"Strukturelle Schwächen"

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    Feindliche Übernahme: UniCredit macht Commerzbank Druck

    Die Unicredit kritisiert die Commerzbank massiv aufgrund ihrer Struktur und Geschäftsmodelle. Diese Kritik gehört zum Kalkül ihrer Übernahmestrategie. Ein Kommentar.

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    "Strukturelle Schwächen" - Feindliche Übernahme: UniCredit macht Commerzbank Druck

    Die UniCredit taucht tiefer in die Strukturen der Commerzbank ein. Die Italiener wollen seit 2024 die deutsche Bank übernehmen. Der zeitgrößte Aktionär, die Bundesregierung, wehrt sich gegen die Übernahmeversuche. UniCredit hält mittlerweile 30 Prozent an der Commerbank.

    Nun schalten die Italiener einen Gang rauf. Sie kritisieren öffentlich die Geschäftsstrukturen. Die Rede ist von "strukturellen Schwächen".

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    Zudem weise die Commerzbank eine "Geschichte operativer Unterperformance" auf, die lediglich "durch Rückenwind in der Finanzwelt in Verbindung mit aggressivem und risikoreicherem internationalem Wachstum kaschiert" würde. So die UniCredit in einer am Montag veröffentlichten Präsentation.

    UniCredit forderte die Commerzbank auf, ihren Fokus stärker auf Deutschland und Polen zu richten und ihre internationalen Aktivitäten zurückzufahren. Diese seien "überdimensioniert, fragmentiert, risikoreicher, operativ komplex und ineffizient".

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    Der öffentliche Druck verfolgt zwei Ziele: strategisch Einfluss zu nehmen und zu zeigen: "Wir sind an Bord und wollen die Richtung angeben" – und er erzeugt taktischen Preisdruck: "Seht, die Commerzbank ist überbewertet."

    Im Kern will sich die UniCredit als Großaktionär profilieren, um zu zeigen, dass man besser wisse, wie man die Commerzbank führen könnte.

    Desweiteren erklärte die UniCredit in dem Dokument, dass ihre Empfehlungen zur Änderung des Geschäftsmodells der Commerzbank den Nettogewinn des Kreditinstituts im Jahr 2028 auf rund 5,1 Milliarden Euro steigern würden, verglichen mit 4,5 Milliarden Euro, wenn die Commerzbank ihren eingeschlagenen Kurs fortsetzt.

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    Der öffentliche Druck der Unicredit soll ins Herz der Investoren zielen. Die italienische Großbank will das Narrativ setzen von einer schlecht geführten, einer strukturell schlecht operierenden Commerzbank, auch um die Bewertung zu drücken.

    Denn zugleich soll man der Retter in der selbsterschaffenen Not werden: Sollte UniCredit die Commerzbank übernehmen, könnte der Nettogewinn des fusionierten Unternehmens im Jahr 2030 rund 21 Milliarden Euro erreichen, hieß es.

    Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonRedakteurKrischan Orth
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