Diese Titel hat fast jeder
Ich shorte jede dieser Aktien, sagt Michael Burry
Während der Markt weiter kauft, stellt sich Starinvestor Michael Burry dagegen. Seine Short-Wetten zielen auf genau jene Aktien, die viele Anleger aktuell im Depot haben.
- Michael Burry setzt auf Shorts bei Tech und Chips
- Laufzeiten bis 2027 signalisieren erwarteten Boombruch
- Er warnt vor KI-Euphorie und überzogenen Bewertungen
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Der "Big Short"-Investor Michael Burry stellt sich erneut gegen den Markt – und baut gezielt Wetten auf fallende Kurse bei Technologie- und Halbleiteraktien auf. Seine Positionierung zielt nicht auf kurzfristige Schwankungen, sondern auf eine deutliche Abkühlung des aktuellen Booms bis 2027.
Im Fokus stehen sowohl Einzelwerte als auch breite Marktindizes. Burry hat Put-Optionen auf den Halbleiter-ETF iShares Semiconductor ETF (SOXX) sowie auf den Nasdaq-100-ETF Invesco QQQ Trust (QQQ) aufgebaut. Gleichzeitig richtet er seine Wetten gegen Schwergewichte wie Nvidia und Palantir Technologies. Die Laufzeiten bis 2027 unterstreichen, dass er nicht mit einer kurzen Korrektur rechnet, sondern mit einem möglichen Ende des aktuellen Zyklus.
Hintergrund ist eine außergewöhnliche Marktbewegung. Getrieben von KI-Euphorie und massiven Investitionen in Rechenzentren haben Chip-Aktien zuletzt stark zugelegt. Allein im April stieg der SOXX-ETF um mehr als 40 Prozent – der stärkste Monatsanstieg seit Auflage.
Für Burry ist genau das ein Warnsignal. "Selbst das logarithmische Chart sieht überzogen aus. Was für eine Rallye, das i-Tüpfelchen auf einem mehr als zehnjährigen explosiven Lauf… Ich bin froh, bei den aktuellen Bewertungen und in dieser Phase des Zyklus bei jedem einzelnen dieser Titel short zu sein."
Besonders kritisch sieht er Nvidia. Der Konzern sei eine der "günstigeren Möglichkeiten, die KI-Rechenzentrumsblase zu shorten", da die Marktmeinung nahezu einhellig positiv sei. Burry erwartet sinkende Margen und ein deutlich nachlassendes Wachstum in den kommenden Jahren.
Auch bei Palantir fällt seine Einschätzung scharf aus. "Ich shorte das Geschäftsmodell. Ich shorte die gesamte Prämisse, auf der das Unternehmen basiert. Ich shorte den CEO." Trotz starker Zahlen unterstreichen diese Aussagen, wie fundamental seine Skepsis gegenüber der aktuellen KI-getriebenen Bewertung ist.
Für Burry ist die Kombination aus stark gestiegenen Kursen, hohen Erwartungen und nahezu einhelligem Optimismus ein gefährlicher Mix. Während viele Anleger den KI-Boom als strukturellen Trend sehen, positioniert er sich gezielt dagegen – und setzt darauf, dass sich die Euphorie als überzogen erweisen könnte.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

