Community-Rückblick
wO-User zu GXI: "Jetzt hat man ein paar Monate Zeit gewonnen, aber mehr nicht!"
Die Gerresheimer AG bleibt im Fokus: Nach Bilanzsorgen bringen Kreditgeber-Zugeständnisse und Centor-Verkauf Hoffnung. Doch die abgelehnte Übernahme durch Silgan Holdings sorgt für neue Unsicherheit.
Nach den heftigen Kursturbulenzen der vergangenen Wochen bleibt die Aktie der Gerresheimer AG auch Mitte April die meistdiskutierte Einzelaktie auf wallstreetONLINE. Der Düsseldorfer Hersteller von Primärverpackungen für die Pharmaindustrie steht weiterhin im Fokus, nachdem Bilanzunsicherheiten und die Prüfung des Konzernabschlusses für erhebliche Verunsicherung gesorgt hatten.
Für zwischenzeitliche Erleichterung sorgte zuletzt die Einigung mit den Kreditgebern: Diese stimmten einer Fristverlängerung für den Jahresabschluss zu und setzten zentrale Verschuldungskennzahlen vorübergehend aus. Zudem wurde der Verkaufsprozess der US-Tochter Centor gestartet, was die Bilanz stärken soll – die Aktie reagierte darauf mit deutlichen Kursgewinnen (wallstreetONLINE berichtete). Kurz darauf folgte jedoch der nächste Dämpfer: Ein Übernahmeangebot des US-Verpackungsherstellers Silgan Holdings wurde abgelehnt.
Entsprechend gespalten zeigt sich die Anlegerstimmung: Während einige auf eine Stabilisierung hoffen, verweisen andere weiterhin auf die ungelösten Bilanzfragen. Die Diskussion rund um die Aktie bleibt damit intensiv. Entsprechend lebhaft wird auch im Gerresheimer-Forum auf wallstreetONLINE diskutiert. Hier einige Stimmen aus der Community:
Pollenflug: "Adhoc: https://www.eqs-news.com/de/news/ad-hoc/gerresheimer-ag-kred… :-)"
darauf Moneypulation: "Ok, dann können wir auch davon ausgehen, dass die Zahlen wie angekündigt kommen. Ich gehe davon aus, dass die Zahlen 25 mies sind, aber man wohl Licht am Horizont sieht (ob Verkauf Centor oder komplett, oder auch eine positive Entwicklung in 2026) und deswegen die Kreditgeber die Füße still halten. Ich denke, wir sehen zeitnah die 22 €."
Bud_Fo_X: "Zumindest ist jetzt Insolvenz oder Starug vom Tisch. Endlich mal positive Nachrichten. Dass ich das noch erleben darf. 35 Mio Rückzahlungen wird man stemmen können. Extrem wichtige Meldung!"
Moneypulation: "Neue News! https://www.eqs-news.com/de/news/corporate/gerresheimer-brei… Zitat: "Der initiierte Verkaufsprozess für die US-Tochter Centor Inc. zur Optimierung der Kapital- und
Finanzierungsstruktur ist planmäßig mit einer zweistelligen Anzahl von Interessenten gestartet. Gerresheimer rechnet noch in diesem Jahr mit dem Vollzug der Transaktion. […] Wir freuen uns sehr
über die breite Unterstützung durch unsere Kreditgeber. So können wir die im Rahmen unserer Untersuchungen identifizierten Geschäftsvorgänge weiter transparent aufarbeiten und unseren Jahres- und
Konzernabschluss 2025 finalisieren“, erläutert Wolf Lehmann, CFO der Gerresheimer AG. „Wir haben mit dem Verkauf von Centor zudem eine klare Strategie, wie wir noch in diesem Jahr unsere
Kapitalstruktur signifikant verbessern.“
Konkrete Termine für die Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses 2025, der Quartalsmitteilung zum 1. Quartal 2026 sowie der Hauptversammlung 2026 werden so bald wie möglich bekannt
gegeben.
Die bisherige Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2026 lag im Rahmen der Erwartungen. Die Auftragslage ist solide.“ "
darauf red_hell: "Das ich das noch Erleben darf! Das sind doch mal substanziell gute Nachrichten 💪"
Schwejk76: "Also, was war an dieser Veröffentlichung wirklich neu? Dass die Banken bis Ende September stillhalten, könnte darauf hindeuten, dass das Testat nicht einmal im Juni fertig sein wird. Und dass es im Verkausprozess zweistellig Interessenten gibt, sagt auch nicht viel. Wäre ja schlimm, wenn es anders wäre. Mir scheint es, dass Gerresheimer einfach mal was veröffentlicht hat, damit die lästigen Kleinanleger nicht länger auf linkedin nerven. Prove me wrong."
