Neue China-Strategie
Brisanter Vorschlag: Rollen bei VW bald chinesische Autos vom Band?
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies bringt eine explosive Idee in die Debatte um Volkswagen ein: Chinesisch entwickelte Modelle könnten in deutschen VW-Werken gebaut werden.
- China entwickelte VW-Modelle in deutschen Werken prüfen
- Beschäftigung sichern und Auslastung stabil halten
- Joint Ventures mit chinesischen Herstellern prüfen
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Die Debatte dürfte bei Volkswagen für erhebliche Unruhe sorgen: Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat sich dafür ausgesprochen, offen zu prüfen, ob künftig auch in China entwickelte Fahrzeuge des Konzerns in deutschen VW-Werken produziert werden könnten. Der SPD-Politiker verbindet damit vor allem ein Ziel: Beschäftigung sichern und die Auslastung der Standorte stabilisieren.
Hintergrund ist der wachsende Druck durch chinesische Hersteller auf dem europäischen Automarkt. Vor allem bei Elektroautos haben sich Anbieter aus China in den vergangenen Jahren technologisch und preislich stark positioniert. Für Lies ist deshalb klar, dass Europa den Markteintritt dieser Konkurrenz nicht einfach aufhalten kann. Statt allein auf Abschottung zu setzen, müsse man darüber nachdenken, wie deutsche Industrie und Standorte davon auch profitieren könnten.
Sein Vorstoß zielt dabei nicht auf fremde Marken außerhalb des VW-Konzerns, sondern auf Modelle, die Volkswagen bereits in China entwickelt oder gemeinsam mit Partnern auf den Markt bringt. Aus seiner Sicht wäre es naheliegend zu prüfen, ob ein Teil dieser Kompetenzen auch nach Deutschland geholt werden kann. Damit könnten Werke hierzulande zusätzliche Produktionsperspektiven erhalten, ohne dass Volkswagen seine eigene industrielle Basis aufgeben müsste.
"Das würde durchaus Sinn machen, zumal Volkswagen in China Joint-Venture-Partner von SAIC ist", erklärte Autoexperte Frank Schwope gegenüber der Bild-Zeitung. "Joint Ventures auch in Europa gehören möglicherweise die Zukunft." Auch Konkurrent Stellantis kooperiert in seinen europäischen Werken mit dem chinesischen Hersteller Leapmotor.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
