60 Milliarden für KI-Coding
SpaceX wagt vor seinem Mega-IPO eine Hammer-Übernahme
SpaceX sichert sich eine Kaufoption auf KI-Coding-Star Cursor für 60 Milliarden US-Dollar. Was der Mega-Deal für den anstehenden Rekord-IPO bedeutet.
- SpaceX sichert Kaufoption auf Cursor für 60 Mrd
- SpaceX kombiniert Cursor mit Colossus Supercomputer
- IPO geplant mit 75 Mrd Erlös und 1,75 Bio Bewertung
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Kurz vor dem womöglich größten Börsengang der Geschichte setzt das Raumfahrtunternehmen SpaceX auf eine milliardenschwere KI-Wette: Elon Musk hat sich Medienberichten zufolge eine Kaufoption auf den KI-Coding-Spezialisten Cursor gesichert: Kostenpunkt 60 Milliarden US-Dollar. Alternativ könnte SpaceX 10 Milliarden US-Dollar für eine strategische Partnerschaft zahlen, sollte die Übernahme nicht zustande kommen. Das gab der Konzern auf der Plattform X bekannt.
Cursor gilt als eines der heißesten KI-Unternehmen im Silicon Valley. Das 2023 von vier MIT-Absolventen gegründete Startup entwickelt ein Coding-Tool, das Entwicklern den Wechsel zwischen verschiedenen KI-Modellen – darunter solche von OpenAI, Google oder xAI – ermöglicht. Noch im November vergangenen Jahres wurde Cursor bei einer Finanzierungsrunde mit knapp 30 Milliarden US-Dollar bewertet. Mit der SpaceX-Option hat sich dieser Wert in wenigen Monaten mehr als verdoppelt.
Der Deal fügt sich in eine tiefgreifende strategische Neuausrichtung ein: SpaceX hatte Anfang des Jahres das KI-Unternehmen xAI von Musk übernommen und damit die Weichen in Richtung KI gestellt. Durch Cursor würde SpaceX Zugang zu einer der meistgenutzten Coding-Plattformen unter Softwareentwicklern erhalten – und diese mit dem hauseigenen Colossus-Supercomputer in Memphis kombinieren, der nach Unternehmensangaben einer Million Nvidia-H100-GPUs entspricht.
Hintergrund ist ein brutaler Wettbewerb im Markt für KI-Entwicklungstools. Cursor konkurriert direkt mit Claude Code von Anthropic sowie Codex von OpenAI. Ein strukturelles Problem: Weil Cursor auf Drittanbieter-Modelle angewiesen ist, zahlt das Unternehmen erhebliche Lizenzgebühren an eben jene KI-Labore, gegen die es nun antritt. Mit dem eigenen Modell "Composer" arbeitet Cursor daran, diese Abhängigkeit zu reduzieren.
SpaceX strebt einen Börsengang Ende Juni an und will dabei rund 75 Milliarden US-Dollar einsammeln – bei einer angestrebten Unternehmensbewertung von 1,75 Billionen US-Dollar. Etwa 30 Prozent der Anteile sollen an Privatanleger gehen. Auszüge aus dem vertraulichen Börsenprospekt zeigen, dass SpaceX im Jahr 2025 einen konsolidierten Nettoverlust von rund fünf Milliarden US-Dollar eingefahren hat – bei einem Umsatz von knapp 19 Milliarden US-Dollar. Die Investitionsausgaben haben sich binnen zwei Jahren auf über 20 Milliarden US-Dollar nahezu verfünffacht.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die Tesla Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,42 % und einem Kurs von 330,9EUR auf Tradegate (22. April 2026, 13:15 Uhr) gehandelt.