Shello84: "Was ist an dieser Nachricht neu? Ernsthaft… das Damoklesschwert dass die Gläubiger nicht mitziehen lag wie Blei über allem!"
darauf Bud_fo_X: "Gläubiger halten die Füße still und es gibt über ein dutzend Interessenten für Centor. Was will man mehr? Im übrigen bedeutet das auch falls jemand den ganzen Laden kaufen will (inklusive Centor) muss er sich sputen. Umso öfter man beide Nachrichten liest umso besser. Ich würde sagen, man darf demütig optimistisch sein. Testat wird schon irgendwie bis Juni kommen."
darauf schwejk76: "Kein einziges Problem wurde laut dieser Meldung auch nur ansatzweise gelöst, sondern nur 3 Monate nach hinten verschoben. Vielleicht ist das ja gut. Aber im Wissen über die Vergangenheit löst das bei mir keine Jubelstürme aus."
darauf Investi82: "Wäre dir eine Insolvenzmeldung oder Starug-Verfahren (Enteignung von Aktionären) lieber gewesen? Das waren Szenarien auf die Leerverkäufer gewettet haben. Niemand sagt das alles gut ist. Wir sind erst in der Phase 2. nächster Schritt Phase 3 Testat und danach Phase 4 Centor Verkauf. Wäre die heutige Meldung nicht so gekommenen hättest du die Phasen 3 und 4 nicht mehr erlebt, oder anders ausgedrückt, die Maschinen des im Koma liegenden Partienten wurden heute nicht abgeschaltet. Sondern der Patient hat angefangen ohne Maschinen wieder selbständig atmen zu können und kommt jetzt langsam wieder auf die Beine 😊"
Moneypulation: "Alleine schon die Meldung, dass es mindestens 10 Interessenten für Centor gibt, impliziert ja, dass es auf einen Bieterwettbewerb hinauslaufen könnte. Das kann nur gut sein!"
Professordeluxe: "Ich komme gerade aus dem Weinkeller, musste einen guten Tropfen holen. Klar, Demut bleibt bestehen, aber mir fallen tonnenweise Steine vom Herzen. Die Aktie macht einen fertig und das seit gut einem Jahr. Aber es bleibt mehr denn je dabei: I'm not fucking selling! Wie bildlich oben schon einmal skizziert. Die Meldung heute bringt erst einmal Erleichterung mit sich und auch einiges an Klarheit.
1. Elefant im Raum
StaRUG oder Insolvenz hatten zwar nicht an die Haustür geklopft, aber sie waren zumindest in die Straße eingebogen, in der GXI seinen Hauptsitz hat.
Nach der News heute Abend mit der Fristverlängerung und Unterstützung der Banken und Gläubiger ist dieses Thema nicht nur weit vom Haus weg und auch aus der Straße rausgebogen, nein, auch die Stadt
Düsseldorf hat es verlassen. Diese Nachricht ist sehr hoch einzuschätzen. Das Thema ist nun sehr weit weg, das tut gut zu wissen.
2. Elefant im Raum
Das zweite Thema betrifft die forensische Untersuchung. Hier scheint alles seinen akribischen Weg zu gehen, was Zeit benötigt, aber es gibt keine neuen Grausamkeiten. Auch das ist hoch
einzuschätzen und auch das tut gut. Grant Thornton dürfte allmählich alles durch haben und KPMG übernimmt dann oder arbeitet parallel Dinge ab, an die Grant Thornton einen Haken gesetzt hat. Aber
endlich mal eine ad hoc heute ohne Hiobsbotschaften aus dem Zahlenwerk.
3. Elefant im Raum
Das dritte Thema dreht sich um Centor. Also ich fresse einen Besen, wenn dieser Marktführer aus den USA bei der Anzahl an Interessenten (zweistellig) nicht im Auktionsverfahren für 1 Mrd. Euro oder
mehr den Besitzer wechselt.
