Silber bereitet Gewaltiges vor
Silberpreis zieht massiv an. Machen Anleger jetzt einen fatalen Fehler?
Bereitet Silber einen gewaltigen Preisanstieg vor? Die aktuelle Lage nährt entsprechende Erwartungen. Der Boden für die Comeback-Rallye ist bereitet. Der Silberpreis zerrt an seinen Ketten, die zu bersten drohen.
- Silber schließt über 75 US-Dollar und steigt an
- Defizit am Markt macht Silber anfällig für Rallye
- Zölle zwischen EU und USA könnten Preise treiben
- Report: Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!
Aktuelle Silberpreisentwicklung - Dieser Wochenausklang macht Hoffnung
Hinter den Märkten liegt eine vielleicht richtungsweisende Handelswoche. Mit einer gewissen Sorge erwarteten Gold und Silber die Fed-Leitzinsentscheidung. Dabei war es weniger die Sorge vor einem Zinsschritt, als vielmehr die Befürchtung, dass sich etwas Überraschendes in den begleitenden Kommentaren und Kommuniqués verbergen könnte. An den Aktienmärkten teilte man diese Befürchtungen. Entsprechend groß war die Erleichterung auch im Dax, Dow Jones Ind. und Nasdaq 100, als klar wurde, das dem nicht so ist.
Die Entwicklung des Silberpreises verdeutlicht die Anspannung vor dem Fed-Termin und die Erleichterung nach diesem sehr deutlich. Unmittelbar vor der Bekanntgabe drohte der Silberpreis noch einmal auf 70 US-Dollar und darunter zu rutschen. In der zweiten Wochenhälfte berappelte er sich. Der Wochenschluss am Freitag oberhalb von 75 US-Dollar bringt Silber nun für die kommenden Tage in eine aussichtsreiche Ausgangsposition. Wenig überraschend findet sich eine ähnliche Konstellation bei Gold. Mindestens 5 Gründe sprechen für einen rasant ansteigenden Goldpreis.
Trump, US-Dollar und Anleiherenditen kreieren hochexplosive Lage für Silber
Zum Wochenausklang verschafften rückläufige Anleiherenditen und ein nachgebender US-Dollar Silber Luft zum Durchatmen. Die Ölpreise gaben einen Teil ihrer Gewinne ab. Brent Öl und WTI Öl kamen zurück. Das drängte die Inflationssorgen und mit ihnen die Anleiherenditen zurück.
Stellvertretend sei auf die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen verwiesen, die nach einem Ausflug über die 4,4 Prozent wieder unter diese wichtige Marke fielen. Der US-Dollar-Index musste auch abgeben und beendete die Handelswoche im Bereich von 98 Punkten. Zuvor stand noch ein Test der 100 Punkte zu befürchten.
Das, was die aktuelle Lage so explosiv macht, ist der sich abzeichnende Zollkonflikt zwischen der EU und den USA. Trump drohte am Freitag überraschend damit, EU-Autoimporte mit Zöllen in Höhe von 25 Prozent zu belegen. Sollte es tatsächlich zu diesem Schritt kommen, ist mit Gegenmaßnahmen der EU zu rechnen. Das Eskalationspotenzial ist beachtlich. Vergleiche zur Situation im Januar sind durchaus angemessen. Und wie Gold und vor allem der Silberpreis damals reagierten, dürfte noch in Erinnerung sein.
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Fazit – Der Silberpreis könnte kräftig anziehen
Nach der mehrwöchigen Korrektur ist Silber reif für eine knackige Zwischenrallye. Der erste Versuch scheiterte zuletzt im Bereich von 80 US-Dollar. Doch ein weiterer Versuch zeichnet sich aktuell ab. Anleger und Investoren sollten nicht den Fehler machen, die jüngsten Entwicklungen zu ignorieren, sondern jetzt ganz genau hinsehen und den Markt beobachten. Der Silbermarkt befindet sich nach wie vor in einem ausgeprägten Defizit. Jeder markante Anstieg der Nachfrage – etwa aus dem Investmentbereich – dürfte unmittelbar auf die Preise durchschlagen. Trumps Eskapaden könnten Silber als sicheren Hafen schneller aktuell werden lassen, als dem einen oder anderen lieb sein dürfte. Nicht zuletzt waren physisch besicherte Silber-ETFs im Januar 2026 ein maßgeblicher Preistreiber für das Edelmetall. Die damals enorme Dynamik dürfte noch in bester Erinnerung sein.
Bricht man das Ganze auf die charttechnischen Aspekte herunter, dann muss Silber jetzt über die 80 US-Dollar, um die Tür in Richtung 100 US-Dollar aufzustoßen. Etwaige Rücksetzer bleiben im besten Fall auf 70 US-Dollar begrenzt. Unter die 60 US-Dollar sollte es jedoch tunlichst nicht gehen. Anderenfalls würde eine Neubewertung der Lage notwendig werden.
In Anbetracht des möglichen Preisanstiegs bei Silber rücken auch unweigerlich die Aktien der Silberproduzenten in den Fokus. Die Korrektur schlug in den letzten Wochen tiefe Kerben in die Kursverläufe von Fresnillo, Pan American Silver oder Hecla Mining. Doch auch in der zweiten Reihe ging es turbulent zu. Die Aktie des US-amerikanischen Gold-Silber-Kupferproduzenten Coeur Mining steht hier stellvertretend.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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