Könnte bald mächtig knallen
Kupferpreis hochexplosiv. Darum sollten Anleger jetzt sofort auf Kupfer achten
Der Kupferpreis feierte in den letzten Tagen ein imposantes Comeback. Kupfer sprang zunächst einem weiteren Preisbeben von der Schippe und drehte im Anschluss auf – womöglich nur der Beginn einer gewaltigen Rallye!
- Kupferpreis feiert Comeback, möglicher Rallyestart
- Durchbruch über 6,2 US-Dollar öffnet Zielzone 7,0–7,5
- Mittelfristig positiv, hohe LME Bestände bremsen Preis
- Report: Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!
Kupferpreisentwicklung aktuell – Ist das der Beginn einer neuen Preisrallye?
Zum Zeitpunkt der letzten Kupfer-Kommentierung an dieser Stelle war die Erholung noch ein zartes Pflänzchen. Kupfer (COMEX) war damals gerade im Begriff, den knackigen Rücksetzer auf 5,2 US-Dollar zu kompensieren. Die Stimmung hellte sich vorsichtig auf.
In den letzten Wochen kam es zu einem Stimmungsumschwung. Standen in der ersten Phase des Iran-Kriegs die Risiken der Auseinandersetzung für die Weltwirtschaft im Vordergrund, richtet sich der Fokus nunmehr auf das „Danach“. Und im Falle von Kupfer sind das auf mittlere und lange Sicht unverändert exzellente Perspektiven. Die Basis für eine neue Preisrallye könnte gelegt worden sein.
Die verbesserte Stimmung trieb nicht nur den Kupferpreis wieder an. Auch Aktienindizes, wie Dax und Nasdaq 100 erholten sich. Gold bleibt im Rennen um die Wiederaufnahme der Preisrallye 2026 und auch Silber verspricht wieder jede Menge Potenzial.
Charttechnik - Bei Kupfer könnte es bald mächtig knallen
Der obere Kupfer-Chart (COMEX) verdeutlicht die hochexplosive Lage. Ende Februar notierte der Kupferpreis bei 6,2 US-Dollar. Der Iran-Krieg begann. Die Marktakteure wurden ob der enormen Risiken vorsichtiger. Das Ganze mündete Mitte März in einem Rücksetzer, der Kupfer bis in den Bereich von 5,2 US-Dollar führte. Zwischenzeitlich ging demnach auch der eminent wichtige Preisbereich von 5,5 US-Dollar verloren.
Aktuell stellt sich die Lage folgendermaßen dar: Die Finanzmärkte setzen trotz aller Rückschläge auf Entspannung im Nahen und Mittleren Osten. Die verbesserte Stimmung ist ein preistreibender Faktor für Kupfer. Aber nicht der einzige. Kupfer konnte den Anfang März installierten Abwärtstrend (rot) durchbrechen und arbeitet mit Nachdruck an der Vollendung der V-Formation (orange). V-Formationen sind klassische Comeback-Formationen. Um diese Formation zu vollenden, muss es für Kupfer „nur“ noch über die 6,2 US-Dollar gehen. Sollte das Unterfangen gelingen, könnte es für Kupfer weit gehen. Anhand der Parameter der V-Formation lässt sich eine potenzielle Zielzone 7,0 US-Dollar bis 7,5 US-Dollar für den Kupferpreis ableiten.
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Fazit - Bei Kupfer braut sich etwas zusammen
Das fundamentale Bild ist noch nicht vollends stimmig. Zwar mehren sich die preistreibenden Faktoren – zu den genannten kommt unter anderem noch der schwächelnde US-Dollar –, aber vor allem die derzeit recht hohen Kupferbestände an der LME wirken noch belastend auf den Preis. Dennoch sprechen die mittel- bis langfristigen Aussichten für Kupfer. Die chemischen Eigenschaften des Industriemetalls machen Kupfer für viele Technologien unentbehrlich. Nicht zuletzt stellen die KI-Pläne der großen Tech-Konzerne Kupfer immer wieder in den Fokus des Anlegerinteresses. Über allem schwebt der Eintritt des Kupfermarktes in eine defizitäre Phase. Und diese könnte langwieriger sein, als dem einen oder anderen lieb sein dürfte.
Aus charttechnischer Sicht muss Kupfer über die 6,2 US-Dollar, um sich weiteres Aufwärtspotenzial in Richtung 7,0 US-Dollar bis 7,5 US-Dollar zu erschließen. Um das Momentum nicht zu gefährden, sollten etwaige Rücksetzer eng begrenzt bleiben.
Die letzte Kupferkommentierung an dieser Stelle wurde mit „[…] Obgleich die Aktien von Kupferproduzenten wie Southern Copper, BHP, Freeport-McMoRan, Hudbay Minerals, Ivanhoe Mines oder aber die Aktien von Goldproduzenten mit einem starken Kupfersegment wie Barrick Mining oder Newmont Corp. zuletzt ordentlich Federn lassen mussten, stellen sie nach wie vor eine exzellente Alternative zu den hochbewerteten Technologie-Aktien dar.“ Dem ist auch heute nichts hinzuzufügen.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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