend zu einem politischen Thema, das auch Wahlkämpfe beeinflussen könnte.

     

    Milliarden für Infrastruktur – und wachsender Widerstand

    Parallel dazu planen Amazon, Google, Microsoft und Meta massive Investitionen in Rechenzentren. Insgesamt geht es laut CNBC um rund 700 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr. Diese Infrastruktur gilt als Grundlage für die nächste Generation von KI-Modellen.

    Doch der Ausbau stößt auf Widerstand. Eine Analyse von Data Center Watch zeigt, dass 2025 Projekte im Wert von 156 Milliarden US-Dollar durch Proteste oder Klagen blockiert oder verzögert wurden. In Maine wurde sogar ein landesweites Verbot für bestimmte Rechenzentren beschlossen. In Teilen der USA führen lokale Konflikte bereits zu politischem Druck auf Kommunen.

    Risiko für Börsengänge und Bewertungen

    Die Stimmung könnte auch die Kapitalmärkte treffen. Besonders OpenAI steht im Fokus. Die Bewertung des Unternehmens hängt stark vom Ausbau der Rechenzentren ab, die als strategischer Vorteil gelten.

    OpenAI-Finanzchefin Sarah Friar sagte laut CNBC mit Blick auf SpaceX: "Jeder möchte Anteile an einem Raketenunternehmen besitzen." Sie hoffe, dass Investoren ähnlich denken, wenn es um ChatGPT gehe: "Ich hoffe, jeder möchte einen Anteil an ChatGPT haben. Das ist von Vorteil, wenn man eine Verbrauchermarke ist."

    Damit wird deutlich: Die Euphorie rund um KI trifft zunehmend auf politische, gesellschaftliche und infrastrukturelle Grenzen – mit möglichen Folgen für kommende Börsengänge im Tech-Sektor.

    Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

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