Oxfam

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    Lücke zwischen hohen und niedrigen Einkommen wächst

    Für Sie zusammengefasst
    • Einkommen der Chefetagen stiegen auf 8,4 Mio US-Dollar
    • Durchschnittseinkommen weltweit real niedriger als 2019
    • Oxfam fordert Steuern für Superreiche und Lobbyregeln
    Oxfam - Lücke zwischen hohen und niedrigen Einkommen wächst

    BERLIN (dpa-AFX) - Die Einkommen in den Chefetagen dieser Welt sind in den vergangenen Jahren einer Analyse zufolge deutlich gestiegen, während allen übrigen Beschäftigten immer weniger Geld zur Verfügung stand. Demnach bekamen die 1.500 am besten verdienenden Konzernlenker im vergangenen Jahr im Schnitt rund 8,4 Millionen US-Dollar ausgezahlt, wie Oxfam errechnet hat, ein Verbund aus Hilfs- und Entwicklungsorganisationen.

    Das bedeutet demnach einen inflationsbereinigten Anstieg der Chef-Einkommen von elf Prozent im Vergleich zu 2024 und von 54 Prozent im Vergleich zu 2019. Grundlage für die Berechnungen waren Daten zu 1.500 Unternehmen aus 33 Ländern aus der S&P Capital IQ Database, einer Datenbank mit Informationen zu börsennotierten und privaten Unternehmen weltweit.

    Im Vergleich dazu hatten gewöhnliche Beschäftigte immer weniger Geld zur Verfügung. Das um die Preissteigerungen bereinigte Durchschnittseinkommen der weltweiten Erwerbsbevölkerung lag Oxfam zufolge im vergangenen Jahr bei 17.156 US-Dollar. Das waren 0,5 Prozent mehr als 2024, aber 12 Prozent weniger als 2019. Grundlage sind Daten der Internationalen Arbeitsorganisation der UN (IAO) sowie des Internationalen Währungsfonds (IWF).

    Golf-Krise könnte Millionen Menschen in Armut drängen

    Hinzu kommt, dass sich der Rückgang bei der Zahl der Menschen, die trotz Arbeit in extremer Armut leben, in den vergangenen Jahren deutlich verlangsamt hat. Diese sogenannte Arbeitsarmut ging in den Jahren 2000 bis 2019 jährlich um durchschnittlich sieben Prozent zurück. Seit 2020 habe sich diese Rate auf drei Prozent mehr als halbiert.

    Die derzeitige Krise im Golf könnte die Lage weiter verschärfen, befürchten die Autoren der Studie. Das UN-Entwicklungsprogramm warnt demnach, dass im schlimmsten Fall infolge des Iran-Kriegs 32 Millionen Menschen zusätzlich in Armut rutschen könnten.

    Um die Probleme anzugehen, fordert Oxfam unter anderem realistische und zeitgebundene Pläne der einzelnen Länder zur Reduzierung der Ungleichheit. Dies müsse klare Zielmarken und eine regelmäßige Überprüfung umfassen. Außerdem spricht sich die Organisation für eine Besteuerung von Superreichen aus. Weiterhin brauche es strengere Regeln für Lobbying und die Finanzierung von politischen Kampagnen durch Reiche./maa/DP/men







    dpa-AFX
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