Böses Erwachen 

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    Iran-Schock für Silberpreis – droht Silber am Montag ein mächtiges Preisbeben?

    Der Silberpreis überwand am Freitag die Marke von 80 US-Dollar, nachdem der Iran die Öffnung der Straße von Hormus bekanntgab. Diese Öffnung wurde nun widerrufen. Wie reagiert Silber am Montag? Die Nerven liegen blank.

    Für Sie zusammengefasst
    Böses Erwachen  - Iran-Schock für Silberpreis – droht Silber am Montag ein mächtiges Preisbeben?

    Aktuelle Silberpreisentwicklung – Erst knallen die Korken, nun droht ein böses Erwachen

    Als der Silberpreis am Freitag die 80 US-Dollar durchbrach, schien sich das Bild endgültig aufzuhellen, schränkten die 80 US-Dollar den Silberpreis in den letzten Wochen doch massiv ein. Einer weiteren Ausdehnung des Preisanstiegs in Richtung 90 US-Dollar oder 96 US-Dollar stand „eigentlich“ nicht mehr sonderlich viel im Wege. Es gab bereits im Vorfeld gute Gründe für einen wieder anziehenden Silberpreis. Die Öffnung der Meerenge bot nun den passenden Auslöser. 

    Einmal mehr kam es am Wochenende jedoch zu dynamischen und gleichzeitig überraschenden Entwicklungen im Iran-Krieg. Der Iran widerrief die Öffnung der Straße von Hormus und könnte damit die Finanzmärkte am Montag in Turbulenzen stürzen. Ein wenig Hoffnung, dass es am Montag doch glimpflich ablaufen wird, darf man aber durchaus haben. Zuletzt schienen die Finanzmärkte gegenüber Entwicklungen im Iran-Krieg etwas abzustumpfen. 

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    Gold, Silber & Co. in fragiler Konstellation

    Silber hat die Probleme nicht exklusive. Der Goldpreis überwand mit den 4.800 US-Dollar einen zentralen Preisbereich. Doch auch dieser Ausbruch steht nun auf tönernen Füßen. Dax, Dow Jones Ind., Nasdaq 100 & Co. lehnten sich mit ihren rasanten Anstiegen am Freitag weit aus dem Fenster und sind entsprechend anfällig für Gewinnmitnahmen. Spannend wird auch zu sehen sein, wie Brent Öl und WTI Öl reagieren werden. Am Freitag brachen die Ölpreise bekanntlich massiv ein. Man sollte sich auf veritable Preissprünge gefasst machen – sofern sich die Lage im Nahen Osten noch doch noch einmal ändert. Ein Anstieg der Ölpreise dürfte die Inflationssorgen zurückbringen. Aus Sicht von Gold, Silber, Platin und anderer Metalle ist die Entwicklung der Anleiherenditen ein preisbestimmender Faktor. 

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    Droht dem Silberpreis am Montag ein mächtiges Preisbeben?

    Blicken wir noch einmal auf die Preisentwicklung von Silber am Freitag. Die Öffnung der Meerenge ließ die Ölpreise einbrechen. Anleiherenditen gerieten unter Druck. Edelmetalle zogen an. Der Silberpreis schoss ungebremst auf 83 US-Dollar und pulverisierte somit die 80 US-Dollar. In dieser Phase wäre es aus bullischer Sicht wünschenswert gewesen, wenn der Silberpreis seinen Anstieg forciert und sich endgültig von den 80 US-Dollar gelöst hätte. Dazu kam es nicht. Statt auf 90 US-Dollar durchzulaufen, setzten im Bereich von 83 US-Dollar Gewinnmitnahmen ein. Zwar beendete Silber die Handelswoche oberhalb von 80 US-Dollar, aber eben nicht signifikant darüber. Das macht die Aussichten für Montag nicht besser.

    Silber ist für kräftige Bewegungen bekannt und so könnte es auch am Montag turbulent werden. Im bullischen Idealfall kann Silber aber die 80 US-Dollar verteidigen. Vor dem Hintergrund der Gemengelage sollte jedoch eine Bewegung auf 70 US-Dollar nicht überraschen. Die zentrale Unterstützung ist in den Preisbereich von 61 US-Dollar / 60 US-Dollar zu verorten. Darunter sollte es unter allen Umständen nicht gehen. 

    Fazit: Silberpreis kurzfristig korrekturanfällig, mittel- und langfristig extrem aussichtsreich

    Auf mittlere und lange Sicht steht einem rasanten Anstieg des Silberpreises nicht sonderlich viel im Wege. Vor allem die ausgeprägte Defizitsituation bei Silber stützt den Preis. The Silver Institute (die Branchenorganisation der Silberindustrie) erwartet den Silbermarkt in 2026 das sechste Jahr in Folge in einem Defizit. Im am 15. April veröffentlichten World Silver Survey 2026 bestätigte die Organisation noch einmal diese Erwartung. 

    Kurzfristig ist ein erneutes Preisbeben bei Silber jedoch nicht auszuschließen. Dabei kann es zum Test der 70 US-Dollar oder gar der 61 US-Dollar kommen. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über die 80 US-Dollar würde die Trendwende vorantreiben und die Wiederaufnahme der Rallye forcieren. 

    Kurzum: Antizyklisch agierende Anleger und Investoren könnten in den kommenden Tagen auf ihre Kosten kommen. Die Aktienkurse großer Silberproduzenten wie Fresnillo, Pan American Silver und des altehrwürdigen Urgesteins Hecla Mining sollten im Auge behalten werden.

    Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte

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