Fazit:
In diesem Sinne, heute haben wir uns ein Glas 🍷 verdient, GXI lebt! Dass wir das noch erleben dürfen. Ich denke, GXI wird nun positiv abliefern. Das Wort "signifikant" im Zitat des CFO in
Bezug auf die Verbesserung der Kapitalstruktur gefällt mir besonders gut. Ab morgen oder spätestens übermorgen oder allerspätestens nächste Woche sind wir dann auch wieder demütig
😁"
Warren64: "Um einen Tropfen Wasser in euer Großes Gewächs zu kippen... die Aussage, die Auftragslage sei 'solide' und damit explizit nicht 'gut', gefällt mir nicht besonders, speziell, was die neuen Kapazitäten angeht...Aber Schwamm drüber, heute wird gefeiert 🎉 🥂"
Professordeluxe: "In 2026 sind 2,3-2,4 Mrd. Euro Umsatz bei knapp 18-19% EBITDA-Marge geplant, also ganz grob 440 Mio. Euro EBITDA. Dass die Geschäfte planmäßig laufen,
wurde am Ende der ad hoc noch als Sahnehäubchen mit erwähnt. Von den 440 Mio. Euro EBITDA können wir 70 Mio. Euro EBITDA für Centor abziehen. Verbleiben 370 Mio. Euro. Die Nettofinanzverschuldung
liegt aktuell bei 1.933 Mio. Euro nach Q3. Jetzt vielleicht bei 2.000 Mio. Euro glatt, konservativ gerechnet.
Für Centor dürfte es abzgl. Spesen und Gebühren nach der gestrigen News mindestens 1 Mrd. Euro geben. Also könnten sich die Schulden halbieren.
Jetzt noch Verschuldung durch EBITDA teilen und wir haben einen schönen Leverage: 1.000/370 ergibt Leverage 2,7x. Das wäre top. Da wäre die Ampel auf grün und das meinte Lehmann gestern
vermutlich auch mit seinem Wörtchen "signifikant" in Bezug auf die Verbesserung der Kapitalstruktur.
Dann würde GXI vom Bittsteller und Getriebenen wieder zum aktiv positiv Handelnden."
RealJoker: "Tatasächlich hätten die Gläubiger den Stecker ziehen und den Weg für StaRUG freimachen können. Jetzt hat man ein paar Monate Zeit gewonnen, aber mehr auch nicht."
darauf ma342: "Dem stimme ich nicht zu. Die Gläubiger hätten den Stecker ziehen können und den Weg frei für die Insolvenz machen können, wäre richtig gewesen. StaRUG ist nicht aus dem Raum, aber die Wahrscheinlichkeit ist gering. Entscheidend in dieser Nachricht ist die Anzahl der Interessenten an Centor und die solide Auftragslage und das Q1 im Rahmen der Erwartungen ist. Und das ist durchaus positiv zu Werten und ggf. eine Trendwende."
Locodiablo: "StaRUG war von vorne herein ein unwahrscheinliches Szenario. Gerresheimer ist auch ohne gravierenden Schuldenschnitt restrukturierbar, da schneiden die Gläubiger sich nicht ins eigene Fleisch und halten an ihren Covenants fest. Der Schaden für sie wäre ungleich größer gewesen."
Bud_Fox_X: "Nur weil jetzt endlich eine positive Meldung gekommen ist, sollten wir nicht zu Business as usual zurückkehren. Bei Gerresheimer muss grundlegend
aufgeräumt und ausgeputzt werden. Ich warte auf Details zum Transformationsprogramm. Das muss kurzfristig 100 Mio Euro plus x an Kosteneinsparungen bringen. Bisher gab es dazu nur das
klassische Strategie Beratungs Blabla
Außerdem würde mich mal interessieren was Lehmann und Co für ihr Geld wirklich selbst arbeiten und was an externe ausgelagert wurde. Zahlen am Ende auch wir Aktionäre."
Schwejk76: "Bei aller Freude, dass es dieses Mal keine schlechte ad hoc Nachricht war: gute Nachrichten sehen anders, nämlich handfester aus.
Ja, gut, die Banken halten still. Aber das ist nur ein Aufschub, keine Lösung.
Ja, es gibt viele "Interessenten". Aber das Wort "Interessenten" ist halt sehr vage. "Angebote" hätte mir besser gefallen.
Wie es bilanziell nach einem Centor Verkauf aussieht, entscheidet einzig und allein die Höhe des Verkaufserlöses und dazu gab es keine Info. Die Marktsituation bei Energie hat sich ja nicht
verbessert. Für mich hat Gerresheimer hier ein paar Brocken hingeworfen,damit die lästigen Kleinaktionäre stillhalten. Es ist um Welten besser, als das, was in der Vergangenheit
kommuniziert wurde, aber jubeln werde ich erst, wenn etwas Konkretes am Tisch liegt."
Cyberkunde: "Fakt ist: Die Finanzierung von Gerresheimer (GXI) ist zunächst bis Ende August gesichert. Wenn Testat kommt und es Fortschritte beim Centor-Verkauf gibt, wird
es keine Probleme in den kommenden Jahren geben. Genau das war einer der zentralen Unsicherheitsfaktoren, der den Kurs zuletzt stark belastet hat. Diese Hürde ist jetzt genommen – und damit die
Grundlage geschaffen, die nächsten Schritte im Turnaround anzugehen.
Wichtiger Punkt zur Einordnung: Die Gläubiger/Banken hätten einer solchen Zwischenfinanzierung nicht zugestimmt, wenn keine belastbare Fortführungsprognose vorläge. Das spricht dafür, dass intern
überzeugende Argumente für die operative Stabilität und mittelfristige Perspektive geliefert wurden.
Das lese und interpretiere ich aus der gestrigen Ad-hoc:
• Operatives Geschäft stabil
• Das Management bestätigt, dass 2026 aktuell im Rahmen der Erwartungen läuft und die Auftragslage solide ist. Das ist entscheidend – denn hier liegt die eigentliche Zukunft von
GXI
• Die Veröffentlichung der testierten Geschäftsberichte ist weiterhin für Juni geplant. Der Markt kennt die wesentlichen Eckdaten bereits. Entscheidend ist hier vor allem, ob es
noch unerwartete, cash-relevante Effekte gibt. Meinen Meinung nach wird es sich hierbei aber nur um zweistellige Millionenbeträge handeln. Ob Abschreibungen z. B. bei 200 Mio. oder 250 Mio. liegen,
ist bilanziell relevant, aber nicht liquiditätswirksam – und damit für die Equity Story aktuell zweitrangig.
• Der geplante Verkauf der Centor-Sparte stößt laut Management auf reges Interesse. Aussage des CFO: Die Transaktion soll die Finanzstruktur „signifikant“ verbessern. Das
impliziert: attraktiver Verkaufspreis wahrscheinlich -> deutliche Reduktion des Leverage -> Verbesserung von Covenants und finanzieller Flexibilität. Gleichzeitig ist das rege Interesse ein
klares Signal, dass das zugrundeliegende Geschäft von GXI strategisch attraktiv ist.
Für potenzielle Interessenten an einer Gesamtübernahme wie Silgan Holdings ergibt sich jetzt in durchaus interessante Zeitfenster. Genau in so einer Phase entstehen oft Gespräche „hinter den
Kulissen“, da die Bewertungsbasis transparenter wird. Ob daraus tatsächlich etwas Konkretes entsteht, bleibt offen – aber der Zeitpunkt ist strategisch günstig.
Fazit: Mit der gesicherten Finanzierung, stabiler operativer Entwicklung und der Aussicht auf einen wertsteigernden Asset-Verkauf sind die zentralen Voraussetzungen für einen Turnaround gelegt.
Wenn der Gesamtmarkt halbwegs mitspielt, spricht vieles dafür, dass die Tiefs gesehen wurden. Die Story dreht gerade von „Unsicherheit“ zu „Option auf Turnaround“. Jetzt beginnt die Phase, in der
Vertrauen Schritt für Schritt zurückkommen muss.
Für eine belastbare Neubewertung braucht es nun neben den Testen aber weitere harte Fakten, u. a.:
• konkreter Verkaufspreis Centor
• Effekte aus der Restrukturierung
• und damit dann auch eine konkretisierte Guidance / Visibilität für FY2026ff
• Perspektive für den MG-Verkauf, wenn er denn noch kommt."
Rabajatis: "Also ich nehme mit: Wir müssen jetzt keine Zahlungsunfähigkeit anmelden, da die uns finanzierenden Banken und Schuldscheingeber unsere Verfehlungen akzeptieren
und uns bis Ende Q3 Zeit geben den 2025er Geschäftsbericht zu veröffentlichen. Dito geben sie uns bis Ende Q3 Zeit, Cash durch einen teilweisen Verkauf unseres besten Assets Centor aufzutreiben.
Wir streben weiter eine Berichterstattung im Juni 2026 an. Ob uns der Verkauf von Centor bis zum Ende Q3 2026 gelingt, ist nicht sicher. Wir hoffen auf einen Verkauf im Laufe des Jahres 2026.
Alles in allem denke ich keine Veränderung der angenommenen bekannten Sachlage durch die Meldung. Das Chancen-Risiko-Verhältnis stimmt m.E. weiter nicht. Beruhigt investieren kann man hier auf
dieser Basis nicht."
