Tesla gekränkt
Ford feiert BYD als Nummer 1 – Elon Musk kann das nicht stehen lassen
Ford-Chef Jim Farley hat BYD als stärksten Rivalen gelobt. Elon Musk reagiert umgehend öffentlich und widerspricht der neuen Rangordnung.
- Musk widerspricht Farley nennt FSD und Shanghai
- Tesla wieder weltspitze bei reinen Elektroautos Q1
- BYD Xiaomi Huawei erhöhen Druck auf Tesla
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Tesla-Chef Elon Musk hat den chinesischen Autobauer BYD als ernsthaften Rivalen zurückgewiesen und zugleich auf Teslas größten Hebel im wichtigen Markt China verwiesen. Auslöser waren Aussagen von Ford-Chef Jim Farley, der BYD als derzeit stärksten Konkurrenten der Branche bezeichnet hatte – vor allem bei Kostenstruktur, Lieferkettenmanagement und Fertigungskompetenz.
Farley sagte in einem Interview, wer wolle, dass US-Hersteller die Chinesen schlagen, müsse vor allem BYD im Blick haben. Der Konzern habe sich in China zur umsatzstärksten Automarke entwickelt und westliche Hersteller verdrängt. Tesla lobte Farley zwar ausdrücklich, kritisierte aber, dass dem Unternehmen aktuell ein wirklich neues Modell fehle.
Musk konterte auf X knapp, diese Einschätzung gelte nur, solange überwachtes FSD in China noch nicht zugelassen sei. "Der limitierende Faktor ist die Produktionsleistung in Shanghai." Damit verweist Musk auf zwei zentrale Themen: die noch ausstehende breitere Freigabe der Fahrerassistenzsoftware FSD in China sowie die Produktionskapazität des Tesla-Werks in Shanghai, das als wichtigster Exportstandort des Konzerns gilt.
Tatsächlich arbeitet Tesla seit Monaten an einer breiteren Einführung von FSD in China. Das Unternehmen hat dort ein eigenes Trainingszentrum aufgebaut, um die Software an lokale Verkehrsbedingungen anzupassen. Eine vollständige Zulassung gilt noch in diesem Jahr als möglich. Parallel treibt Tesla autonome Dienste in den USA voran und weitete am Wochenende seinen unbeaufsichtigten Robotaxi-Service auf Dallas und Houston aus.
Der Wettbewerb in China wird jedoch härter. Neben BYD drängen auch Xiaomi und Huawei mit technologisch starken Fahrzeugplattformen auf den Markt. Viele chinesische Hersteller bieten fortschrittliche Assistenzsysteme bereits in günstigeren Modellen oder ohne zusätzliche Softwarekosten an. Das erhöht den Druck auf Teslas kostenpflichtiges FSD-Angebot.
Trotzdem gelang Tesla zuletzt ein wichtiges Signal. Im ersten Quartal 2026 eroberte der Konzern bei reinen Elektroautos die weltweite Spitzenposition zurück. Tesla meldete 358.023 Auslieferungen, BYD kam im gleichen Zeitraum auf 310.389 batterieelektrische Fahrzeuge. Rechnet man Hybridmodelle hinzu, bleibt BYD jedoch deutlich größer.
Auch an der Börse hellte sich die Stimmung zuletzt auf. Die Tesla-Aktie legte in der vergangenen Woche um 15 Prozent zu und beendete damit eine achtwöchige Verlustserie. Anleger setzen zunehmend darauf, dass Robotaxis, künstliche Intelligenz und Fortschritte in China dem Konzern neuen Schwung verleihen. Dennoch liegt die Aktie seit Jahresbeginn weiter im Minus.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

