Silberaktien nach Abverkauf
Silberpreis explosiv: Schließt sich jetzt für Anleger das Fenster zum Einstieg?
Im Edelmetallsektor braut sich etwas zusammen. Die Lage bei Gold und Silber ist explosiver, als es der vergleichsweise ruhige Handel vermuten lässt. Ganz ähnlich sieht es bei den Produzentenaktien aus.
- Gold, Silber und Kupfer kurz vor Ausbruch
- Produzentenaktien in Bodenbildung mit Chancen
- First Majestic Silver mit hohem Cashflow und Plan
- Report: Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!
Goldpreis lauert, Silberpreis explosiv – besondere Spannung bei Kupfer
Die Verlängerung der Waffenruhe durch den US-Präsidenten kam einigermaßen überraschend, aber eigentlich auch nicht, passt die Maßnahme doch in das bewährte Muster. Die Finanzmärkte reagierten sofort. Dax, Dow Jones Ind. & Co. leiteten eine Erholung ein. Der Risikoaufschlag bei den Ölpreisen schmilzt. Brent Öl und WTI Öl kommen zur Stunde zurück. Gold, Silber und andere Metalle profitierten hingegen. Vor allem für den Silberpreis könnte die aktuelle Erholung richtungsweisend sein. Silber befindet sich in einer explosiven Chartkonstellation. Es fehlt nur noch ein Auslöser, um die Rallye in Schwung zu bringen. Im Übrigen bietet sich bei Kupfer ein ganz ähnliches Bild. Das Industriemetall zerrt an seinen Ketten und ist drauf und dran, diese zu sprengen. Der Kupferpreis steht unmittelbar vor einem Ausbruch und könnte im Anschluss durchstarten.
Schließt sich jetzt für Anleger das Fenster zum Einstieg?
Gold, Silber und Kupfer könnten unmittelbar vor der Aufnahme ihrer jeweiligen Aufwärtsbewegungen stehen. Zahlreiche Indizien sprechen dafür. Insofern mag sich jetzt das Fenster für all diejenigen schließen, die noch etwas in diesem Bereich machen wollen. Doch Eile ist selten ein guter Ratgeber und zudem haben die drei genannten Metalle die Rallyeszenarien „noch nicht ausgelöst“. Die Lage im Produzentenbereich ist ähnlich.
Gold- und Silberaktien nach dem Abverkauf mit Chancen
Nach dem zurückliegenden Abverkauf sind die Produzentenaktien in eine Phase der Bodenbildung übergegangen. Das gibt geneigten Anlegern und Investoren noch einmal die Gelegenheit, den Sektor zu sondieren. Die Liste potenzieller Kandidaten ist lang. Und es könnte sich lohnen, sich abseits von Barrick Mining, Newmont Corp., Agnico Eagle Mines oder aber Fresnillo und Pan American Silver umzusehen. Zuletzt wurden an dieser Stelle unter anderem der auf Afrika fokussierte Goldproduzent Endeavour Mining oder aber das Urgestein des Silbersektors, Hecla Mining, ausführlich thematisiert. Mit First Majestic Silver wird die Reihe nun an dieser Stelle ergänzt.
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First Majestic Silver im Portrait
Mit einer Marktkapitalisierung von derzeit etwa 13,5 Mrd. CAD ist First Majestic Silver in die Reihe der mittelgroßen Produzenten zu verorten. Das verspricht im Vergleich zu den Schwergewichten der Börse einen größeren Hebel auf die Preisbewegungen bei Gold und Silber. Das gilt natürlich für jedwede Richtung.
First Majestic Silver verzeichnete im Jahr 2025 eine Produktion in Höhe von 15,435 Mio. Unzen Silber und 147.433 Unzen Gold. Die Minen sind reich an Beiprodukten wie Blei, Zink und Kupfer. Für das Jahr 2026 plant das Unternehmen mit einer Produktion in einer Spanne von 13,0 Mio. bis 14,4 Mio. Unzen Silber und 116.000 Unzen bis 129.000 Unzen Gold. First Majestic Silver ist auf einem guten Weg, die Jahresziele zu erreichen. Das 1. Quartal 2026 mit einer Silberproduktion in Höhe von 3,545 Mio. Unzen und einer Goldproduktion in Höhe von 34.341 Unzen dürfte zumindest den Grundstein dafür gelegt haben, die Ziele zu erreichen. Die Ergebnisse für das 1. Quartal 2026 werden am 12. Mai veröffentlicht.
Die Finanzergebnisse für 2025 konnten sich sehen lassen. Stellvertretend sei noch einmal auf das bereinigte EBITDA und den free cash flow verwiesen. Die Kanadier vermeldeten für das Jahr 2025 ein bereinigtes EBITDA in Höhe von 679,1 Mio. US-Dollar, nach 143,8 Mio. US-Dollar in 2024. Der free cash flow wurde mit 470,6 Mio. US-Dollar veröffentlicht, nach 107,1 Mio. US-Dollar in 2024.
First Majestic Silver unternimmt große Anstrengungen, die Jerritt Canyon Gold Mine im US-Bundesstaat Nevada wieder in die Produktion zu führen. Läuft alles nach Plan, könnte das Unterfangen bis Ende 2027 gelingen. First Majestic Silver erwarb die Mine im Frühjahr 2021 und betrieb sie im Anschluss knapp zwei Jahre als Untertagemine. Aufgrund der damals im Verhältnis zu den Produktionskosten niedrigen Goldpreise wurde die Mine in den „Winterschlaf“ versetzt. Das Ziel muss es sein, dass die Jerritt Canyon Gold Mine nach der Wiederinbetriebnahme und den zahlreichen Optimierungen eine stabile Jahresproduktion von 100.000 Unzen Gold und idealerweise mehr liefert. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 (vorerst letztes vollständiges Produktionsjahr unter First Majestic Silver) verzeichnete die Mine eine Produktion in Höhe von 72.400 Unzen Gold
Die Aktie bildete Anfang März im Bereich von 43,6 CAD ein markantes Zwischenhoch aus. Innerhalb weniger Tage rauschte die Aktie jedoch auf die wichtige Unterstützung von 25 CAD. Hier setzte die Bodenbildung ein. Um diese zu forcieren, muss die Aktie nun den Widerstand bei 33,7 CAD aus dem Weg räumen. Bei einem deutlichen Rücksetzer unter die 25 CAD wäre das Thema Bodenbildung auf diesem Niveau jedoch vom Tisch.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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