Deepvalue: "Die gestrige Adhoc war sicherlich sehr positiv. Starug dürfte erst mal vom Tisch sein.
Allerdings sollte man nicht zu hohe Erwartungen an einen sehr hohen Veräußerungserlös bei Centor haben. Die Firma wurde 2015 zum 9,8 fachem des EBITDA der letzten 12 Monate gekauft ohne das m.E.
ein besonderer Verkaufsdruck (wie aktuell bei GXI) vorhanden war. Überträgt man dieses Multiple auf deine EBITDA Schätzung von 70 Mio. Euro, so ergibt sich ein Veräußerungserlös von ca. 700 Mio.
Euro vor Abzug von Gebühren etc. (m.E. lag das EBITDA etwas höher, aber dann geht das Rest EBITDA entsprechend herunter). Es würde also eine Nettofinanzverschuldung von ca. 1,3 Mrd. Euro
ensprechend dem 3,5 fachem des EBITDAs ergeben. Not great aber ausreichend."
Professordeluxe: "Die Shortquote ist seit Mitte März nun von 16,59 auf 11,29% runter gegangen. Quelle bundesanzeiger.de, also nur Positionen oberhalb 0,5%. Das ist fast um 1/3 weniger und da ist der heutige Tag noch nicht berücksichtigt, morgen wird sicher bekannt gegeben, dass heute auch etliche Leerverkäufer den Weg Richtung Ausgang gewählt haben. Die Richtung stimmt. Die Shorties lassen den Fisch vom Haken. Haben ihn auch lange genug an der Angel gehabt."
darauf Moneypulation: "Was aber auch beweist, dass es keinen Short-Squeeze geben wird. Die Shorts können ohne Eile zum Ausgang gehen. Die meisten dürften ihr Geld gemacht haben, fair enough, so ist Börse. Aber einen Squeeze sehen wir nicht mehr. Dafür war der Kurs aber auch die ganze Zeit viel zu hoch. Für das, dass es hier um die Existenz ging, war noch sehr viel Fleisch am Knochen. Wenn wir in 4 Wochen bei 40 stünden (was ich nicht glaube), haben die ganz entspannt ausgecheckt. Auch wenn dir das nicht gefällt. Etwas anderes wäre es, wenn sich hier ein Ankeraktionär still und leise positioniert hätte und wir schlagartig ein Übernahmeangebot gesehen hätten. Dann wäre hier die Kuh geflogen."
Zum abgelehnten Übernahmeangebot von Silgan:
Investi82: "Reuters meldet also, dass Gerresheimer ein Übernahmeangebot von Silgan abgelehnt hat und aktuell keine Gespräche laufen. Klingt im ersten Moment natürlich wie
ein Dämpfer für alle, die hier auf die schnelle 40+ gehofft haben. Wenn man aber einmal kurz drüber nachdenkt, ist das gar nicht so überraschend. Wer verkauft denn bitte sein Unternehmen,
während noch ein Bilanzthema im Raum steht, die Banken verhandelt werden und parallel ein Verkaufsprozess für Centor läuft? Da würdest du dich ja selbst unter Wert auf den Tisch legen.
Für mich heißt das eher, dass das Management erstmal die eigenen Baustellen sauber abarbeiten will. Testat, Banken, Centor, das sind die Themen, die jetzt im Fokus stehen. Wenn das alles geklärt
ist, sitzt du automatisch in einer ganz anderen Verhandlungsposition.
Wenn wirklich ein indikatives Angebot um die 41 Euro im Raum stand und das abgelehnt wurde, dann sagt das mehr über die eigene Bewertung des Unternehmens aus als über fehlendes Interesse. Dass
jetzt erstmal keine Gespräche laufen, heißt ja nicht, dass das Thema grundsätzlich vom Tisch ist. Das heißt nur, dass der Zeitpunkt gerade nicht passt.
Für den Kurs wird das kurzfristig wahrscheinlich erstmal die Fantasie rausnehmen, die da zuletzt aufgebaut wurde. Aber die eigentliche Story hat sich dadurch nicht verändert. Jetzt geht es wieder um das, worum es die ganze Zeit gehen sollte: Vertrauen zurückholen, Themen sauber lösen und dann schauen, wo die Reise hingeht."
