Neue Eskalation am Öl-Nadelöhr

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    Iran schließt Straße von Hormus wieder – Märkte vor dem nächsten Schock?

    Die Hoffnung auf Entspannung im Nahen Osten ist jäh verflogen. Der Iran macht die Öffnung der Straße von Hormus rückgängig und plötzlich steht wieder eines der wichtigsten Nadelöhre der Weltwirtschaft im Fokus.

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    Neue Eskalation am Öl-Nadelöhr - Iran schließt Straße von Hormus wieder – Märkte vor dem nächsten Schock?

    Die Lage im Nahen Osten ist erneut gekippt mit potenziell weitreichenden Folgen für die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte. Nur einen Tag nach der angekündigten Öffnung hat der Iran die strategisch entscheidende Straße von Hormus wieder für den internationalen Schiffsverkehr gesperrt.

    Nach Angaben iranischer Staatsmedien begründet Teheran den Schritt mit der fortgesetzten Seeblockade durch die USA. Diese verhindere weiterhin, dass Schiffe iranische Häfen anlaufen oder verlassen können. Die zwischenzeitlich zugesagte kontrollierte Passage für einzelne Tanker und Frachter sei damit hinfällig.

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    Schiffe angegriffen

    Zusätzliche Brisanz erhält die Situation durch Berichte über militärische Zwischenfälle. Laut der Tagesschau hat das britische Militär einen Angriff durch Schnellboote der iranischen Revolutionsgarde auf einen Tanker gemedet.

    Laut Reuters sollen weitere Schiffe unter Beschuss geraten sein, als sie versuchten, die Passage zu durchqueren. Auch wenn bislang keine Schäden gemeldet wurden, unterstreichen die Vorfälle die angespannte Sicherheitslage. Die iranische Regierung hat bislang noch keine Stellungnahme zu den gemeldeten Vorfällen abgegeben. 

    Iranische Rundfunk meldet sich über X 

    "Der Iran hatte sich gemäß den Vereinbarungen bereit erklärt, einer begrenzten Anzahl von Schiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gestatten", teilte der iranische Rundfunk (IRIB) auf X mit. "Die USA haben ihre Verpflichtungen jedoch nicht erfüllt. Daher ist die Straße von Hormus nun wieder gesperrt, und die Durchfahrt bedarf der Zustimmung des Irans“, so IRIB weiter.

    Trump bleibt hart

    Parallel laufen diplomatische Bemühungen weiter. Donald Trump zeigte sich zuletzt optimistisch und sprach von Fortschritten in den Verhandlungen mit dem Iran. Eine Einigung könne "in den kommenden ein oder zwei Tagen" erreicht werden, sagte Trump am Samstag laut CNBC. Gleichzeitig machte er jedoch deutlich, dass die US-Seeblockade bestehen bleibt, solange kein endgültiges Abkommen erzielt ist.

    Zudem drohte Trump dem Iran erneut. 

    Donald Trump machte deutlich, dass er eine Verlängerung der aktuell laufenden zweiwöchigen Waffenruhe, die am Mittwoch endet, für unwahrscheinlich hält. Der US-Präsident ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass sich die Lage schnell wieder zuspitzen könnte: "Vielleicht verlängere ich sie nicht, aber die Blockade wird bestehen bleiben. Vielleicht verlängere ich sie aber auch nicht, sodass wir eine Blockade haben und leider wieder Bomben abwerfen müssen", sagte Trump.

    Böses Erwachen zu Wochenbeginn

    Die Verwirrung um die Straße von Hormus dürfte Anleger weltweit wieder ab Montag in die in die Devensive treiben. Es dürfte wahrscheinlich sein, dass die Ölpreise erneut in die Höhe schnellen und die Aktien-Märkte abermals unter Druck geraten. Die deutlichen Kursgewinne von Freitag könnten sich damit schnell wieder in Luft auflösen.

    Sollte Trump zudem ab Mittwoch wieder mit der Bombardierung des Iran starten, dann dürfte dies eine Einigung zwischen den USA und dem Iran mehr zweifelhaft erscheinen lassen. Was zusätzlichen Druck auf die Aktienmärkte auslösen dürfte. 

    Anleger sollten sich daher schon mal jetzt damit beschäftigen, welche  Gewinne der vergangenen Woche sie sichern und welche Rückschläge sie aussitzen möchten. So oder so steht erneut ein turbulenter Start in die neue Börsenwoche an. 

    Markus Weingran, Chefredakteur wallstreetONLINE Börsenlounge

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    Verfasst vonRedakteurMarkus Weingran
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