Gold mit Knall ins Wochenende

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    Goldpreis bricht jetzt aus und stößt Tür zur Goldrallye 2026 weit auf - 5 Gründe

    Gold geht mit einem Paukenschlag ins Wochenende. Der Wochenschluss oberhalb von 4.800 US-Dollar stößt die Tür zur Goldrallye 2026 weit auf. Erfahren Sie, welche Gründe jetzt für ein Comeback des Edelmetalls sprechen. 

    Für Sie zusammengefasst
    Gold mit Knall ins Wochenende - Goldpreis bricht jetzt aus und stößt Tür zur Goldrallye 2026 weit auf - 5 Gründe

    Aktuelle Goldpreisentwicklung – Momentum ist zurück

    Der Goldpreis übersprang am Freitag als Reaktion auf die temporäre Öffnung der Straße von Hormus durch den Iran die Marke von 4.800 US-Dollar. Dieser Preisbereich ist von zentraler Bedeutung. Das wieder aufgeflammte Momentum nährt nun die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Bewegung in Richtung 5.000 US-Dollar. Doch nicht nur Gold sieht spektakulär aus. Der Silberpreis hat die 80 US-Dollar überwunden. Das frische Kaufsignal, obgleich es sich noch bestätigen muss, könnte Silber weit tragen. Die Euphorie war am Freitag nicht auf die Edelmetalle beschränkt. Dax, Dow Jones Ind., Nasdaq 100 & Co. schalteten einen Gang höher. Der Konflikt im Nahen und Mittleren Osten scheint seinen Schrecken zu verlieren – zumindest vorerst, denn abschließend gelöst ist hier noch nichts. Die Lage ist fragil und kann jederzeit wieder eskalieren. Dennoch mehren sich die Gründe und die Indizien, die dafür sprechen, dass der Goldpreis vor der Aufnahme seiner mächtigen Rallye steht. 

    Grund 1: Gold profitiert von sinkenden Anleiherenditen

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    In den letzten Wochen belastete das hohe Niveau der Anleiherenditen den Goldpreis. Unter dem Eindruck der Ereignisse vom Freitag gerieten die Anleiherenditen unter Druck. In Zahlen: Die für die Betrachtung wichtigen Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen beendeten die Handelswoche mit 4,25 Prozent deutlich unter den wichtigen 4,3 Prozent. 

    Die sinkenden Anleiherenditen halfen dem Goldpreis, aber auch andere Metalle wie Silber, Platin oder Kupfer profitierten davon. Die temporäre Öffnung der Straße von Hormus ließ die Ölpreise einbrechen. Brent Öl und WTI Öl notierten zweitweise deutlich unterhalb von 90 US-Dollar. Inflationssorgen und damit die Sorge vor einer restriktiveren Zinspolitik der Fed wurden bis auf Weiteres in den Hintergrund gedrängt. 

    Grund 2: US-Dollar weitet Schwäche aus und stützt damit Gold

    Im Gleichschritt mit den Anleiherenditen gab der US-Dollar weiter nach. Der US-Dollar-Index nähert sich wieder der Marke von 98 Punkten. Der noch Anfang April zu beobachtende Ausflug über die 100 Punkte ist beendet. Der Erholungsversuch ist gescheitert. Sollte es für den US-Dollar-Index nun auch noch unter die 98 Punkte gehen, könnte das den Goldpreis weiter stimulieren. Das FOMC der Fed tagt am 27. April / 28. April und berät über die Zinspolitik. Von diesem Termin könnte eine Weichenstellung ausgehen.

    Grund 3: Die Gold-Silber-Ratio

    Der Goldpreis beendete die Handelswoche bei 4.833 US-Dollar und Silber bei 80,7. Die Gold-Silber-Ratio beträgt aktuell somit 59,8. Zum Zeitpunkt der letzten Ratio-Betrachtung lag die Ratio bei 62,7. Wie ist die Ratio zu bewerten? Die Gold-Silber-Ratio bewegt sich noch immer auf dem Niveau des langjährigen Durchschnitts (60). Aber die Ratio scheint zugunsten von Gold zu kippen. Anders ausgedrückt: Gold zieht das Momentum auf seine Seite.  

    Grund 4: Starke Mittelzuflüsse in den SPDR Gold Shares

    Die Entwicklung der Bestände des weltgrößten physisch besicherten Gold-ETFs, des SPDR Gold Shares, dient uns an dieser Stelle bekanntlich als rudimentärer Indikator, um die Stimmung im Goldsektor zu erfassen. Zum Zeitpunkt der letzten Gold-Kommentierung vor einer Woche war eine vergleichsweise stabile Bestandsentwicklung zu beobachten. Der vorherige Aderlass war gestoppt - mehr aber auch nicht. In den letzten Handelstagen kehrten die ETF-Käufer zurück. Der SPDR Gold Shares verzeichnete insbesondere in der zweiten Wochenhälfte beachtliche Zuflüsse. Die Kaufaktivitäten der Gold-ETFs waren neben den Käufen der Noten- und Zentralbanken eine der tragenden Säulen der zurückliegenden Goldpreisrallye. Die Bestandsentwicklung gilt es daher, im Auge zu behalten. 

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    Grund 5: Goldpreis löst charttechnischer Kaufsignal aus

    Der Goldpreis überwand den Widerstand bei 4.800 US-Dollar. Das Kaufsignal ist und könnte Gold nun an die 5.000 US-Dollar heranführen, aber es muss sich zunächst noch manifestieren. Jeder Tag, an dem Gold oberhalb von 4.800 US-Dollar notiert, ist aus bullischer Sicht ein guter Tag. Eine wichtige Unterstützung verläuft bei 4.500 US-Dollar, die zentrale Unterstützungszone bei 4.100 US-Dollar / 4.000 US-Dollar. 

    Fazit – Steht die Tür zur Goldrallye 2026 wieder offen?

    Die zentrale Frage lautet: Kann Gold an die furiose Rallye anknüpfen, die bereits beendet schien? Die aufgeführten Gründe sprechen dafür. Das Gelingen des Unterfangens dürfte jedoch maßgeblich von den weiteren Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten abhängen. Sollte sich die Entspannung manifestieren und die Ölpreise womöglich weiter nachgeben, bestehen gute Chancen, dass Gold seinen Weg in Richtung 6.000 US-Dollar fortsetzt. Weiterhin gilt jedoch: Unter die 4.000 US-Dollar darf es für Gold nicht gehen. Anderenfalls würde eine Neubewertung der Lage notwendig.

    Unterm Strich bleibt es dabei – die nach wie vor exzellenten Perspektiven für Gold und Silber machen die Aktien von Gold- und Silberproduzenten, wie Barrick, Newmont, Agnico Eagle Mines, Hecla Mining und Pan American Silver unverändert zu interessanten Alternativen zu den hochbewerten Tech-Werten, wie Nvidia, Palantir etc. Aber auch ein Blick in die 2. Reihe könnte sich lohnen. Nicht zuletzt auf Afrika fokussierte Goldproduzenten versprechen hier Kurschancen.

    Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte

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    Verfasst vonRedakteurMarcel Torney
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