Iran-Krieg
Trump verlängert Waffenruhe: Nikkei 225 erreicht neuen Rekord, aber . . .
Der japanische Nikkei 225 hat zeitweise einen neuen Rekord erreicht, da US-Präsident Donald Trump den Waffenstillstand mit dem Iran verlängert hat. Die Unsicherheit unter Anlegern bleibt jedoch weiterhin groß.
Während viele asiatische Börsen schwächeln, marschiert Japans Leitindex weiter nach oben. Der Nikkei 225 erreichte am Mittwoch ein neues Rekordhoch. Der 225 Werte umfassende Index legte zeitweise um 0,5 Prozent auf 59.691 Punkte zu und markierte damit einen neuen Rekord.
In Tokio standen vor allem Technologiewerte im Fokus: Die Aktie der SoftBank Group legte um 9,3 Prozent zu, während der Chipausrüster Advantest ein Plus von 2,2 Prozent verzeichnete. Sapporo Holdings gehörte mit einem Minus von 6,1 Prozent zu den Verlierern. Die Brauerei hatte zuvor ihren Rückzug aus dem US-Geschäft mit Craft-Bier sowie die erneute Veräußerung der Marke Stone Brewing nur vier Jahre nach der Übernahme angekündigt.
Auslöser der jüngsten Japan-Rallye ist die Geopolitik: US-Präsident Donald Trump hat den Waffenstillstand mit dem Iran verlängert und damit die Hoffnung genährt, dass eine noch größere Eskalation im Nahen Osten vorerst ausbleiben wird.
Genau das sorgt an den Märkten für einen brisanten Mix aus Erleichterung und Nervosität. Trump erklärte auf Truth Social, der Angriff auf den Iran werde vorerst ausgesetzt, bis die Führung in Teheran einen einheitlichen Vorschlag vorlege oder die Gespräche abgeschlossen seien. Gleichzeitig soll die Blockade iranischer Häfen bestehen bleiben. Entwarnung klingt anders.
Die Unsicherheit bleibt enorm, denn laut iranischen Unterhändlern seien Gespräche mit den USA Zeitverschwendung. Auch die Reise von US-Vizepräsident JD Vance zu Friedensgesprächen wurde Berichten zufolge verzögert. Der Konflikt ist also keineswegs vom Tisch.
In Tokio griffen Anleger trotzdem zu. Der Nikkei kletterte zwar zeitweise auf 59.691 Punkte, gab dann aber wieder etwas nach und notiert aktuell mit 59.272 Punkten leicht im Minus (Stand: 07:07 Uhr MESZ). Rückenwind kam auch von aktuellen Handelsdaten. Japans Exporte legten den siebten Monat in Folge zu und es wurde ein Handelsüberschuss von 667 Milliarden Yen erzielt.
Andere Märkte zeigten sich hingegen deutlich schwächer. Der Hang Seng in Hongkong gab nach, der Leitindex in Australien fiel ebenfalls und auch in Südkorea kam es nach dem jüngsten Rekord zu Gewinnmitnahmen. Die Ölpreise gaben frühere Gewinne wieder ab.
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Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

