iPhone-Verkäufe mit +20%
Während alle straucheln, legt Apple zu – was in China jetzt passiert
Apple glänzt in China mit starkem Wachstum bei seinen iPhone-Verkäufen. Was steckt hinter diesem Erfolg?
- Apple steigert iPhone-Lieferungen in China stark
- Gute Preis-Leistung und drei Jahre Nutzungsdauer
- Xiaomi minus 35 Prozent Huawei wächst moderat
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Apples iPhone-Lieferungen in China stiegen im ersten Quartal um 20 Prozent und verzeichneten damit das stärkste Wachstum unter den großen Anbietern, trotz eines allgemeinen Rückgangs aufgrund steigender Preise für Speicherchips, wie Daten von Counterpoint Research zeigen und wie Reuters berichtet. Die Smartphone-Lieferungen sanken im weltweit größten Smartphone-Markt im Zeitraum von Januar bis März insgesamt um 4 Prozent. Dies ist auf Unterbrechungen der Lieferkette und die stark gestiegenen Chippreise zurückzuführen.
Warum Apple diesem Trend trotz, erklärt Ivan Lam, leitender Analyst bei Counterpoint Research: "Während die meisten Konkurrenten die Preise erhöhen, sticht Apple durch sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hervor, da die chinesischen Verbraucher wissen, dass die Produkte mindestens drei Jahre halten." Smartphone-Hersteller in China haben die Preise für günstige Handys erhöht, um ihre Gewinnmargen im Kampf gegen die gestiegenen Speicherchip-Kosten zu schützen.
Auch Huawei konnte ein Wachstum vermelden. Dieses fiel mit 2 Prozent jedoch deutlich geringer aus. Laut Lam profitierte Huawei von der starken Nachfrage sowohl im High-End- als auch im Budgetsegment, einschließlich der Enjoy 90-Serie, was dem Unternehmen im Quartal einen Marktanteil von 20 Prozent bescherte. Rückläufige Zahlen hat dagegen Xiaomi zu verzeichnen. Mit einem Einbruch der Auslieferungen um 35 Prozent rutschte es auf den sechsten Platz ab.
Lam führt den starken Rückgang dabei auf einen hohen Vergleichseffekt zurück. Im Vorjahreszeitraum hat Xiaomi von aggressiven Preissenkungen und staatlichen Subventionen profitiert. Auch die Lieferungen von Oppo und Honor gingen um 5 Prozent beziehungsweise um 3 Prozent zurück. Vivo verzeichnete dank starker Verkäufe während der Feiertage einen Anstieg von 2 Prozent. Lam rechnete im zweiten Quartal mit weiteren Schwierigkeiten für den Markt, insbesondere da chinesische Marken die Preise weiter anheben wollten.
Er sagte: "Wir gehen jedoch davon aus, dass Apple und Huawei vergleichsweise besser abschneiden werden, wobei Huawei möglicherweise ein weiteres Wachstum der Auslieferungen verzeichnen kann, das auf einer soliden Nachfrage nach seinen günstigeren Geräten beruht."
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
