Niederlande legt vor

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    Sprit-Schock in Europa: Greifen jetzt immer mehr Staaten zu Notmaßnahmen?

    Die Niederlande greift wegen steigender Spritpreise ein – und auch andere EU-Länder aktivieren Hilfen, Preisdeckel und Notfallpläne.

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    Niederlande legt vor - Sprit-Schock in Europa: Greifen jetzt immer mehr Staaten zu Notmaßnahmen?

    Die niederländische Regierung kündigte am Montag vorübergehende Steuererleichterungen an, um die steigenden Kraftstoffpreise auszugleichen, wie Reuters berichtet. Zudem erklärte sie, weitere Maßnahmen vorzubereiten, falls sich die Energiekrise verschärfe. Die Regierung stellte rund 1 Milliarde Euro (1,2 Milliarden US-Dollar) für Maßnahmen bereit, die unter anderem eine vorübergehende Steuerentlastung für Pendler, Lkw-Fahrer und Fischer beinhalten. 

    Die von vielen geforderten niedrigeren Kraftstoffsteuern stellte sie allerdings nicht bereit. Zu den weiteren Maßnahmen gehören außerdem die Unterstützung für Hausbesitzer zur Reduzierung ihres Energieverbrauchs sowie gezielte Hilfen für Menschen mit geringem Einkommen zur Begleichung ihrer Energiekosten. 

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    Zudem erklärte die Regierung, dass es keine unmittelbaren Treibstoffengpässe gebe. Die europäischen Öl-, Diesel- und Kerosinvorräte seien groß genug, um den Bedarf für bis zu ein Jahr zu decken. Damit werden frühere Berichte bestätigt, wonach die erste Phase eines Energiekriseplans aktiviert werden soll, in deren Rahmen die Energiemärkte genau überwacht und weitere Maßnahmen vorbereitet werden.

    Es ist das erste Mal, dass die Regierung den Vier-Stufen-Plan aktiviert hat, der während der Energiekrise infolge des umfassenden Einmarsches Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 entworfen wurde. 

    Neben den Niederlanden arbeiten auch Deutschland, Italien und Irland mit zeitlich befristeten Steuerentlastungen. Deutschland will die Energiesteuer auf Diesel und Benzin für zwei Monate um rund 0,17 Euro je Liter senken. Italien hatte bereits im März eine befristete Senkung der Verbrauchsteuern beschlossen. Irland senkt die Verbrauchsteuer bis Ende Mai um 15 Cent je Liter auf Benzin und 20 Cent auf Diesel und pausiert zusätzlich vorübergehend eine Ölreserve-Abgabe. 

    Polen senkt die Mehrwertsteuer auf Kraftstoff von 23 auf 8 Prozent, reduziert die Verbrauchsteuer auf das EU-Minimum und will zugleich Pumpenpreise deckeln. Ungarn hat Kraftstoffpreisobergrenzen eingeführt und zugleich die Freigabe staatlicher Reserven angekündigt. Griechenland begrenzt die Gewinnmargen an Tankstellen für drei Monate auf 12 Cent je Liter über dem Großhandelspreis.

    Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion

     

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    Öl (Brent) wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,11 % und einem Kurs von 94,71USD auf Lang & Schwarz (20. April 2026, 14:17 Uhr) gehandelt.


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    Verfasst vonRedakteurPaul Späthling
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