Südkorea-Rallye
Chip-Boom treibt Kospi auf neues Allzeithoch
Südkoreas Leitindex stürmt dank Tech-Boom auf Rekordniveau, während geopolitische Spannungen Anleger zwischen Euphorie und Vorsicht schwanken lassen.
- Südkoreas Kospi steigt auf Rekord dank Chip-Rallye
- Nahost-Spannungen dämpfen Anlegerstimmung bei Hoffnung
- Asien uneinheitlich mit Japan plus und China minus
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Der südkoreanische Leitindex Kospi hat am Dienstag ein neues Allzeithoch erreicht und wird dabei vor allem von der anhaltenden Rallye im Halbleitersektor getragen. Gleichzeitig sorgt die fragile geopolitische Lage im Nahen Osten weiterhin für Nervosität unter Investoren.
Chip-Rallye hebt Kospi auf Rekordniveau
Der Kospi kletterte in den asiatischen Handelsstunden auf 6.367 Punkte und markierte damit ein neues Rekordhoch. Treiber der Entwicklung waren vor allem Schwergewichte aus dem Technologiesektor.
Die Aktie von Samsung Electronics legte um rund 1,4 Prozent zu, während SK Hynix sogar um mehr als 4 Prozent zulegte. Marktbeobachter verweisen insbesondere auf die anhaltend starke Nachfrage nach KI-bezogenen Halbleitern als entscheidenden Kurstreiber.
Auch kleinere Tech-Werte profitieren, wenngleich der Nebenwerteindex Kosdaq insgesamt kaum Bewegung zeigte und sich seitwärts entwickelte.
Nahost-Konflikt bleibt Unsicherheitsfaktor
Gleichzeitig richtet sich der Blick der Märkte auf die geopolitische Lage. Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran halten an, obwohl parallel diplomatische Bemühungen fortgesetzt werden.
US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt mit massiven militärischen Konsequenzen gedroht, sollte es keine Einigung vor Ablauf der Waffenruhe geben. Aus Teheran kamen scharfe Gegenreaktionen: Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf warnte vor Verhandlungen "unter Drohkulisse" und stellte neue strategische Schritte in Aussicht.
Trotz dieser Rhetorik gibt es Hoffnung auf eine diplomatische Lösung. Eine US-Delegation bereitet offenbar eine weitere Gesprächsrunde vor, was die Risikobereitschaft der Anleger zumindest teilweise stützt.
Asien mit gemischtem Bild
Während Südkorea neue Rekorde feierte, zeigte sich der Rest der asiatisch-pazifischen Märkte uneinheitlich. Der japanische Nikkei 225 gewann rund 1,2 Prozent und setzte seine Aufwärtsbewegung fort. Dagegen verlor der chinesische CSI 300 0,35 Prozent, belastet durch schwächere Konjunkturdaten und steigende Jugendarbeitslosigkeit.
In Hongkong legte der Hang Seng um 0,12 Prozent zu, gestützt durch positive Impulse vom IPO-Markt. Ein Halbleiter-Zulieferer konnte bei seinem Börsendebüt rund 60 Prozent zulegen.
Auch Indien präsentierte sich stabil: Der Nifty 50 sowie der Sensex verzeichneten Zugewinne, obwohl die Landeswährung unter Druck blieb.
*ab 500 Euro Ordervolumen über gettex, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

