3-fache Ölproduktion als Ziel
Riesige Öl‑Rückkehr: Repsol steht kurz vor Wiedereinstieg in Venezuela
Repsol steht kurz davor, seine Ölgeschäfte in Venezuela zurückzuerlangen und will die Produktion binnen drei Jahren verdreifachen.
- Repsol will Ölgeschäfte in Venezuela zurückerlangen
- Produktion soll binnen drei Jahren verdreifacht
- Neues Zahlungssystem sichert künftige Einnahmen
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Der spanische Energiekonzern Repsol steht kurz davor, die operative Kontrolle über seine Ölgeschäfte in Venezuela zurückzuerlangen, wie das Handelsblatt am Donnerstag berichtet. Demzufolge sei eine neue Vereinbarung mit der Regierung in Caracas die Grundlage. Diese Vereinbarung sehe nicht nur eine Ausweitung der Produktion vor, sondern soll auch ein zentrales Problem der Vergangenheit lösen: die unsichere Bezahlung.
Insgesamt plant Repsol, die Produktion innerhalb von drei Jahren zu verdreifachen. Dies soll durch ein neu eingeführtes Zahlungssystem, das Einnahmen aus künftiger Förderung absichert, möglich werden. Damit reagiert das Unternehmen auf jahrelange Zahlungsausfälle. Venezuela hatte Rechnungen in Milliardenhöhe offen gelassen. Zwar ist eine Rückzahlung dieser Altschulden nicht Teil der neuen Vereinbarung. Jedoch ist für den Konzern die Verlässlichkeit zukünftiger Einnahmen entscheidend.
Die USA streben nach dem Machtwechsel in Caracas eine Wiederbelebung der venezolanischen Ölindustrie an. Erste Sanktionen wurden bereits gelockert, internationale Konzerne zur Rückkehr ermutigt. Ziel ist es, zusätzliche Förderkapazitäten zu erschließen und damit auch den globalen Ölmarkt zu stabilisieren, der zuletzt durch geopolitische Spannungen unter Druck geraten ist.
Venezuela verfügt über die größten bekannten Ölreserven weltweit, doch Misswirtschaft, Korruption und Sanktionen hatten die Produktion drastisch einbrechen lassen. Reformen der neuen Führung – darunter geringere staatliche Eingriffe und steuerliche Entlastungen – sollen das Investitionsklima verbessern und internationale Partner zurückholen.
Die Aktie von Repsol ist am Donnerstag (15:00 Uhr, MESZ) auf Tradegate 1,91 Prozent im Plus. Ein Anteilschein kostet 20,77 Euro.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion

