Der Ferien-Schock kommt

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    TUI kappt Prognose, Lufthansa streicht 20.000 Flüge – Reiselust crasht

    Schwache Buchungen, teures Kerosin, neue Unsicherheit: Der Druck auf Europas Urlaubsriesen steigt spürbar.

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    Der Ferien-Schock kommt - TUI kappt Prognose, Lufthansa streicht 20.000 Flüge – Reiselust crasht

    Der Reisekonzern TUI hat wegen der Folgen des Iran-Krieges seine Jahresprognose gesenkt und die Umsatzprognose vorerst ausgesetzt. Das Unternehmen verweist auf die anhaltende Unsicherheit im Nahen Osten, die zu größerer Zurückhaltung bei Urlaubern und kurzfristigeren Buchungen führt.

    Für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr erwartet TUI nun ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT) zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro. Zuvor hatte der Konzern ein Plus von 7 bis 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 1,41 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Aktie geriet nach der Mitteilung unter Druck.

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    Besonders betroffen sind die Bereiche Markets + Airline sowie Hotels & Resorts. Nach Angaben des Unternehmens verlagert sich die Nachfrage teilweise vom östlichen ins westliche Mittelmeer. Viele Kunden buchen zudem später als üblich. Im Sommergeschäft liegt der Umsatz im Segment Märkte + Airline derzeit rund 7 Prozent unter dem Vorjahresniveau, auch die Hotelauslastung im zweiten Halbjahr fällt um 7 Prozent niedriger aus.

    Als Ursachen nennt TUI rückläufige Buchungen für die Türkei, Zypern und Ägypten seit Beginn des Konflikts sowie Nachwirkungen eines Hurrikans in der Karibik. Zu Beginn des Krieges saßen zudem zwei Kreuzfahrtschiffe der Tochter TUI Cruises im Persischen Golf fest, nachdem der Iran die Straße von Hormus blockiert hatte. Rund 10.000 Gäste wurden zurückgebracht, darunter etwa 5.000 Passagiere der Schiffe Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5. Zudem mussten rund 1.500 Crewmitglieder ausgeflogen werden. Beide Schiffe sollen ab Mitte Mai wieder im Mittelmeer eingesetzt werden.

    Trotz der gekappten Jahresziele verweist TUI auf operative Fortschritte. Für das zweite Geschäftsquartal erwartet der Konzern eine Verbesserung des bereinigten EBIT um 5 bis 25 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresverlust von 207 Millionen Euro – trotz Belastungen von rund 40 Millionen Euro im März infolge des Iran-Krieges.

    Auch Lufthansa reagiert auf die geopolitischen Belastungen. Der Konzern streicht mit dem angekündigten Aus der Regionaltochter Cityline bis Oktober 20.000 Kurzstreckenflüge. Nach Unternehmensangaben sollen so rund 40.000 Tonnen Kerosin eingespart werden, dessen Preis sich seit Beginn des Iran-Krieges verdoppelt habe.

    Damit zeigt sich: Der Konflikt trifft nicht nur einzelne Reiseziele, sondern belastet zunehmend die gesamte europäische Reisebranche – von Veranstaltern über Kreuzfahrten bis zu Airlines.

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
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