WOCHENAUSBLICK 2

    325 Aufrufe 325 0 Kommentare 0 Kommentare

    Dax unter Druck - US-Militär entert Iran-Schiff

    Für Sie zusammengefasst
    • Dax fällt nach Schließung der Straße von Hormus
    • US-Militär greift iranischen Frachter in Hormus
    • Ölpreise steigen stark, Märkte bleiben nervös
    WOCHENAUSBLICK 2 - Dax unter Druck - US-Militär entert Iran-Schiff

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Dax -Erholung der vergangenen Tage zeigt die Index-Entwicklung in der neuen Woche angesichts neuer Spannungen in der Straße von Hormus nach unten. Die Feierlaune der Anleger vom Freitag weicht am Montag der Katerstimmung. Nachdem vor dem Wochenende Meldungen über die Öffnung der Straße von Hormus den Dax über 24.700 Punkte getrieben hatten, geht es am Montag schon wieder bergab ab, weil der Iran die für den Welthandel so wichtige Meerstraße wieder geschlossen hat. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex weniger als zwei Stunden vor dem Xetra-Start 1,3 Prozent tiefer auf 24.383 Punkte.

    Kurz nach einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verhandlungsbereitschaft mit Teheran hat das US-Militär einen iranischen Frachter angegriffen. Das Schiff habe versucht, die US-Seeblockade zu durchbrechen, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Irans Militär sprach von "bewaffneter Seepiraterie" und kündigte an, man werde "bald reagieren", wie der regierungstreue Sender Press TV meldete. Kurz vor dem Ablaufen der Waffenruhe am Mittwoch sieht Teheran laut der Staatsagentur Irna "keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen". Der iranische Präsident Massud Peseschkian warf Washington Vertragsbruch vor.

    Anzeige 
    Handeln Sie Ihre Einschätzung zu DAX Performance!
    Long
    21.505,70€
    Basispreis
    2,80
    Ask
    × 8,67
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Short
    27.085,03€
    Basispreis
    28,15
    Ask
    × 8,63
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Präsentiert von
    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet. Eine vorgeschriebene allgemeine Mitteilung gemäß BaFin-Beschluss.
    Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

    Laut dem US-Regionalkommando Centcom war das Schiff auf dem Weg in die iranische Küstenstadt Bandar Abbas in der Straße von Hormus. Die USA hatten zuvor bereits 25 Schiffe angewiesen, umzudrehen oder in ihre iranischen Häfen zurückzukehren. Dies ist jedoch der erste bekannte Vorfall, bei dem Gewalt angewendet wurde.

    Nach stundenlangen vergeblichen Warnungen habe das Kriegsschiff "USS Spruance" die Besatzung des iranischen Frachters aufgefordert, den Maschinenraum zu verlassen, teilte Centcom mit. Daraufhin sei der Antrieb außer Gefecht gesetzt worden. Das Schiff stehe nun unter US-Kontrolle. Nur Stunden zuvor hatte Trump angekündigt, dass seine Vertreter für neue Verhandlungen heute Abend in Pakistans Hauptstadt Islamabad sein würden.
    Seitens der pakistanischen Regierung wurde derweil offiziell noch nichts zu neuen Verhandlungen in Islamabad mitgeteilt. Kurz nach Trumps Ankündigung neuer Gespräche hatte das Außenministerium aber mitgeteilt, Ressortchef Ishaq Dar habe in einem Telefonat mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi betont, ein kontinuierlicher Dialog sei entscheidend, um die Spannungen rasch zu entschärfen und Frieden in der Region zu fördern.

    In Islamabad laufen seit Tagen Vorbereitungen für eine neue Verhandlungsrunde. Sicherheitsvorkehrungen waren sichtbar: So wurde die sogenannte Rote Zone mit Botschaften und Regierungsgebäuden, in der bereits die erste Gesprächsrunde stattfand, wieder abgesperrt. Erste Verhandlungen waren eine Woche zuvor ohne konkrete Ergebnisse beendet worden.

    Vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran kostet Rohöl wieder deutlich mehr. Die Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni ging mit einem Kurs von knapp 97 US-Dollar in die Handelswoche und war damit über sieben Prozent teurer als noch in der vergangenen Woche. Zuletzt notierte der Brent-Preis mit 5,57 Prozent im Plus bei 95,41 US-Dollar. Auch die US-Sorte WTI legte ähnlich stark zu. Zu Beginn des Krieges Ende Februar lag der Preis für Brent noch bei unter 70 Dollar.

    "Alles, was die Börsen am Freitag gefeiert haben, ist aktuell wieder hinfällig", schrieb Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners. "Die Situation in der Straße von Hormus bleibt unübersichtlich. Zudem ist zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht klar, wann die USA und der Iran wieder miteinander reden werden." Die Phase der Unsicherheit gehe in die Verlängerung. Die Normalisierung der Energiemärkte werde noch weiter nach hinten verschoben.

    Neue Spannungen rund um die Öffnung der Straße von Hormus drohen die Schwankungsintensität zu Beginn der neuen Woche abermals zu erhöhen, meint auch Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst Consorsbank. "Anleger sehen eine erneute Schließung der Straße von Hormus als Teil der Verhandlungen, und niemand rechnet damit, dass diese ohne Wendungen und Rückschläge auskommen werden." Solange jedoch der Iran auf Schiffe feuere und das ungewisse Fristende des Waffenstillstands näher rücke, wird die Nervosität auf dem Parkett nicht weiter abnehmen.

    Zu Beginn der neuen Woche ist die deutsche Unternehmensagenda noch weitgehend leer. Am Dienstag informiert der Konsumgüterkonzern Beiersdorf über seine Umsatzentwicklung, tags darauf folgt der Zwischenbericht des Onlinebrokers Flatexdegiro . Aus den USA veröffentlichen unter anderem der Airbus -Rivale Boeing und nach Börsenschluss in New York der Elektroautobauer Tesla Geschäftszahlen.

    Am Donnerstag folgen der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius , der Scheinwerferhersteller Hella , der Bahntechnikkonzern Vossloh und am späten Abend der Softwarehersteller SAP . Den Zahlenreigen beschließt am Freitag Atoss Software .

    Potenziell marktbewegende Konjunkturdaten dürften laut Dekabank-Volkswirt Kater weiterhin im Schatten der Entwicklungen im Nahen Osten stehen. Stimmungsindikatoren aus Deutschland sollten "Aufschluss darüber geben, ob die Unternehmen die Lage ähnlich optimistisch sehen wie die Teilnehmer an den Finanzmärkten". Am Dienstag stehen die ZEW-Konjunkturerwartungen an, am Donnerstag Einkaufsmanagerdaten von S&P Global und am Freitag das Ifo-Geschäftsklima./gl/ajx/he/stk/nas

    --- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

     

    Zusätzliche Unternehmensinformationen zur SAP Aktie

    Die SAP Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -1,15 % und einem Kurs von 81,40 auf Lang & Schwarz (20. April 2026, 07:43 Uhr) gehandelt.

    Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der SAP Aktie um +0,10 % verändert. Der Gewinn auf 30 Tage beträgt +3,84 %.

    Die Marktkapitalisierung von SAP bezifferte sich zuletzt auf 177,62 Mrd..






    dpa-AFX
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)
    Mehr anzeigen

    Verfasst von dpa-AFX
    WOCHENAUSBLICK 2 Dax unter Druck - US-Militär entert Iran-Schiff Nach der Dax -Erholung der vergangenen Tage zeigt die Index-Entwicklung in der neuen Woche angesichts neuer Spannungen in der Straße von Hormus nach unten. Die Feierlaune der Anleger vom Freitag weicht am Montag der Katerstimmung. Nachdem vor dem …

    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero