Diese Zahlen kommen gut an
Der stille KI-Gewinner: Texas-Instruments-Aktie geht durch die Decke
Texas Instruments überrascht mit einem Ausblick weit über den Analystenerwartungen. Das Branchen-Urgestein zeigt, dass nicht nur KI-Chiphersteller vom Datenzentrum-Boom profitieren.
- Ausblick deutlich über Analystenschätzungen
- Analoge Chips unverzichtbar für Rechenzentren
- Geringere Investitionen steigern freien Cashflow
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Diese Zahlen sorgen am Donnerstag für Euphorie: Für das zweite Quartal erwartet das Chip-Urgestein Texas Instruments einen Umsatz zwischen fünf und 5,4 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit knapp 4,9 Milliarden gerechnet. Auch beim Gewinn je Aktie, der zwischen 1,77 und 2,05 US-Dollar prognostiziert wird, liegt Texas Instruments weit über den Schätzungen von 1,57 US-Dollar. Die Aktie legt am Donnerstag um mehr als 18 Prozent zu. Seit Jahresanfang beläuft sich das Plus bereits auf mehr als 60 Prozent.
Triebfeder des Wachstums sind laut Konzernchef Haviv Ilan vor allem Rechenzentren und Industriekunden. Obwohl Texas Instruments keine hochleistungsfähigen digitalen Prozessoren für KI-Server produziert, sind seine analogen Chips – etwa zur Steuerung von Stromsystemen oder zur Signalwandlung – in modernen Datenzentren unverzichtbar. Das entsprechende Geschäftssegment überschritt 2025 erstmals die Milliarden-Dollar-Marke und wuchs um mehr als sechzig Prozent.
Texas Instruments gilt wegen seiner zehntausenden Produkte und Kunden quer durch alle Branchen als Konjunkturbarometer. Der aktuelle Ausblick sendet ein klares Signal: Die Nachfrageerholung nach dem Lagerabbau der Pandemie-Jahre gewinnt an Fahrt.
Auch das erste Quartal verlief stärker als erwartet: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um neunzehn Prozent auf 4,83 Milliarden US-Dollar, der Gewinn je Aktie lag bei 1,68 US-Dollar – beide Werte übertrafen die Prognosen spürbar.
Gleichzeitig senkt der Konzern seine Investitionsausgaben für neue Fertigungsanlagen deutlich. Sie gingen im vergangenen Quartal auf 676 Millionen US-Dollar zurück, nach 1,1 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Das erhöht den freien Cashflow und schafft Spielraum für Ausschüttungen an Aktionäre. Strategisch ergänzt wird die Neuausrichtung durch die angekündigte Übernahme von Silicon Laboratories für rund 7,5 Milliarden US-Dollar, die 2027 abgeschlossen werden soll.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die Texas Instruments Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +17,95 % und einem Kurs von 238,2EUR auf Tradegate (23. April 2026, 17:16 Uhr) gehandelt.
