Krypto-Klage
Justin Sun verklagt Trumps World Liberty Financial wegen Token-Sperre
Justin Sun verklagt World Liberty Financial, weil seine Token eingefroren wurden und wirft dem Projekt Machtmissbrauch und Marktmanipulation vor.
- Suns WLFI-Bestände sollen heimlich auf Blacklist geraten
- Einfrieren der Bestände soll Marktpreis verfälscht haben
- Sun klagt in Kalifornien wegen entzogenen Stimmrechts
- Report: Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!
Im Zentrum der Auseinandersetzung steht der WLFI-Token. Sun wirft dem Unternehmen vor, seine Token unrechtmäßig eingefroren und damit seine Rechte als Investor verletzt zu haben.
Milliardenstreit vor US-Gericht
Die Klage wurde vor einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Kalifornien eingereicht. Sun behauptet, dass World Liberty Financial seine gesamten WLFI-Bestände gesperrt habe – ohne ausreichende Begründung und ohne transparente Kommunikation.
Laut Sun soll das Unternehmen heimlich eine sogenannte "Blacklist"-Funktion in den Smart Contract des Tokens integriert haben. Diese ermögliche es den Verantwortlichen, Wallets einseitig einzufrieren oder einzuschränken.
"Sie haben all meine Token eingefroren, mir mein Stimmrecht entzogen und sogar damit gedroht, meine Bestände zu verbrennen", erklärte Sun auf der Plattform X.
Nach eigenen Angaben wurde seine Wallet bereits im September 2025 auf eine Blacklist gesetzt, nachdem er größere Mengen an WLFI bewegt hatte. Dadurch habe er sowohl seine Liquidität als auch seine Governance-Rechte verloren.
World Liberty weist die Vorwürfe zurück und spricht von "haltlosen Anschuldigungen". Die Sperrung sei aufgrund mutmaßlicher Vertragsverstöße gerechtfertigt gewesen.
Von strategischem Partner zum schärfsten Kritiker
Die Eskalation ist bemerkenswert, da Sun einst als größter externer Unterstützer des Projekts galt. Laut Klageschrift investierte er rund 45 Millionen US-Dollar in WLFI-Token – nicht zuletzt wegen der Verbindung zur Trump-Familie und der Vision eines dezentralen Finanzsystems.
Manipulation und Marktverzerrung?
Ein zentraler Vorwurf der Klage lautet, dass die Token-Sperre strategisch eingesetzt worden sei. Durch das Einfrieren von Suns umfangreichen Beständen habe World Liberty den Marktpreis künstlich stabilisiert.
Als einer der größten Tokenhalter hätte Sun durch Verkäufe erheblichen Einfluss auf den Kurs nehmen können. Die Sperrung habe dies verhindert und damit die Bewertung zugunsten der Projektinitiatoren verzerrt.
Trump bleibt außen vor
Trotz der Verbindung des Projekts zu Donald Trump betont Sun, dass sich seine Klage nicht gegen den US-Präsidenten selbst richtet. "Bestimmte Personen im Projekt handeln nicht im Einklang mit Trumps Werten", erklärte Sun.
Er unterstrich zudem, dass seine Unterstützung für Trumps Krypto-Agenda unverändert bleibe.
*ab 500 Euro Ordervolumen über gettex, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