Emil_Zappa: "Hinter der Silgan-Ablehnung könnte auch Röhrig (AOC) stecken, der im AR sitzt. AOC hatte seine Anteile teurer als 41 Euro pro Aktie (= Silgan-Angebot) gekauft und würde bei Annahme des Silgan-Angebots einen Verlust machen. Außerdem würde Röhrig wohl seinen AR-Posten verlieren. Dass der Kurs auf die Ablehnung hin (bislang) nur kurz gesunken ist, werte ich als bullilsh."
Ma342: "Das könnte darauf hindeuten, dass man felsenfest davon überzeugt ist, mehr zu bekommen sobald das Testat da ist und der Verkauf von Centor durch ist."
Cyberkunde: "Sehr interessant – es gab also konkrete Gespräche zwischen SILGAN und GXI. Offensichtlich ist man überzeugt, dass die Annahme des Angebots nicht im Interesse
der Aktionäre wäre. Klar, das hatten wir schon einmal bei 70 € und 90 €. Der Unterschied diesmal: Die Ausgangslage ist eine andere. Mit neuem CEO und CFO, AOC im Aufsichtsrat und einer klaren
„Aufräumphase“ im Unternehmen verändert sich die Perspektive deutlich.
Hinzu kommt: Man scheint überzeugt, mit der aktuellen Strategie eigenständig mehr Wert zu schaffen – vermutlich auch, weil intern klar ist, welchen Preis man für CENTOR erzielen kann.
Und seien wir ehrlich: Sobald die Testate vorliegen, die Prognose bestätigt wird und der CENTOR-Verkauf fixiert ist, dürfte sich der Kurs spürbar erholen – perspektivisch in Richtung 30 €+. Vor
diesem Hintergrund erscheint ein Gesamtpreis von 41 € von SILGAN schlicht zu niedrig.
Und BTW: Wer sagt, dass SILGAN nicht nochmal nachlegt? ;-)"
Investi82: "Ich sehe die Nachricht gar nicht als schlecht an eher positiv. Zeigt, wir sind überzeugt das wir die Bude nicht verramschen. Wie du richtig sagst neue Lage. Vor ein paar Tagen noch Szenario Totalverlust, da wäre 41 ein goldener Handschlag gewesen. Jetzt bei der Überzeugung alle 3 Elefanten abzuräumen, ist das Angebot deutlich zu gering. Auch wenn es nur schwerfällt, vertrauen wir mal auf Lehmann und Röhrhoff, das die davon ausgehen das alles fein wird. 🙈"
Professordeluxe: "Ladies & Gentlemen, das Pokerspiel um GXI hat begonnen. Weitere Akteure werden sich in Stellung bringen. Da das Testat und der Centor-Verkauf nun
bald vor der Tür stehen, weiß jeder Interessent, was die Stunde geschlagen hat. Dieses Zeitfenster schließt sich bald und die Chance auf eine günstige Übernahme von Gesamt-GXI zu diesen Preisen
(vermutlich um die 50 Euro) wird es in 2-3 Jahren bestimmt nicht mehr geben.😎 Am Ende entscheiden die Aktionäre....wenn Silgan nachbessert und 50 bietet und das öffentlich macht, müssen wir
gefragt werden...
Letztendlich ist das, wie immer an der Börse, eine Frage des Preises. Es geht um die Kohle. Wenn der Preis stimmt, machen die Großesktionäre Druck, damit der Vorstand das Angebot seinen Aktionären
empfiehlt. Wenn der Vorstand sich quer stellt, werden die Großaktionäre den Aufsichtsrat entsprechend auf der HV neu besetzen und der Aufsichtsrat ernennt die Vorstände oder entlässt sie. Das
Zeitfenster ist günstig. Juli HV."
Magictrader: "Bin extrem irritiert, das Angebot hätte ich persönlich sofort angenommen, es ist sehr mutig oder naiv (?) vom Vorstand, es abzulehnen. Anders ausgedrückt: Entweder ist Gerresheimer momentan dramatisch unterbewertet oder der Vorstand ist lebensmüde bis geistig verwirrt, alles höflich gemeint."
Wir hoffen, dass Ihnen dieser kurze Überblick über die Meinungen der wO-Community zur aktuellen Lage bei der Gerresheimer AG gefallen hat oder vielleicht sogar hilfreich für Ihre Anlagestrategie ist. Wenn Sie auch Ihre Ansichten zu Finanzen, Geldanalge und Wirtschaft teilen möchten, dann würden wir uns freuen, wenn Sie sich auf wallstreetONLINE anmelden und an der Diskussion teilnehmen würden.
Viel Erfolg an der Börse und viel Spaß auf wallstreetONLINE wünscht
Ihr Hardy Schilling, Head of Community

