SPD-Fraktionsvize

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    Müssen Lieferketten weiter anpassen

    Für Sie zusammengefasst
    • Deutschland stärker für Störungen in Lieferketten
    • Strategische Produktion in Europa halten und ausbauen
    • Bundesregierung soll proaktives Krisenmanagement stärken
    SPD-Fraktionsvize - Müssen Lieferketten weiter anpassen

    BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland muss sich nach Einschätzung von SPD-Fraktionsvize Armand Zorn besser für Probleme in der Weltwirtschaft wappnen. Mittelfristig sei mehr wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit das Gebot der Stunde, sagte Zorn der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wir müssen weiter Lieferketten diversifizieren und strategisch wichtige Produktion in Europa halten und ausbauen."

    Zorn: für langanhaltende Störungen gewappnet sein

    Zorn, der auch Co-Chef der Taskforce der schwarz-roten Koalition zu den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs ist, riet dazu, Warnungen unter anderem der Internationalen Energieagentur (IEA) zu bevorstehenden Knappheiten bei Kerosin ernst zu nehmen.

    "Niemand kann die nächsten Manöver des US-Präsidenten vorhersehen. Wir müssen deshalb für langanhaltende Störungen gewappnet sein - auch jenseits von Grundstoffen in weiter verarbeiteten Produkten. Dies gilt für Benzin und Kerosin, aber auch zum Beispiel für Düngemittel, Aluminium oder auch Medikamente", betonte Zorn.

    Versorgung in Europa im Blick behalten

    Deutschland sei durch Raffinerien und Reserven vergleichsweise gut gerüstet, man müsse aber auch die Versorgung der europäischen Partner im Blick haben. "Je länger die Krise dauert, desto mehr wird sie sich auch auf weiter verarbeitete Produkte wie etwa Chips ausdehnen. Wir brauchen dazu ein umfassendes Lagebild und ein proaktives Krisenmanagement der Bundesregierung", sagte Zorn. Es müssten rasch Szenarien und mögliche Gegenmaßnahmen entwickelt werden.

    Die EU-Kommission hatte im vergangenen Monat vorgeschlagen, bei öffentlichen Aufträgen in wichtigen Bereichen eine Fertigung in Europa zur Bedingung zu machen. Dabei geht es unter anderem um Autos, Wärmepumpen und Photovoltaik-Anlagen sowie wichtige Baustoffe wie Zement und Aluminium./hrz/DP/zb






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